Leuchtturm-Projekt des Hochschulbaus auf der Zielgeraden
Neues Zentrum für Biophysik an der Universität des Saarlandes fertiggestellt
Anlässlich der kurz bevorstehenden Übergabe des Gebäudes an die Universität des Saarlandes machten sich Baustaatssekretär Torsten Lang und Universitätspräsident Professor Ludger Santen nun gemeinsam ein Bild von dem Forschungsneubau.
Das Land errichtete das Zentrum für Biophysik mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt für rund 49 Millionen Euro. Noch Ende September wird der Neubau in die Verantwortung der Universität übergehen, die sich dann im nächsten Schritt um die Ersteinrichtung der neuen Räume und die Umzüge der Arbeitsgruppen kümmern wird. Baustaatssekretär Torsten Lang hob die beträchtlichen Investitionen hervor, die über den Staatlichen Hochbau in den Ausbau der Wissenschaftsinfrastruktur des Saarlandes geflossen sind. „Wir haben allein in den vergangenen vier Jahren 180 Millionen Euro für Baumaßnahmen an der Universität verausgabt und werden auch in den nächsten Jahren alle Möglichkeiten nutzen, weiter in die Universität zu investieren. Die Fertigstellung des neu gebauten Zentrums für Biophysik ist sichtbares Zeichen dieses Investitionsschwerpunktes der Landesregierung.“ Weitere Leitprojekte an der Universität sind die jüngst fertiggestellte bauliche Neustrukturierung der Philosophischen Fakultät mit Gesamtbaukosten in Höhe von 65,5 Mio. Euro und ein noch in der Bauausführung befindlicher Neubau für die Medizinische Fakultät in Homburg mit 33,5 Mio. Euro Gesamtbaukosten“
Modernste Forschungsumgebung mit exzellenten Arbeitsbedingungen in ansprechend gestaltetem Umfeld
Die auf rund 4.000 Quadratmetern Nutzfläche entstandenen hochmodernen Forschungsflächen sind für einen Bezug durch die Bereiche Theoretische Physik und Experimentalphysik vorgesehen. Insbesondere der Experimentalbereich wird künftig auf hervorragend ausgestattete chemische, biologische und physikalische Labore, aber auch auf einen Reinraum, Sonderlaborflächen und Großgeräte der neuesten Generation zugreifen können. Das unter der Leitung der Landesbauverwaltung in enger Abstimmung mit dem Wissenschaftsministerium und der Universität entwickelte Bauvorhaben setzt werkgetreu den 2018 in einem Realisierungswettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichneten Beitrag des Planungsbüros NOVA Michael Beck Architekten um. Für die Gestaltung der Außenanlagen zeichnet der Saarlouiser Landschaftsarchitekt Carlos Stuckert verantwortlich. Die am neuen Hauptzugang aufgestellte, eigens für diesen Standort entwickelte Skulptur „Phi“ stammt von den Frankfurter Künstlern Winter und Hoerbelt, die mit ihrem Beitrag als Sieger aus einem Kunstwettbewerb hervorgegangen waren. Beim Rundgang durch das Gebäude wird der Leitgedanke des Gebäudeentwurfs, die Förderung von Kooperation und Kommunikation deutlich. Ein zwischen zwei begrünten Innenhöfen gelegener Bereich ist über alle Geschosse als zentrale Aufenthalts- und Kommunikationszone gestaltet. Eine multifunktional nutzbare Treppe durchzieht das Gebäude und verbindet alle Abteilungen untereinander und mit dem kommunikativen Kern, der Raum und Gelegenheit für den gewünschten interdisziplinären Austausch bietet. Im Kontrast dazu stehen die effizient organisierten Labor- und Bürobereiche der einzelnen Abteilungen. Sie ermöglichen Rückzug und konzentriertes Forschen unter optimalen Arbeitsbedingungen. Die Grundrissorganisation, die Anordnung der Technikzentralen und die ausreichend vorhandenen Installationsräume ermöglichen eine flexible Anpassung an die unterschiedlichen Anforderungen aktueller und künftiger Arbeitsgruppen. Insgesamt ist ein hochmodernes, nachhaltiges Forschungsgebäude mit langfristigem Mehrwert für die Universität und den Wissenschaftsstandort entstanden. Universitätspräsident Prof. Ludger Santen: „Dieser hochkarätige Forschungsneubau wurde nach einem an-spruchsvollem Wettbewerbsverfahren nach Art. 91b Grundgesetz von Bund und Land gemeinsam finanziert. Wir können nun rund 130 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern herausragende Arbeitsbedingungen bieten. In den Laboren werden die Forsche-rinnen und Forscher künftig nicht nur interdisziplinär, sondern auch standortübergreifend eng zusammenarbeiten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse können beispielsweise dazu beitragen, die Funktionsweise des Zytoskeletts in biologischen Zellen besser zu verstehen.“
Sicherung und Weiterentwicklung des Premium-Forschungs- und Lehrstandorts durch konsequente Investitionen der Landesregierung
„Der Forschungsneubau zeigt, dass das Saarland auch unter schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig bleibt und wichtige Zukunftsinvestitionen konsequent umsetzen kann. Zugleich sorgen wir über die soziale Wohnraumförderung dafür, dass auf dem Campus wieder bezahlbarer Wohnraum entsteht. Ein erster Abschnitt mit 226 geförderten Studierendenappartements wurde vom Land mit einem Zuschuss von rund 11,65 Mio. Euro unterstützt und ist bereits an Studierende vermietet, weitere Abschnitte folgen.“, so Staatssekretär Torsten Lang abschließend. „All dies stärkt das Vertrauen in den Wissenschaftsstandort und verbessert die Voraussetzungen, um kluge Köpfe zu gewinnen und dauerhaft im Land zu halten. Damit investiert das Saarland nicht nur in ein Gebäude, sondern vor allem in seine Zukunftsfähigkeit.“ © Ministerium für Inneres, Bauen und Sport




