Ein außergewöhnlicher Weg
Die Leidenschaft erfolgreich zum Beruf gemacht
Nicht viele junge Menschen haben die Möglichkeit sich ihren berufliche Traum, den sie schön früh verspüren, wirklich in die Tat umzusetzen. Vor zwei Jahren haben wir hier über einen jungen Mann berichtet, der dies vor hatte und dies auch konsequent umgesetzt hat.
Tim Dahlem, so heißt der junge Mann aus Blieskastel-Lautzkirchen, hatte den Traum Rennmechaniker zu werden. Er machte sich auf die Suche nach einer Lehrstelle und wurde fündig bei dem damaligen Audi Werksteam „Phönix“, das in Meuspath direkt am Nürburgring beheimatet ist. Umziehen in die Eifel musste er auch, was für den jungen Mann schon eine Umstellung war, die er aber meisterte, inclusive allem was zum Selbständigwerden gehört. Durch Fleiß und hervorragende Leistungen, auch schon an Rennwochenenden in ganz Europa, konnte er seine Prüfung früher und sehr erfolgreich abschließen. Mit dem Ende der guten Ausbildung endete auch sein Vertrag mit dem Team in der Eifel, und wie sollte auch anders sein bei einem Saarländer zog es Tim zurück ins Saarland. Zumal er ja nun auch fest in der Rennsport-Szene durch den Beruf verwurzelt ist und viele Kontakte zu anderen sehr erfolgreichen Teams, gerade im Tourenwagensport, geknüpft hatte. Darunter auch das BMW Werksteam der MCG Motorsport Competence Group AG, wohl besser bekannt unter dem Namen „Rowe Racing“. Was den meisten Menschen, auch in unserer Region, wohl weniger bekannt ist aber, dass dieses sehr erfolgreiche Team in St. Ingbert in einem Gewerbegebiet seine Heimat hat. Da war es schnell klar wohin die Reise gehen würde, zumal Tim dann wieder wie man so schön sagt „Dehemm“ ist. Und seine Wahl war wohl die richtige, denn die bisherigen Erfolge des äußerst professionellen Teams können sich in ganz Europa mehr als sehen lassen. Hier einmal ein kleiner Ausschnitt aus der Liste der bisherigen Erfolge. Mehrere Siege bei der Langstreckenmeisterschaft auf der Nordschleife des Nürburgrings stehen zu Buche, der Sieg bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Das Podium beim legendären 24h Rennen am Nürburgring und vieles mehr. Als eines von lediglich drei BMW Werksteams steht auch heuer wieder auf der Agenda der St. Ingberter, zu denen Tim Dahlem seit Anfang des Jahres gehört und wie ich anfügen möchte, sehr glücklich damit ist! Ich konnte ihn an neuer Wirkungsstätte besuchen, herzlichen Dank dafür an den Besitzer und Teamchef, Hans-Peter Naundorf, der trotz dem Vorbereitungsstress auf das legendäre 24h Rennen am Nürburgring Zeit für mich fand, den Besuch und auch die Fotos im Innern der Werkstatt erlaubte. Hier wurden gerade die letzten Arbeiten an den Rennboliden erledigt, bevor sich die ganze Truppe auf den Weg zum Saisonhöhepunkt in die Eifel machte. Dieses Mal besonders stressig, da es direkt im Anschluss zum Circuit Paul Ricard ins französische Le Castellet geht. Arbeit gibt es also genug und das ist es auch was für Tim die Arbeit in diesem sehr interessanten Beruf ausmacht und wenn dann auch noch alle Faktoren stimmen ist es ideal. Oder wie es Tim Dahlem bei meinem Besuch sagte: „Hier fühle ich mich pudelwohl, tolle Firma, ein mega Auto unser BMW 4 GT3, ein prima Chef und hervorragende Kollegen. Es macht einfach nur Spaß und wenn es mal anstrengend wird, das gehört einfach zu diesem tollen Beruf dazu und im Nachhinein ist man stolz und glücklich es als Team geschafft zu haben. Denn im Rennsport zählte und zählt immer die Teamleistung Fahrer, Teamleitung, Ingenieure und Mechaniker, alles muss passen. Mit seine beiden Teamkollegen Niklas Kempf und Lukas Toivic ist Tim Dahlem für das Einsatzfahrzeug mit der Startnummer 98 verantwortlich. Hier drehen solche Fahrergrößen wie Nicky Catsburg (NED) John Edwards Cornelius, (USA) Sheldon van der Linde (GER) und Marco Wittmann (GER) am Volant. Das Team ROWE Racing reiste mit zwei Fahrzeugen zum Saisonhöhepunkt, dem 24h Rennen am Nürburgring und mit großen Erwartungen in die Eifel. Schließlich war man schon im Vorfeld sehr erfolgreich. Zum Rennen stand das Auto mit der Nummer 99 auch in der ersten Startreihe und auch das Schwesterauto, das von Tim und seinen Kollegen betreut wurde, glänzte mit einem Top Startplatz. Doch das Renngeschehen beim Nürburgring Klassiker war dem Team, rund um Teamchef Hans-Peter Naundorf nicht hold. Beide Fahrzeuge mussten, teils als Führende, die berühmten Segel streichen und das Rennen aufgeben. Doch das ist halt der Rennsport oder wie es die Insider sagen, „That’s Racing“.
Wir wünschen dem jungen und sehr engagierten Rennmechaniker Tim Dahlem weiterhin alles Gute für die Zukunft und viel Freude in seinem doch recht seltenen Beruf! Wer Näheres über das Team ROWE aus St. Ingbert und seine Aktivitäten erfahren möchte, dem sei diese Webseite empfohlen: https://mcg-ag.de/ rs




