„Die Geißeln des Krieges“
Ein Vortag in der Stengel-Kirche Wellesweiler
Der Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte. Landeskunde und Volkskultur e.V, und die Aleksandra – Stiftung zur Förderung Westricher Geschichtsforschung laden zu einem Vortag, am 15.06.2022, 19.00 Uhr, in der Stengel-Kirche in Wellesweiler ein. Es spricht Frau Prof. Dr. Claudia Ulbrich, FU Berlin.
„Die Geißeln des Krieges“- Zum Tod von Constantin von Sachsen-Weimar-Eisenach 1793 in Wiebelskirchen
Constantin, Prinz von Sachsen – Weimar – Eisenach, der Sohn der Herzogin Anna Amalia, nahm 1792 am Frankreichfeldzug teil. Im September 1793 erlag er im Feldlager in Wiebelskirchen einer Typhusinfektion. Seine adlige Geburt sicherte ihm zwar eine bessere medizinische Versorgung zu als den meisten Soldaten und Zivilisten jener Zeit, schützte ihn aber nicht vor den von allen Beteiligten gefürchteten „Geißeln des Krieges“: Krankheit, Hunger und Not. Ihnen fielen in jener Zeit weit mehr Menschen zum Opfer als unmittelbarer kriegerischer Gewalt. Im Vortrag werden Einblicke in das Leben während des Ersten Koalitionskrieges gegeben, in dem unsere Region unfreiwillig zum Kriegsschauplatz wurde. Die regionalen Geschehnisse werden in einen größeren Zusammenhang eingeordnet, in dem nicht nur Ursachen und Verlauf des Krieges, sondern auch die von Krankheit, Tod und Trauer geprägten Lebenswelten der Menschen beleuchtet werden. Dabei kommt auch das Weimar der Goethezeit in den Blick, wo Anna Amalia den Tod ihres Sohnes, dem die militärische Laufbahn vorherbestimmt war, betrauerte.
Von Nichtmitgliedern wir ein Eintritt von 5 EURO erbeten.

