Lange Nacht der Demokratie
"Wem würde ich ein Denkmal widmen?!"
Was bedeutet Erinnern in einer demokratischen Gesellschaft? Mit dieser Frage haben sich Auszubildende des TGBBZ I im Projekt „Wem würde ich ein Denkmal widmen?!“ beschäftigt und eigene Ideen für zeitgemäße Formen des Gedenkens entwickelt. Vorgestellt werden die Arbeiten ab dem 2. Oktober 2026 im Historischen Museum Saar – im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie.
Wem geben wir einen Platz in unserer Erinnerung? Und woran sollte eine demokratische Gesellschaft heute erinnern? Mit diesen Fragen haben sich Auszubildende des Technisch-Gewerblichen Berufsbildungszentrums I (TGBBZ I) Saarbrücken auseinandergesetzt. Ihre Antworten sind in der Präsentation „Wem würde ich ein Denkmal widmen?!“ zu sehen, die am 2. Oktober um 17.00 Uhr im Historischen Museum Saar eröffnet wird. Die Lange Nacht der Demokratie lädt saarlandweit dazu ein, Demokratie zu erleben, mitzugestalten und miteinander ins Gespräch zu kommen. Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger: „Im Historischen Museum Saar zeigen junge Menschen wie lebendig Erinnerungskultur sein kann. Damit wird zugleich deutlich, worum es bei der Langen Nacht der Demokratie, die federführend von der Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken mitorganisiert wird, geht: die Schaffung von Räumen für Begegnung, Austausch und neue Ideen." Die Präsentation greift diese Gedanken auf: Gemeinsam mit der Künstlerin Frauke Eckhardt, dem Landesverband Sinti & Roma Saarland und der Landeshauptstadt Saarbrücken haben sich die angehenden Bauzeichnerinnen und Bauzeichner mit der Frage beschäftigt, wie Erinnerung heute gestaltet werden kann. Ausgangspunkt des Projekts war der Gedenkort „Nachhall“ im Echelmeyerpark, der an die im Nationalsozialismus ermordeten saarländischen Sinti und Roma erinnert. Die Schülerinnen und Schüler hinterfragten bestehende Denkmäler: Welche Geschichte wird erzählt? Welche Perspektiven fehlen? Und welche Themen sind für junge Menschen heute wichtig? Aus diesen Überlegungen entwickelten sie eigene Ideen für neue Formen des Gedenkens. Aus ersten Gedanken wurden Skizzen und schließlich Modelle. Dabei verbanden die Auszubildenden historische und gesellschaftliche Fragestellungen mit ihrem beruflichen Können als angehende Bauzeichnerinnen und Bauzeichner. Zur Eröffnung sprechen Museumsdirektor Dr. Peter Henkel, Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger und Wolfgang Klein, Schulleiter des TGBBZ I. Anschließend laden die künstlerische Leiterin Frauke Eckhardt und beteiligte Schülerinnen und Schüler zu einem gemeinsamen Rundgang ein, stellen die entstandenen Arbeiten vor und berichten von ihren Überlegungen zum Thema Erinnerung und Gedenken.
Die Präsentation „Wem würde ich ein Denkmal widmen?!“ ist vom 3. Oktober bis 8.
November 2026 im Historischen Museum Saar, Schlossplatz 15, 66119 Saarbrücken,
zu sehen. © Hist. Museum Saar

