Page 6 - Stadtmagazin "es Heftche"® Homburg | Ausgabe 163, März 2026
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Szene im Café 1680 am Neujahrsempfang
der Linken
© Chris Ehrlich
Wohnen ist Menschenrecht und dieses
Recht hat jede und jeder!“ Volle Unter-
stützung gab es auf dem Empfang für den
Warnstreik an der Uniklinik. Die Be-
schäftigten hätten Wertschätzung verdient
und finanzielle Anerkennung anstatt
Schweigen am Tarifverhandlungstisch.
Eine weitere Herzenssache für uns Linke
war an dem Abend der Sport, die Vereine
und das Stadion. „Wir wissen alle, dass
Sport verbindet, aber dafür muss auch in
den Sport investiert werden. Unsere Ver-
eine sind Dreh- und Angelpunkt für den
Sport und das soll auch so bleiben. All das
ist eine gute Marke für Homburg und des-
halb stehen wir Linke auch nach wie vor
selbstbewusst zum Ausbau des Wald-
stadions. Wir haben um die Mittel ge-
kämpft, sie sind beschlossen, aber die Um-
setzung ist immer noch schleppend“,
kritisiert Barbara Spaniol. Auch fehlte in
der Planung offenbar die Renovierung der
maroden Umkleidekabinen und die Ein-
richtung eines Rot-Kreuz-Raumes. Hier
Szene mit tanzenden Party-Gästen
© Chris Ehrlich
setze Die Linke sich ein, damit nach-
gebessert werde. Bruno Leiner, Landes-
geschäftsführer und Ortsratsmitglied in Er-
bach verwies auf die Erfolge der neu
gewachsenen Partei, Die Linke erlebe wie-
der Zulauf. Er lobte die gute Zusammen-
arbeit und das Engagement der vielen
neuen Mitglieder. „Das gibt Rückenwind.
Entscheidend ist nun, die politische Arbeit
wieder enger an die konkreten Probleme
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vor Ort zu binden – in den Orten und
Stadtteilen, im Alltag. Die Gemeinsamkeit
stärkt uns - wir wollen Lösungen finden,
viel für die Leute erreichen und damit wer-
den wir richtig groß,“ so Leiner. Der neue
Landesvorsitzende, Florian Spaniol, ver-
wies stolz auf die hohe Zahl von 672 Neu-
Mitgliedern im Vorjahr. Die Wohnungsnot
sei eines der drängenden Probleme, die
Mieten zu hoch und fehlende 16000
Sozialwohnungen müssten endlich gebaut
werden. Kritik übte der Landesvorsitzende
auch an der Bildungspolitik: „Es geht ein-
fach nicht länger an, dass ewig Lehrer-
mangel herrscht und unsere Schulen
sanierungsbedürftig sind. Das muss sich
ändern. Auch steigt die psychische Be-
lastung der Kinder und Jugendlichen. Das
ist längst Realität. Deshalb brauchen wir
mehr Schulsozialarbeit und endlich multi-
professionelle Teams an allen Schulen. Das
Bildungssystem gehört generell über-
arbeitet, damit die Chancen steigen statt
immer nur der Druck. Bildung darf nicht
Vorbereitung des Essens
© Chris Ehrlich
länger vom Geldbeutel der Eltern ab-
hängen.“ Kein Verständnis zeigte Die Linke
für die neue geplante Zentralklinik in
Homburg. Erst habe man die I-Med ge-
baut, nun wolle man eine neue Klinik mit
Kosten von über einer Milliarde Euro. „Das
Geld gehört doch viel eher in die Siche-
rung aller regionalen Klinikstandorte – nur
so wird die wohnortnahe Gesundheitsver-
sorgung gesichert. Gesundheit darf keine
Frage von Rendite sein!“‚ Scharf verurteilte
Florian Spaniol die Schließungen der Ge-
burtshilfe im ländlichen Raum und die
gleichzeitige geplante Verlegung vom
„Kohlhof“ mit Kinder- und Jugendmedizin
nach St. Wendel. „Wir wehren uns mit vie-
len Menschen aus unserer Region gegen
ein solch unsinniges Vorhaben. Der „Kohl-
hof“ muss bleiben und wir unterstützen die
Volksinitiative dazu mit vielen Unter-
schriften unserer Gäste heute Abend,“ so
der Landesvorsitzende. Zum Abschluss
sprach die Sprecherin der Linksjugend Saar
und stellvertretende Landesvorsitzende,
Hannah Akgül: „Die Linke ist die einzige
WIR GRATULIEREN!
Die Lösung lautete:
„4-STERNE“
In unserer letzten Ausgabe vom
Stadtmagazin „es Heftche“® Februar 2026
hatten wir ein Gewinnspiel für Sie. Dabei
gab es 3x2 Eintrittskarten für den Euro-
pa-Park in Rust zu gewinnen. Folgende
Gewinner dürfen sich nun über 2 dieser
Tickets freuen. Die Ziehung fand im Zu-
fallsprinzip und unter Ausschluss des
Rechtsweges statt. Die Gewinner werden
zusätzlich per Post benachrichtigt.
Desiree Speicher, Homburg
Sandra Gerlich , Gersheim
Dieter Kempf, Waldmohr
Herzlichen Glückwunsch!
Partei, die Antifaschismus ernst nimmt.“
Sie sprach über Antisemitismus, rechten
Terror und eine spürbare Verrohung der
Gesellschaft. „Jüdinnen und Juden fühlen
sich nicht sicher - auch hier im Saarland
nicht mehr“, sagte sie und verwies auf Be-
richte aus der Synagogengemeinde. Sie er-
innerte auch an die großen Demos vor
zwei Jahren, gegen rechte Hetze. Der Satz
„Nie wieder ist jetzt“ dürfe kein Ritual
sein, die Erinnerung daran nicht ver-
blassen. Gleichzeitig verband sie den
Kampf gegen Rechts mit sozialen Fragen.
Soziale Unsicherheit, Konkurrenzdruck
und Perspektivlosigkeit seien der Nähr-
boden für das Erstarken der rechten Partei-
en. Der „Ellenbogen-Egoismus“ dürfe sich
nicht weiter durchsetzen. „Der Kampf
gegen Rechts muss sich mit dem Wunsch
nach einem besseren Leben verbinden“,
sagte sie abschließend.
Nach ernsten und kämpferischen
Worten lud Die Linke die vielen
Gäste zum lockeren Teil des Abends
ein - bei gutem Essen, cooler Musik
der Kult-Band „Firma Holunder“,
Tanz und Gesprächen wurde auf das
neue Jahr 2026 angestoßen! © Text
Die Linke Homburg, Rainer Bierth,
Bilder: Chris Ehrlich
Ausgabe 163 / März 2026

