Vortrag von Franz Josef Schäfer
„Der saarländische Philosoph Peter Wust als Familienvater und seine Haltung zum Nationalsozialismus“
Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur e.V. in Zusammenarbeit mit der Aleksandra-Stiftung zur Förderung der Westricher Geschichtsforschung lädt ein zu einem Vortrag von Franz Josef Schäfer „Der saarländische Philosoph Peter Wust als Familienvater und seine Haltung zum Nationalsozialismus“.
Um Peter Wust, nach dem vier Schulen und 13 Straßen benannt sind, ist es in den letzten Jahren sehr still geworden.
Wust wurde am 28. August 1884 in Rissenthal geboren als ältestes von elf Kindern des Siebmachers und Landwirts Jacob Wust und seiner Ehefrau Anna Wust geb. Fixemer.
Johannes Braun, der Pfarrer von Wahlen, erteilte dem begabten Jungen Lateinunterricht, so dass dieser 1900 ins Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Trier und Bischöfliche Konvikt aufgenommen werden konnte. Nach dem Abitur 1907 studierte Wust Anglistik und Germanistik in Berlin und Straßburg und unterrichtete anschließend an Höheren Schulen in Neuß, Trier und Köln. In seinen philosophischen Werken setzte sich Wust nach dem Ersten Weltkrieg für eine Rückbesinnung Deutschlands auf das Christentum ein. 1930 wurde Peter Wust zum Professor für Philosophie an die Universität Münster berufen, wo er als „der Philosoph von Münster“ galt.
Wust war seit 1910 mit Käte Wust geb. Müller aus Püttlingen verheiratet. Die Eheleute hatten drei Kinder, Benno, Else und Lotti. Wust starb nach langem Leiden am 3. April 1940.
Im Zentrum des Vortrages stehen die Briefe Wusts an seine Familie von seiner Reise nach Paris vom Mai 1928, seine Ratschläge an seinen Sohn Benno während dessen Zeit beim Arbeitsdienst, seine Freundschaft mit der Schriftstellerin Else Schmücker und der Frauenrechtlerin Marianne Weber.
Peter Wust hatte sehr früh sich ablehnend zum Nationalsozialismus geäußert. In der NS-Zeit galt er für die Studierenden als Bekenner. Sein früher Tod hat ihn aller Wahrscheinlichkeit nach vor KZ-Haft bewahrt.
Am Mittwoch, 08.041.2026, 19.00 Uhr im historischen Junkerhaus, Eisenbahnstr. 22, Wellesweiler.
Von Nichtmitgliedern werden 5 EURO Eintritt erbeten. © Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur e.V.

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