Blieskastel hat für Kinder und Jugendliche viel zu bieten
Neustart der offenen Jugendarbeit in Blieskastel nimmt Fahrt auf
Schon das alljährlich vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt durchgeführte Ferienprogramm bietet eine breite Palette an Abenteuer sowie sportlicher und musischer Freizeitgestaltung.
Es erfreut sich bei Kindern aber auch ihren Eltern großer Beliebtheit und dank seiner Vielfalt auch einer zunehmenden Nachfrage (mehr dazu unter www.blieskastel.de/Stadt/soziales-Bildung-und-Kultur/Jugend). Inzwischen nimmt auch die Verwirklichung des Ende Oktober letzten Jahres angekündigten und vom Stadtrat beschlossenen Konzeptes für einen Neustart der offenen Jugendarbeit deutlich an Fahrt auf.
Neues Fördermodell
Im ersten Schritt haben wir – wie angekündigt – die bestehenden Jugendclubs finanziell entlastet. Sie müssen ab diesem Jahr nur noch 27,5% der Nebenkosten der ansonsten von der Stadt mietfrei zur Verfügung gestellten Räume selbst tragen. Dabei soll der Eigenanteil das Kostenbewusstsein schärfen und zu einem sparsamen Umgang mit Ressourcen motivieren. Neu hinzugekommen ist anstelle des vormaligen “Gießkannenprinzips“ eine Projektförderung. Damit können zukünftig auch Jugendclubs, die bisher noch nicht über eigene Räume verfügen, in den Genuss von Zuschüssen für ihre pädagogische und Bildungsarbeit gelangen. Wir wollen damit gezielt die Eigenverantwortung und Teilhabe Jugendlicher stärken und gleichzeitig bei der Vergabe (nach Maßgabe verfügbarer Haushaltsmittel) auch mehr Transparenz, Gerechtigkeit und Planbarkeit schaffen.
Dezentrale Jugendarbeit ausbauen
Uns ist die engagierte Arbeit des Jugendzentrumsvereins “P-Werk“ in Blieskastel-Mitte wichtig und wir stehen auch weiterhin zu seiner Unterstützung. Angesichts der Größe unseres Stadtgebietes, der weiten Entfernungen und unzureichenden Nahverkehrsmöglichkeiten brauchen wir aber auch Angebote in den entlegeneren Stadtteilen. Deshalb wollen wir nun in einem nächsten Schritt in den Stadtteilen, in denen bereits dezentrale Jugendclubs bestehen, deren Räumlichkeiten aufgrund der jahrelangen Vernachlässigung inzwischen aber geschlossen (Biesingen, Mimbach) oder aufgrund gestiegener brandschutztechnischer Vorgaben von einer Schließung bedroht sind, Alternativen anbieten. Dank der Unterstützung durch die Hochbauabteilung unseres Bauamtes zeichnen sich derzeit für mehrere Stadtteile konkrete Sanierungs- oder Umbau-Lösungen ab, so dass wir auf die zwischenzeitlich als Interimslösung angedachten Container voraussichtlich verzichten können. Mittel für Renovierungs- beziehungsweise Sanierungsmaßnahmen haben wir auch in den Haushalt eingeplant, so dass noch in diesem Jahr mit der Umsetzung der Maßnahmen gestartet werden kann. Dabei sind in die weiteren Maßnahmen zur Verwirklichung sowohl die Jugendlichen als auch die jeweiligen OrtsvorsteherInnen eingebunden.
Neuer Drive und neue Stadtteile dazugewinnen
Wir wollen zukünftig auch in Stadtteilen, in denen bisher keine oder zumindest keine offizielle offene (d.h. weder an Parteien noch Konfessionen gebundene) Jugendarbeit stattfindet, Angebote machen. Dazu hat die Stadt, mit Unterstützung des für die Jugendhilfe formal zuständigen Kreises, eine neue Stelle einer Jugendpflegerin geschaffen. Mit Ihrer Unterstützung haben wir alle Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher Ende letzten Jahres angeschrieben und ihnen das Angebot zur Organisation und Durchführung von stadtteilbezogenen „Jugend-Hearings“ unterbreitet. Deren Ziel ist es zunächst, alle Jugendlichen im Alter bis zu 18 Jahren persönlich anzuschreiben und sie zu ermuntern, in einem gemeinsamen Treffen vor Ort ihre Wünsche, Vorstellungen und Ideen, was sich nach ihrer Meinung im Ort tun und bewegen sollte, auszutauschen. Vielleicht Ist dies in dem ein oder anderen Ort sogar die Geburtsstunde einer neuen Jugendinitiative. Wir wollen die Jugendlichen auf jeden Fall dabei unterstützen, ihre eigenen Ideen und Vorstellungen verstärkt auch in die politische Arbeit in den betreffenden Stadtteilen einzubringen. Insofern greifen wir ganz bewusst die Ziele und Absichten des von der Landesregierung neu auf den Weg gebrachten „Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetzes“ auf, durch für Jugendliche geeignete, niedrigschwellige, altersgerechte und offene Beteiligungsformate, die Behandlung relevanter Themen aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen verstärkt, in die örtliche Politik einfließen zu lassen. Bei unserer Initiative, die Teilhabe Jugendlicher zu stärken, wollen wir die Unterstützung der von der Landesregierung neu gegründeten „Fach- und Servicestelle Jugendbeteiligung Saar“ einbeziehen.
Infos über die Stadt Blieskastel können Sie unter blieskastel.de abrufen. © Guido Freidinger

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