Raus mit den Rangern
Entdecken, erleben, schützen – Welt-Ranger-Tag 2026
Natur hautnah erleben und dabei die unverzichtbare Arbeit der Rangerinnen und Ranger kennenlernen: Anlässlich des Welt-Ranger-Tags am 31. Juli 2026 lädt die Naturwacht Saarland in Trägerschaft der Naturlandstiftung Saar als Teil der Nationalen Naturlandschaften zu ihren Führungen „Ranger im Saarland und weltweit“ ein.
Teilnehmende erhalten dabei spannende Einblicke in den vielseitigen Berufsalltag. Gleichzeitig lenkt der Aktionstag den Blick auf die globale Bedeutung der Rangerarbeit für Natur- und Klimaschutz und macht sich für bessere und sichere Arbeitsbedingungen stark.
Viele Menschen wissen gar nicht, dass auch im Saarland Ranger im Einsatz sind. Mit den Führungen möchte die Naturwacht Saarland ihre Arbeit sichtbarer machen und zeigen, welchen wichtigen Beitrag die Rangerinnen und Ranger täglich für den Schutz unserer heimischen Natur leisten.
Bereits am 12. Juli 2026 führte Ranger Patric Heintz Interessierte durch die Kernzone Taubental im Kirkeler Wald. Im Mittelpunkt standen die vielfältigen Aufgaben von Rangerinnen und Rangern sowie die Besonderheiten der Kernzone, die sich seit 2006 als „Urwald von morgen“ entwickeln darf.
Die nächste Gelegenheit bietet sich am Sonntag, 2. August 2026, von 17:00 bis ca. 19:00 Uhr beim Abendspaziergang „Ranger im Saarland und weltweit“ im Naturschutzgebiet Wolferskopf bei Beckingen. Ranger Frank Grütz gibt dabei Einblicke in seinen Berufsalltag sowie in die Natur- und Kulturgeschichte des Schutzgebietes. Treffpunkt ist der Parkplatz am Fischerberghaus Beckingen-Saarfels. Die Teilnahme kostet 4 Euro, Kinder ab zehn Jahren zahlen 2 Euro. Anmeldungen sind unter 0174 9503521 möglich.
Wie vielfältig die Arbeit der Ranger auch im Saarland ist, zeigte sich kürzlich bei der Reviertour „Heimat näher im Blick“ mit Umweltministerin Petra Berg, Bliesgau-Ranger Michael Keßler und dem Leiter der Naturwacht Saarland, Frank Grütz. Im Naturschutzgebiet Birzberg informierte sich die Ministerin über die tägliche Arbeit der Ranger und den Schutz wertvoller Lebensräume.
Zum 20. Mal würdigt der World Ranger Day die unverzichtbare Arbeit von Rangerinnen und Rangern weltweit. Unter dem Motto „Ranger: Wächter eines sich wandelnden Planeten“ stehen sie im Mittelpunkt – Menschen, die sich tagtäglich für den Schutz von Natur, Artenvielfalt und einzigartigen Landschaften einsetzen. In den Nationalparken, Naturparken, Biosphärenreservaten und Wildnisgebieten – den Nationalen Naturlandschaften – bieten zahlreiche Veranstaltungen Gelegenheit, den Rangerinnen und Rangern über die Schulter zu schauen: https://nationale-naturlandschaften.de/world-ranger-day-2026-veranstaltungen/
Rund 850 Rangerinnen und Ranger in Deutschland stehen für eine professionelle Betreuung der Schutzgebiete. Ihr Beruf ist anspruchsvoll, vielseitig und hochrelevant für die Zukunft: Sie dokumentieren Arten, schützen sensible Lebensräume und sorgen dafür, dass Verhaltensregeln in der Natur eingehalten werden. Gleichzeitig wirken sie als Vermittler zwischen Menschen und
Natur, etwa im Gespräch mit Schutzgebietsgästen und Anwohnenden, bei Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche oder in der Zusammenarbeit mit Landnutzenden. Durch ihre tägliche Arbeit stärken sie in der Gesellschaft das Verständnis für ökologische Zusammenhänge und schaffen Naturerlebnisse, die Menschen für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen begeistern.
Ihre Einsatzorte sind vorrangig die Nationalen Naturlandschaften – ein Bündnis aus 141 Gebieten von den Küsten bis in die Alpen. Diese sind wichtige Rückzugsräume für bedrohte Arten und bieten Menschen zugleich naturschonende Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
Weltweit nehmen etwa 285.000 Rangerinnen und Ranger eine Schlüsselrolle darin ein, globale Naturschutzziele zu erreichen. Rund 150 von ihnen verlieren jedes Jahr im Dienst ihr Leben – insbesondere durch Wilderer, Angriffe von Wildtieren und Naturkatastrophen. Der Welt-Ranger-Tag macht global auf die schwierigen Arbeitsbedingungen aufmerksam und fordert erhebliche Verbesserungen – wie faire Löhne, gute Aus- und Weiterbildung und angemessene Ausstattung.
„Gegenseitiger Respekt und Verständnis füreinander, Schutzgebietsregeln anerkennen und ein wenig Verzicht im täglichen Leben helfen, unsere einzigartige Natur auch für kommende Generationen zu erhalten.“, betont Jens Liß, Co-Vorsitzender des Bundesverbands Naturwacht e. V. Der Verband ruft anlässlich des Welt-Ranger-Tags jährlich zu Spenden auf, die an die Thin Green Line Foundation gehen. Diese unterstützt Rangerinnen und Ranger weltweit unter anderem mit Schutzausrüstung, Erste-Hilfe-Paketen und Fortbildungsangeboten.
Auch im Saarland können wir stolz darauf sein, dass unsere Rangerinnen und Ranger gemeinsam mit zahlreichen ehrenamtlich Engagierten Tag für Tag unsere Natur schützen und wertvolle Lebensräume für kommende Generationen bewahren.
Weitere Informationen zu den Führungen und das vollständige Führungsprogramm der Naturwacht Saarland gibt es unter www.naturwacht-saarland.de. © Naturlandstiftung Saar

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