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Ehemaliges Kaufhof-Areal

Sicherheits- und Verwaltungszentrum soll entstehen

Der Stadtrat der Kreisstadt Neunkirchen hat in seiner Sitzung vom 23. September entschieden, das geplante Sicherheits- und Verwaltungszentrum im ehemaligen Kaufhof-Areal entstehen zu lassen. Der Rat ist damit einer Empfehlung der Stadtverwaltung gefolgt, die anhand einer Entscheidungsmatrix mit neun Kriterien insgesamt zehn Standorte geprüft hat. Auf Platz eins der Standorte liegt das Kaufhof-Areal.

Staatssekretär Lang: Areal schafft Möglichkeit, Sicherheit neu zu denken
„Mit dem Areal des ehemaligen Kaufhofs schaffen wir die Möglichkeit, Sicherheit ganz neu zu denken: Die relevanten Sicherheitsakteure können unter einem Dach zusammenkommen und zugleich ihre jeweiligen Zuständigkeiten und rechtlichen Anforderungen wahren. Damit entstehen kurze Wege und eine enge Abstimmung zwischen Polizei, Ordnungsamt und den kommunalen Sicherheitskräften. Das stärkt die Präsenz vor Ort und ermöglicht schnelle, abgestimmte Lösungen für die Menschen in der Innenstadt“, sagte Staatssekretär Torsten Lang.

OB Aumann: Standortentscheidung ist wichtige Wegmarke für Sicherheitszentrum
„Ich danke dem Stadtrat für diesen Beschluss. Mit der Entscheidung über den Standort nehmen wir eine wichtige Wegmarke für das Sicherheits- und Verwaltungszentrum. Nun können wir in die konkrete Planung am ehemaligen Kaufhof-Areal gehen. Das Sicherheits- und Verwaltungszentrum ist das zentrale Projekt für unsere Stadt. Das Zentrum schafft eine stärkere Polizeipräsenz in der Innenstadt und verbessert die Zusammenarbeit von Vollzugspolizei, Ortspolizei und Kreispolizei“, sagte Oberbürgermeister Jörg Aumann.

Landrat Meng: Sicherheit muss sichtbar und präsent sein
„Sicherheit ist für die Menschen eines der wichtigsten Themen überhaupt. Deshalb begrüßen wir die Idee, Polizei, Ordnungsbehörden und weitere sicherheitsrelevante Einrichtungen an einem gemeinsamen Standort in der Neunkircher Innenstadt zu bündeln. Eine solche Konzentration schafft kurze Wege, stärkt die Zusammenarbeit der Behörden und kann das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger spürbar verbessern. Sicherheit muss sichtbar und präsent sein“, sagte Landrat Sören Meng.

Kaufhof-Areal geeignetster Standort unter zehn Alternativen
Insgesamt hat die Verwaltung in ihrer Entscheidungsmatrix zehn potentielle Standorte in der zentralen Innenstadt in zwei Schritten geprüft. Die Bewertungsskala reichte von 0 (Ausschlusskriterium), 1 (mangelhaft), 2 (ausreichend), 3 (befriedigend), 4 (gut) bis 5 (sehr gut). Im ersten Schritt wurden zehn Standorten geprüft, von denen acht aus der weiteren Betrachtung ausgeschlossen werden mussten, zum Beispiel aufgrund nicht ausreichender Grundstücksgröße.

Die verbliebenen zwei potentielle Standorte wurden im zweiten Schritt einer detaillierten Untersuchung unterworfen. Die zehn leitenden Kriterien waren hierbei:

städtebauliche Einbindung
Erreichbarkeit für Bürgerinnen und Bürger
Erreichbarkeit zu Einsatzschwerpunkten
Grundstückeignung (z.B. Planungsrecht)
Sicherheitsanforderungen
Parken und Mobilität
Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit
Insgesamt waren nach der Methodik maximal 5 Punkte erreichbar. Das ehemalige Kaufhof-Areal erreichte 4,25 Punkte, der andere verbliebene Standort – das derzeitige Hauptpost-Areal – 3,35 Punkte. Im Fazit der Entscheidungsmatrix heißt es hierzu: „Durch die zentrale Lage in der Innenstadt sowie die Tatsache, dass sich das ehemalige Kaufhofareal im Eigentum der Kreisstadt Neunkirchen befindet, ist das Areal des ehemaligen Kaufhofgeländes mit 4.25 zu 3.35 gewichteten Punkten als der geeignete Standort für ein Sicherheits- und Verwaltungszentrum in der Kreisstadt Neunkirchen zu betrachten.“

Letter of Intent als Grundlage des Sicherheitszentrums
Landesregierung, Landkreis und Kreisstadt haben sich im Juni diesen Jahres in einem Letter of Intent darauf verständigt, ein gemeinsames „Zentrum für Sicherheit“ zu errichten. Dort sollen die Polizeiinspektion Neunkirchen, das Ordnungsamt der Kreisstadt, Teile der Kreisverwaltung (insbesondere die Kreispolizeibehörde) sowie perspektivisch das Haus des Jugendrechts mit der Jugendgerichtshilfe unter einem Dach untergebracht sein.

Die räumliche Nähe sorgt für eine Verkürzung der Informationswege, eine schnellere Abstimmung bei Einsatzlagen und eine effizientere Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen. Zudem werden damit präventive Maßnahmen und die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe und weiteren Partnern ausgebaut sowie bestehende Netzwerke aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft gestärkt. Darüber hinaus erhöht sich die Präsenz der Polizei und der Ordnungsbehörden in der Innenstadt. © Stadt NK

Schenk, Silvia
24. Sep 2026