SPD-Kandidat ist Pascal Conigliaro
Das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Homburg steht zur Wahl
Die Delegiertenkonferenz des SPD Stadtverbands Homburg kam unter der Versammlungsleitung von Bildungsministerin und SPD-Kreisvorsitzenden Christine Streichert-Clivot im Vereinsheim des FSV Jägersburg zusammen.
Dem ausführlichen Bericht des Stadtverbandsvorsitzenden Pascal Conigliaro über die vergangenen 12 Monate waren als Höhepunkte die verstärkte politische Arbeit im Stadtverband zur Unterstützung der SPD-Stadtratsfraktion sowie die Einführung des neuen Veranstaltungskalenders mit rd. 75 Terminen zu entnehmen. Besonders hervorgehoben wurden die angebotenen Tagesfahrten und die prominent besetzten öffentlichen Rednerveranstaltungen. Conigliaro fasste wie folgt zusammen: „Es ist gelungen, den gesamten Stadtverband nach der Covid-Krise wieder ‘ins Rollen‘ zu bringen und zugleich konnte die Wahrnehmung der SPD Homburg deutlich erhöht werden. Weiterhin freut es mich, dass ganz vielen Mitgliedern, insbesondere auch denjenigen ohne ein politisches Mandat, zahlreiche Angebote zur Beteiligung gemacht werden konnten.“ Im zweiten Teil der Konferenz kam es zur einstimmigen Nominierung des Einöder Landtagsabgeordneten Pascal Conigliaro zum Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Homburg. Conigliaro stellte in seiner Bewerbungsrede neben seinem Werdegang als politischer Quereinsteiger aus dem Finanzsektor und seiner persönlichen Motivation für das höchste Amt in der Stadt zu kandidieren einen Auszug seiner Ideen für die Stadt vor. Dazu gehöre u.a. „die Verwaltung mehr in Schwung zu bringen“ und es dürften keine bereits bewilligten Fördermittel mehr verbummelt werden. Die Verwaltungsspitze ist da in einer besonderen Verantwortung und muss sich laufend einen Überblick verschaffen, wie weit die Großprojekte vorangeschritten sind und ob da überhaupt noch eine Realisierbarkeit gegeben ist. Controlling ist hier das Stichwort. Dazu gehöre auch, dass die Transparenz gegenüber dem Stadtrat erhöht wird. Als Stadtratsmitglied fühle ich mich da zu schlecht informiert. Der Hinweis, dass das Projekt „Sanierung des Alten Rathaus am Homburger Marktplatz“ gefährdet ist, kam viel zu spät und erst als das Projekt schon faktisch „in den Sand“ gesetzt worden ist. Da ist über einen Zeitraum von 5 Jahren für dieses Projekt gearbeitet worden mit dem Ergebnis, dass man jetzt wieder von vorne anfängt. Solche Effizienzverluste können wir uns angesichts der dünnen Personalausstattung einfach nicht leisten. Gleiches beim Thema Bildung. Der Stadtratsbeschluss aus 2022 zur Änderung des Bebauungsplans „Am Heidenhübel“ in Einöd, wo es um die Errichtung einer KITA geht, ist bis heute nicht veröffentlicht und hat somit keine Rechtskraft erlangt. Wo die Hinderungsgründe liegen, ist nicht einmal den Stadtrats- oder Ortsratsmitgliedern bekannt. Ein klares Versäumnis, das der Rathausspitze anzulasten ist. Als strukturelle Schwäche der Stadt sieht Conigliaro den Bereich Kommunikation. Bis heute gibt es keinen vorzeigbaren Auftritt in den sozialen Medien. Da nützt es auch nichts, dass in diesem Bereich seit einem Jahr eine gut dotierte Stabsstelle hinzugekommen ist, wenn in dem insbesondere für die jungen Leute sehr wichtigen Kommunikationsbereich der sozialen Medien nichts geliefert wird. Als Beispiel nannte Conigliaro die monatlichen Publikationen der Union Stiftung, wo so ziemlich alle Städte mit vergleichbarer Größe im Saarland für Ihre Auftritte gelobt werden, nur eben nicht Homburg. Beim Thema Kommunalfinanzen ist es für Conigliaro wichtig, dass es Unterstützung von Seiten der Landesebene geben soll, und dass es zu einer Altschuldenregelung auf Bundesebene kommen muss. Hier geht der Appell an die CDU/CSU-Bundestagsfraktion und an die unionsgeführten Bundesländer, dass die bisherige Blockadehaltung überwunden werden sollte. Der Handlungsspielraum für Kommunen im Saarland ist stark eingegrenzt und hier muss sich etwas bewegen. Eines der bedeutendsten Themen sind die Arbeitsplätze in Homburg. Diese seien insbesondere deshalb so wichtig, weil sie ein Garant für die Existenz vieler Einwohner sind und es Aufgabe der Politik sei, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit der Umbau der Wirtschaft hin zur CO2-freien Produktion ermöglicht werden könne. Für Homburg ist es wichtig, dass das Thema an der Stadtspitze mit hoher Priorität versehen sei. Der Kontakt in die Betriebe zu den Geschäftsleitungen und zu den Arbeitnehmervertretungen muss intensiv gepflegt werden. Des Weiteren sind Kontakte über den Tellerrand hinaus enorm wichtig und da sieht sich Conigliaro durch seine Aktivitäten im Landtag sehr gut gerüstet. Die Kontakte zu der gesamten Regierung einerseits und als Vorsitzender des Europaausschusses andererseits seien sehr gute Voraussetzungen, um Herausforderungen in der Wirtschaft zu begegnen. Zuletzt griff Conigliaro das Thema Mobilität auf. Die Verkehrssituation in Homburg ist verbesserungsbedürftig. Für die neu entstehenden Bahnhöfe im Stadtgebiet fehlt bislang die Planung für das Umfeld. Was ist mit Parkplätzen, Zufahrten, Beleuchtung? Das ist unbedingt erforderlich, damit das Verkehrsmittel Bahn, das durch das Deutschland-Ticket preislich attraktiviert worden ist, auch angenommen wird. Weiterhin müsse im Stadtgebiet mehr für Fahrräder gemacht werden. Leider wurde die Gelegenheit in der Birkensiedlung eine Fahrradzone probeweise einzuführen verpasst. Für die Situation Untere und Obere Allee muss zudem eine Lösung her, mit der für mehr Sicherheit für die Fahrradfahrenden gesorgt wird. Conigliaro abschließend: „Das war nur eine Auswahl, weitere Themenschwerpunkte kommen nach und nach und es wird ein Wahlprogramm geben“. Zum bisherigen Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind verwies Conigliaro darauf, dass sich die Situation nach und nach ändert. Und nach dem Prozess ist man in der neuen Realität angelangt. Nach der Würdigung von Streichert-Clivot zu dem bisherigen politischen Engagement von Conigliaro auf Landesebene als Vorsitzender des Europaausschusses, als haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, als Mitglied im Wissenschaftsausschuss und im Interregionalen Parlamentarierrat der Großregion kam es zur Aussprache, bei welcher die Delegierten zu Wort kamen. Dazu der frühere Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Gerhard Wagner: „Das war eine sehr gute Vorstellung. Was früher war ist geschehen und wir blicken jetzt als SPD Homburg nach vorne“ und Dieter Schunck, früherer Vorsitzender des Betriebsrats von Karlsberg ergänzte: „Wir haben hier einen sehr guten Kandidaten. Wir sollten jetzt alle auf diesem Weg vorangehen und ihn unterstützen.“
Hinweis: Conigliaro ist 45 Jahre alt, verheiratet, evangelisch, Vater zweier Töchter und hat sowohl die deutsche als auch die französische Staatsbürgerschaft. Nach dem Abitur am Saarpfalz-Gymnasium in Homburg und Wehrdienst als Fallschirmjäger in Merzig absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann und danach ein nebenberufliches BWL-Studium im Studiengang Bankmanagement an der Hochschule Kaiserslautern mit dem Abschluss Diplom-Betriebswirt (FH). Nach über 20-jähriger Tätigkeit im Bankensektor mit den Aufgabenbereichen Baufinanzierungen sowie Kreditgeschäft für deutsch-französische Mittelstandskunden, Immobilien in Großstädten und Kommunen in Deutschland und Frankreich wechselte Conigliaro mit der Landtagswahl 2022 hauptberuflich in die Politik, wo er bereits seit 2019 als Mitglied des Homburger Stadtrates ehrenamtlich aktiv war. Das ehrenamtliche Engagement in der Stadt und im Land zeigt sich in vielen Vorstandsämtern, so z.B. bei dem gemeinnützigen Verein Gedankenwelten e.V. oder im Landesvorstand der Naturfreunde Saarland e.V. Weiterhin ist Conigliaro Mitglied des VdK, der AWO und bei den beiden DGB-Gewerkschaften verdi und NGG.
Mehr Informationen erhalten Sie unter www.spd-homburg.de im Internet. © Pascal Conigliaro, MdL


