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NK 343 — Nov. 2026

Vereidigung in der Illipse Illingen

159 neue Polizeianwärterinnen und -anwärter für ein sicheres Saarland

Verstärkung für die Saar-Polizei: In der Illipse Illingen sind 159 Kommissaranwärterinnen und -anwärter feierlich für den Polizeidienst im Saarland vereidigt worden. Unter ihnen befinden sich 18 Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule Polizei. Damit setzt die Landesregierung ihren konsequenten Kurs des Personalaufwuchses fort und schafft zugleich die Voraussetzungen dafür, dass die Polizei auch angesichts einer sich wandelnden Sicherheitslage leistungsfähig und zukunftsfest bleibt.

„Mit der Vereidigung von 159 jungen Menschen gewinnen wir nicht nur einfach dringend benötigte Verstärkung für unsere Polizei, sondern auch engagierte Menschen, die Verantwortung für unser Land und seine Bürgerinnen und Bürger übernehmen. Wir investieren deshalb konsequent in mehr Personal, eine moderne Ausbildung, die Entlastung unserer Polizeikräfte und eine zeitgemäße Ausstattung. Denn wer für die Sicherheit der Menschen im Saarland sorgt, muss sich auf seinen Staat verlassen können“, sagt Innenminister Reinhold Jost. 

Landesregierung treibt Nachwuchsgewinnung und Entlastung der Polizei voran

Die Landesregierung verfolgt einen klaren Kurs: Bis zum Jahr 2032 soll die Zahl der Planstellen für Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte auf 2.900 steigen. Mit dem Doppelhaushalt für die Jahre 2026/2027 wird der Stellenplan bereits 2.764 Planstellen erreichen. Aktuell umfasst der Bestand 2.559 Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte.

Die Einstellungszahlen bewegen sich bereits seit mehreren Jahren auf einem konstant hohen Niveau. Seit dem Einstellungsjahrgang 2022 wurden insgesamt 547 Polizeianwärterinnen und -anwärter eingestellt. 159 treten jetzt noch hinzu. Parallel dazu wurde die berufliche Perspektive innerhalb der Behörde gestärkt: Seit 2022 konnten insgesamt 1.011 Beförderungen umgesetzt werden.

Die Landesregierung setzt dabei nicht allein auf zusätzliche Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte. Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist auch die Entlastung des vorhandenen Personals. Unter dem Leitmotiv „Tarif vor Polizei“ werden Aufgaben, die nicht zwingend durch Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte wahrgenommen werden müssen, zunehmend von Tarifbeschäftigten übernommen.

Im Rahmen der bisherigen Tarifoffensive wurde die saarländische Polizei bereits um 52 zusätzliche Tarifbeschäftigte verstärkt. Seit 2022 gab es im Tarifbereich insgesamt 153 Einstellungen. Mit der Tarifoffensive 2.0 kommen weitere 25 Stellen hinzu.

„Damit schafft die Landesregierung zusätzliche Freiräume für die Polizei: Wo administrative Aufgaben von Tarifbeschäftigten übernommen werden können, sollen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte wieder verstärkt für ihre eigentlichen Kernaufgaben und für eine sichtbare Präsenz im öffentlichen Raum zur Verfügung stehen“, so Minister Jost.

Moderne Ausbildung für neue Herausforderungen

Die Anforderungen an die Polizei verändern sich spürbar. Neben den klassischen Kriminalitätsformen gewinnen Cyberangriffe, hybride Bedrohungen, Angriffe auf Einsatzkräfte und digitale Gewalt zunehmend an Bedeutung. 

Es geht nicht nur um eine Stärkung der personellen Ressourcen, sondern ebenso um die qualitative Weiterentwicklung der Polizei. Ein wesentlicher Bestandteil ist die inhaltliche Neugestaltung der Ausbildung, mit der die Nachwuchskräfte gezielt auf die gegenwärtigen und kommenden Anforderungen ihres Berufs vorbereitet werden.

„Unsere Polizei muss heute auf ein deutlich breiteres Spektrum an Herausforderungen vorbereitet sein als noch vor einigen Jahren. Dafür brauchen wir gut ausgebildete Nachwuchskräfte, die über die notwendigen Kompetenzen verfügen und zugleich auf eine moderne Ausstattung zurückgreifen können. Mit der Neugestaltung der Ausbildung und unseren Investitionen schaffen wir dafür die notwendigen Voraussetzungen“, so der Innenminister.

Rund 18 Millionen Euro für Schutz und moderne Einsatzmittel

Ein weiterer Schwerpunkt der Landesregierung ist die Modernisierung der Ausstattung. Insbesondere der Schutz der Einsatzkräfte steht dabei im Mittelpunkt. Seit 2024 wurden Investitionen von rund 18 Millionen Euro bereitgestellt.

Finanziert und beschafft wurden unter anderem moderne Eigensicherungsmittel, neue Dienstwaffen, Aktivgehörschutz, Tourniquets sowie weitere persönliche Schutzausstattung. Parallel wurde der Bestand an Tasern weiter ausgebaut. 

Digitalisierung der Polizeiarbeit wird weiter vorangetrieben

Auch die Digitalisierung der Polizeiarbeit wird konsequent weiterentwickelt. Mit der Einführung neuer Vorgangsbearbeitungssysteme, der P20-Suche und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Onlinewache werden sowohl die Ermittlungsarbeit als auch der Bürgerservice verbessert.

Modernes Polizeirecht für neue Herausforderungen

Neben der personellen, technischen und digitalen Weiterentwicklung werden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen an die Anforderungen moderner Polizeiarbeit angepasst. Mit der Novellierung des Polizeigesetzes und des Polizeidatenverarbeitungsgesetzes werden die gesetzlichen Grundlagen entsprechend fortentwickelt.

 

Leistungsfähige Polizei als Fundament für ein sicheres Saarland

Wie leistungsfähig die saarländische Polizei bereits heute ist, zeigen auch die aktuellen Zahlen: Bei 66.372 registrierten Straftaten liegt die Aufklärungsquote bei 62,3 Prozent. 

„Wir wollen ein sicheres Saarland und dafür brauchen wir eine starke, leistungsfähige und moderne Polizei. Die heute vereidigten Nachwuchskräfte sind ein wichtiger Teil dieser Zukunft. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass die Kolleginnen und Kollegen, die bereits heute tagtäglich für unsere Sicherheit im Einsatz sind, entlastet, besser geschützt und mit moderner Technik ausgestattet werden. Unser Kurs ist deshalb klar: konsequenter und stetiger Personalaufwuchs, kombiniert mit einer qualitativen Stärkung der Saar-Polizei“, betont Minister Jost. © Ministerium für Inneres, Bauen und Sport

Schenk, Silvia
22. Okt 2026