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HOM 171 — Nov. 2026

IPSTA: Neue interprofessionelle Ausbildungsstation in der UKS-Neurochirurgie

Klinische Ausbildung von Pflegefachkräften, Ärztinnen und Ärzten sowie weiterem medizinischen Fachpersonal

In der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) wurde nun eine Station eröffnet, die die klinische Ausbildung von Pflegefachkräften, Ärztinnen und Ärzten sowie weiterem medizinischen Fachpersonal verbessern soll. Die interprofessionelle Ausbildungsstation (IPSTA) setzt dabei nicht nur auf den berufsgruppenübergreifenden Austausch, sondern ebenso auf einen breiten Fallmix und eine enge Betreuung beim praktischen Lernen. Die auf der Station behandelten Patientinnen und Patienten profitieren davon, besonders engmaschig versorgt zu werden.

„Mit der Eröffnung erreichen wir einen weiteren großen Meilenstein am UKS“, betont Serhat Sari, Pflegedirektor und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums des Saarlandes. Die IPSTA ist die mittlerweile zweite interprofessionelle Ausbildungsstation am UKS. Das Grundkonzept solcher Stationen ist, dass dort der medizinische Nachwuchs berufsgruppenübergreifend praktisch lernen kann. Auszubildende Pflegefachkräfte kommen mit Assistenzärztinnen und -ärzten, Auszubildenden der Physiotherapie, Medizinstudierenden und anderen Professionen und Gruppen zusammen. Das alles unter Anleitung erfahrener Fachkräfte aus den unterschiedlichen Berufsfeldern. „Im Mittelpunkt stehen dabei wieder unsere Patientinnen und Patienten. Um ihnen eine bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen, braucht es bestens ausgebildetes Personal. Genau das garantieren wir mit Angeboten wie der IPSTA.“ Bereits vor dem Start der neuen Station wurde eng zusammengearbeitet, um gemeinsam das Konzept auf den Weg zu bringen und es schließlich umzusetzen. Besonders am Herzen liegt die interprofessionelle Ausbildungsstation auch Martin Klotz, der das Projekt als Pflegedienstleitung des Neurozentrums seit Anfang an begleitet. „Die IPSTA ist eine eigenständige Station mit insgesamt sechs Betten, die rund um die Uhr betrieben wird. Sie ist immer mindestens mit einer ausgebildeten Pflegefachkraft besetzt und wird stationsärztlich mitbetreut. Im wochentäglichen Tagdienst steht zudem ganztägig eine freigestellte Praxisanleitung bereit, um in der praktischen Pflege der Patientinnen und Patienten anzuleiten.“ Damit die Auszubildenden, Praktikantinnen und Praktikanten sowie der ärztliche Nachwuchs möglichst viele unterschiedliche Krankheitsbilder kennenlernen, werden passende Patientinnen und Patienten gezielt auf die Station gelegt. Neben einem ausgewählten Fallmix hat man dabei auch im Blick, wer für die IPSTA geeignet ist. Als Normalstation versorgt sie keine Intensivpatientinnen und -patienten mit besonderem Betreuungsbedarf. Martin Klotz ist zudem davon überzeugt, dass die Station ein Gewinn für alle Beteiligten ist. „Die Ausbildungsbetreuung ist sehr intensiv. Es steht immer jemand zur Verfügung, der Fragen beantworten oder praktisch anleiten kann. Man kann auf der IPSTA viel lernen, Gelerntes anwenden und vertiefen, ebenso ist die Lernqualität extrem hoch.“ Zudem habe sich schon bei der ersten interprofessionellen Ausbildungsstation in der Kinderklinik des UKS gezeigt, dass der berufsübergreifende Ansatz ganz zentral ist. Denn die Zusammenarbeit zwischen den Professionen gehört später zum Arbeitsalltag und es hilft allen, diesen Austausch bereits während der Ausbildung bzw. beim Einstieg in den Beruf zu trainieren. „Das Ausbildungsangebot der IPSTA können wir dabei einigen Gruppen anbieten: Den Assistenzärztinnen und -ärzten, den Pflege- und Physiotherapie-Azubis, den Medizinstudierenden in ihrem Praktikum und nicht zuletzt auch unseren ausländischen Pflegefachkräften in ihrer Anerkennungsphase.“ Die höhere Personalbesetzung und der Ausbildungsanspruch führt schließlich dazu, dass auch die Patientinnen und Patienten profitieren: Sie werden auf der Station engmaschig und umfangreich betreut. Auch aus ärztlicher Sicht ist das Projekt ein bedeutsamer Schritt, erläutert der Direktor der Klinik für Neurochirurgie am UKS Prof. Dr. Joachim Oertel. „Unser Fachgebiet ist extrem vielseitig und spannend, aber auch anspruchsvoll. Auf der neuen Station können wir das Fachpersonal sehr gut ausbilden und den Nachwuchs für die Neurochirurgie begeistern.“ Die IPSTA ist ein wichtiger Baustein, um die Neurochirurgische Versorgung am UKS für die Zukunft gut aufzustellen. Die Klinik möchte junges Fachpersonal für die Disziplin interessieren und so für die Arbeit dort gewinnen, was erfahrungsgemäß am besten in der Praxis und vor Ort funktioniert. Und gerade für den ärztlichen Nachwuchs ist der interprofessionelle Aspekt ebenfalls zentral, erläutert Prof. Dr. Oertel: „Eine gute Versorgung unserer Patientinnen und Patienten setzt eine gute Zusammenarbeit voraus. Das können die Assistenzärztinnen und -ärzte der Neurochirurgie auf der IPSTA sehr gut trainieren.“ Die UKS-Neurochirurgin Aline Barthels betreut die jungen Medizinerinnen und Mediziner engmaschig bei ihrem Einsatz auf der Station, sowohl was die medizinisch-fachlichen Themen als auch den interprofessionellen Austausch angeht.

 

Für alle Beteiligten ist klar: Die IPSTA hat viel Potenzial und auch in Zukunft soll das Angebot fortlaufend optimiert werden, um die Fachkräfte bestmöglich praktisch auszubilden. © UKS

Schenk, Silvia
07. Okt 2026