Page 10 - Stadtmagazin "es Heftche"® Neunkirchen | Ausgabe 324, April 2025
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 Zertifikat „Faires PJ“ für Diakonie Kliniken
Neunkirchen
Vorbildlicher Umgang mit Ärztinnen und Ärzten in der Ausbildung erneut bestätigt
job. Seine Heimat verlassen wollte er aber nicht. Studiert hat er in Homburg, für sein PJ ging es ins DKN. Alle drei Tertiale hat er in dem Akademischen Lehrkrankenhaus absolviert: in den Fachabteilungen für Chi- rurgie, Innere Medizin und Anästhesie, die von PJ-Studienleiter Gyenge geleitet wird. Dort hat es Schuler am besten gefallen: „Wir hatten quasi eine Eins-zu-eins-Be- treuung durch die Fachärzte, konnten sehr selbstständig und gut angeleitet arbeiten, uns wurde viel zugetraut. Das transportiert auch eine große Wertschätzung und macht
viel fürs Selbstbewusstsein, das man in so einem verantwortungsvollen Job einfach braucht“, resümiert der Bexbacher. Zu Be- ginn seines Praktischen Jahres war er nicht sicher, in welcher Fachrichtung er sich spezialisieren möchte. Nach seiner Zeit in der Anästhesie war klar: Er möchte Fach- arzt für Anästhesiologie werden. Im Team der Neunkircher Fachabteilug hat sich der Mediziner so wohl gefühlt, dass er nach seinem Studium geblieben ist und nun als Assistenzarzt im DKN arbeitet. „Das ist ein absoluter Gewinn für unser Team und unser Haus – und der Lohn für ein erfolg- reiches PJ-Curriculum“, fasst Gyenge zu- sammen.
 Das Diakonie Klinikum Neunkirchen (DKN) wurde für einen fairen Um- gang mit Ärztinnen und Ärzten in der Ausbildung zertifiziert. Dafür wur- den bundesweit Studierende befragt, die derzeit den praktischen Teil ihres Medizinstudiums, das Praktische Jahr (PJ), absolvieren. Alle am PJ be- teiligten Fachabteilungen des DKN konnten punkten. Das DKN schnei- det in einem bundesweiten Ranking der Akademischen Lehrkranken- häuser zum wiederholten Mal über- durchschnittlich gut ab.
          Faire Vergütung, kostenfreie Arbeits- kleidung, mindestens eine Mahlzeit pro Tag, regelmäßiger Unterricht, praktisches Arbeiten und einen Mentor, der sich kümmert – das alles sind Kriterien, die für das Zertifikat „Faires PJ“ entscheidend sind. Klingt selbstverständlich, für viele Medizinstudentinnen und -studenten sieht die Realität aber anders aus: Unterricht fin- det häufig nicht statt, die Studiernden über- nehmen vorwiegend fachfremde Aufgaben und werden nicht gut in den Arbeitsalltag eingebunden, die Höhe der Vergütung ist optional und wird deshalb häufig gar nicht angeboten. „Wenn das PJ vergütet wird, dann häufig so gering, dass die Stu- dierenden nicht davon leben können. Das macht das Studium unattraktiv, denn viele können es sich schlichtweg nicht leis- ten“, stellt PJ-Studienleiter und Chefarzt der Anästhesie im DKN, dr. med./Univ. Pécs Márton Gyenge fest. Deshalb setzt er sich dafür ein, dass sich die Bedingungen für angehende Mediziner kontinuierlich verbessern: Überdurchschnittliche Be- zahlung, ein wertschätzendes Lernumfeld, in dem die Studierenden fest in den Teams eingebunden sind und unter professionel- ler Anleitung praktizieren dürfen. Bei frei- willigen Zusatzdiensten, zum Beispiel im Nacht- oder Rettungsdienst, können die PJler zusätzlich Erfahrung sammeln und werden dafür fair entlohnt. Für den stell- vertretenden Ärztlichen Direktor Gyenge ist es wichtig, dass sich die angehenden Kolleginnen und Kollegen wohl fühlen
und die Möglichkeit haben, ihre Talente oder Interessen zu entdecken: „Wir bieten eine große medizinische Vielfalt an und vereinen umfangreiches Wissen in einem Haus. Mit den Studierenden kommuni- zieren wir auf Augenhöhe, geben Wissen und Erfahrungswerte weiter, sowohl theo- retisch als auch praktisch.“ Mit der qua-
Philipp Schuler (links) aus Bexbach ist nach seinem Praktischen Jahr im DKN geblieben: Die gute Ausbildung in der Anästhesie bei Chefarzt dr. med./Univ. Pécs Márton Gyenge (rechts) hat ihn überzeugt
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litativ hochwertigen Ausbildung möchte die Klinik dem Ärztemangel entgegen- wirken und den Nachwuchsmedizinern auch außerhalb von Großstädten eine Perspektive bieten. Dem Ärztemangel ent- gegenwirken: Heimatnah studieren und arbeiten Das hat auch den Saarländer Philipp Schuler überzeugt: Als Mediziner
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zu arbeiten war schon lange sein Traum-
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