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Mach was Großes draus!

Arbeitsministerium startet Minijob-Kampagne

Unter dem Slogan „Minijob? – Mach was Großes draus!“ ist die neue Informationskampagne des saarländischen Arbeitsministeriums gestartet. Hauptziel ist es über die langfristigen Auswirkungen von geringfügiger Beschäftigung (Minijobs) hinzuweisen und Wege in reguläre Arbeitsverhältnisse aufzuzeigen.

„Minijobs leisten in bestimmten Lebenssituationen einen wichtigen Beitrag zur Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und bieten beispielsweise für Studierende eine sinnvolle Möglichkeit zur Arbeit. Gleichzeitig darf nicht übersehen werden, dass geringfügige Beschäftigung keine gleichwertige Alternative zu sozialversicherungspflichtiger Arbeit darstellt. Mit unserer Kampagne möchten wir Transparenz schaffen, über Chancen und Risiken aufklären und Orientierung im komplexen System der Beschäftigungsformen bieten“, erklärt Arbeitsminister Magnus Jung. 

Der Anteil der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten im Saarland liegt bei 12,5 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt. Im Jahr 2025 waren im Saarland insgesamt 55.453 Menschen ausschließlich geringfügig entlohnt beschäftigt. Davon waren 31.990 Frauen und 23.463 Männer. Ein Drittel aller Minijobbenden sind Frauen, die ausschließlich geringfügig entlohnt beschäftigt sind. Dabei verfügen rund 44,8 Prozent dieser Frauen über einen Berufsabschluss, bei den Männern sind es rund 49,6 Prozent. Zu den häufigsten Arbeitsfeldern zählen die Reinigungsbranche, die Gastronomie sowie Bürotätigkeiten.

Mit der Minijob-Kampagne wird das Ziel verfolgt, einen Beitrag zur Fachkräftesicherung zu leisten, die individuelle soziale Absicherung von Beschäftigten zu stärken und bestehende strukturelle Benachteiligungen – insbesondere von Frauen am Arbeitsmarkt – sichtbar zu machen und langfristig abzubauen. Die Informationskampagne ist hierbei als Impuls zu verstehen, der Bewusstsein schaffen und Veränderungsprozesse anstoßen kann. Die Kampagne wird von den regulären arbeitsmarkt- und gleichstellungspolitischen Maßnahmen des Ministeriums flankiert.

Die medienübergreifende Kampagne wurde gemeinsam mit der Werbeagentur Jungen & Thönes entwickelt und läuft noch bis Ende September. Neben saarlandweiten Out-Of-Home Standorten wird die Kampagne auch in Printmedien und auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums zu sehen sein. Zentrales Element ist die Kampagnenwebsite die unter www.saarland.de/minijob ab sofort erreichbar ist. © Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit

Schenk, Silvia
20. Mai 2026