AWO Saarland kritisiert Reformpläne scharf
Mit großer Sorge blickt die Arbeiterwohlfahrt Saarland auf den Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes von Bundesgesundheitsministerin Warken.
Die vorgesehene Abkehr von der seit 2019 geltenden Einkommensgrenze von 100.000 Euro beim Elternunterhalt sowie Überlegungen zur Aussetzung der Tarifbindung in der Pflege stellen aus Sicht des Wohlfahrtsverbandes einen fundamentalen Angriff auf zentrale sozialstaatliche Grundpfeiler dar. Die Sprengkraft dieser Reform stärkt die extremen Ränder: „Die Pflegeversicherung wurde eingeführt, weil die Gesellschaft erkannt hat, dass das Risiko von Pflegebedürftigkeit nicht allein von einzelnen Familien getragen werden kann“, erklärt der AWO-Landesgeschäftsführer Andreas Jodko. „Wer heute wieder Kinder und Angehörige stärker zur Finanzierung der Pflege ihrer Eltern heranziehen will und Rentenkürzungen für pflegende Angehörige vorsieht, stellt dieses Solidarprinzip infrage. Das ist keine Weiterentwicklung der Pflegepolitik. Der Entwurf legt die Ax
Die vorgesehene Abkehr von der seit 2019 geltenden Einkommensgrenze von 100.000 Euro beim Elternunterhalt sowie Überlegungen zur Aussetzung der Tarifbindung in der Pflege stellen aus Sicht des Wohlfahrtsverbandes einen fundamentalen Angriff auf zentrale sozialstaatliche Grundpfeiler dar. Die Sprengkraft dieser Reform stärkt die extremen Ränder: „Die Pflegeversicherung wurde eingeführt, weil die Gesellschaft erkannt hat, dass das Risiko von Pflegebedürftigkeit nicht allein von einzelnen Familien getragen werden kann“, erklärt der AWO-Landesgeschäftsführer Andreas Jodko. „Wer heute wieder Kinder und Angehörige stärker zur Finanzierung der Pflege ihrer Eltern heranziehen will und Rentenkürzungen für pflegende Angehörige vorsieht, stellt dieses Solidarprinzip infrage. Das ist keine Weiterentwicklung der Pflegepolitik. Der Entwurf legt die Ax

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