Ein Klavierkonzert der Extraklasse
Starpianist Yefim Bronfman konzertierte im Saalbau
Anfang Juni 2022 wurde die Reihe der Homburger Meisterkonzerte mit einem Klavierabend des Pianisten Yefim Bronfman fortgesetzt. Mit einem gut abgestimmten und höchst anspruchsvollen Programm aus Werken von Beethoven, Bártok und Chopin zeigte der Pianist im Homburger Saalbau absolut virtuoses Können, was das Publikum sichtbar begeisterte.
Rudolf Buchbinder, Grigory Sokolov, Mizuko Uchida – Das sind nur drei Beispiele für Namen großer Pianisten, die neben ihrem künstlerischen Weltruhm eines gemeinsam haben, denn sie konzertierten alle schon einmal im Homburger Saalbau. Dabei bilden die Homburger Meisterkonzerte unter der aktuellen künstlerisches Leitung des Dirigenten Markus Korselt seit Jahrzehnten einen permanenten Anlaufpunkt für Künstler mit Weltniveau. Das sich die Reihe der Weltklassemusiler stetig erweitern lässt, zeigte sich mit dem Konzert des Pianisten Yefim Bronfman. 1958 im usbekischen Taschkent geboren, entwickelte sich der Künstler mit US-amerikanisch-israelischem Hintergrund zu einem der bedeutendsten klassischen Pianisten unserer Zeit. Aktuell Artist in Residence beim Concertgebouw Orchester Amsterdam, stehen Konzertauftritte gemeinsam den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem London Symphonie Orchestra, dem NDR-Elbphilharmonieorchester und vielen anderen Klangkörpern auf dem Tourneeplan von Yefim Bronfman. Solokonzerte dürfen dabei aber ganz bestimmt nicht fehlen. So gelang es Markus Korselt, Yefim Bronfman für ein Meisterkonzert im Homburger Saalbau zu gewinnen. Dies wurde von den Homburger Musik- und Kulturfreuden mit Spannung erwartet und war wirklich gut besucht. Nach einer kurzen und sehr informativen Konzerteinführung durch Markus Korselt, in der sowohl der Künstler als auch das Programm den interessierten Zuhörern vorgestellt wurde, betrat Yefim Bronfman pünktlich um 19.30 Uhr unter großem Applaus die Bühne des Konzertsaals. Auf dem Konzertprogramm standen insgesamt vier Werke. Eröffnet wurde das Konzert mit der Suite op. 14 von Béla Bártok, in der der Komponist mehrere volkstümliche Melodien zu einem anspruchsvollen und sehr kurzweiligen Klavierwerks verarbeitete. Nach der ersten Begeisterung für das Spiel des Pianisten folgte mit der Klaviersonate Nr.23 von Ludwig van Beethoven, der berühmten Appasionata der erste Höhepunkt des Abends. Bronfman zeigte absolute Virtuosität und hatte von sanften Tönen bis zu donnernden Klängen alles zu bieten, was ein echtes Hörerlebnis entstehen ließ. Nach minutenlangen Standing Ovations für diesen grandiosen Vortrag und einer anschließenden kurzen Pause stand erneut Béla Bartok mit der Sonate Sz 80 auf dem Programm, die wunderschön dargeboten wurde. Im letzten Konzertstück des offiziellen Teils war die Sonate in b-moll von Frédèric Chopin zu hören. Mit diesem Werks setzte Bronfman die Virtuosität des Abends fort, was die Zuhörer absolut begeisterte, Für den großen Applaus bedankte sich der Künstler mit zwei Zugaben. Zunächst spielte er eine Nocturne von Chopin. Das Konzert wurde beendet mit Chopins Revolutionsetude. Nach diesem absolut beeindruckenden Werksvortrag ging ein großartiger Konzertabend zu Ende. Abschließend kann man sich ganz sicher sein, dass auch in Zukunft viele Künstler von Weltniveau den Weg nach Homburg finden werden.
Weitere Informationen zu den Homburger Meisterkonzerten finden Sie unter www.homburg.de fs



