Geschichte erlebbar machen
Römische Legion baut eine Statio
Bereits im Dezember fand auf dem Gelände der Firma Jens Gros die Auftaktveranstaltung der Reenactment-Gruppe Legio XIIII Gemina e.V. zum Bau einer Statio statt. Baubeginn soll Anfang Mai 2025 sein, die Statio entsteht an der via romana Mainzweiler.
Die Legio XIIII ist ansässig in Ottweiler und widmet sich mit sehr viel Engagement und Enthusiasmus der Darstellung des römischen Heeres des Imperiums unter Kaiser Augustus. Sie datieren auf das Jahr 8 n.Chr.- ein Jahr vor der Varusschlacht (Quelle: Legio XIIII). Seit Sommer 2021 kann man zwischen dem Stennweiler Wald und Faulenberger Hof, auf der Gemarkung von Mainzweiler bereits ein Stück Geschichte erleben, denn dort findet sich ein Stück „via romana“. In schweißtreibender Handarbeit haben dort die Mitglieder der Reenactment-Gruppe ein Ensemble mit gepflasterter Straße, Meilenstein, Merkurschrein, einem Grabstein und einem didaktischen Schaukasten, sowie zwei Infotafeln entstehen lassen. Die zahlreichen Besuche von Wanderern, Interessierten und Schulgruppen zeigen, dass reges Interesse an der Geschichte herrscht. Immer wieder kann man auch die Legio bei ihren Märschen von Mainzweiler nach Ottweiler treffen. Nun steht das nächste große Projekt an, das bei einer schönen Veranstaltung auf dem Gelände der Firma Jens Gros vorgestellt wurde. Bei gemütlichem Feuer, leckeren Getränken, Livemusik mit Satchmo, einer Feuershow mit Witch & Dragon, Bogenschießen, Schmieden zum Mitmachen, Zimmermannskunst und Grumbeerwaffeln direkt vom Feuer ließ es sich aushalten. Natürlich gab es auch Vorführungen der Legio XIIII, unterstützt wurden die „Römer“ durch den Obst- und Gartenbauverein Ottweiler e. V. und Eventambiente, sowie der Firma Jens Gros, die auch den Bau der Statio begleiten wird. Auch Minister Reinhold Jost und Landrat Sören Meng, sowie der Ottweiler Bürgermeister Holger Schäfer waren zur Auftaktveranstaltung gekommen, um diese zu unterstützen. Alle drei zeigten sich begeistert von dem Ideenreichtum und der Einsatzbereitschaft der Gruppe und hatten auch entsprechende Zuwendungen, die Peter Klein in seiner Funktion als Centurio der Legio XIIII Gemina e.V. gerne entgegennahm.
Was ist aber nun eine Statio?
Hierzu schreibt der Verein: „Die römische Straßenstation, die unmittelbar an die bestehende Rekonstruktion einer Römerstraße in der Flur „Erlenwies“ in Mainzweiler errichtet werden soll, bildet eine didaktische Ergänzung. Sie ist daher von überregionalem touristischem und historischem Wert. Wir verstehen sie als Vervollständigung zum bestehenden architektonischen Ensemble an historischer Stätte. Genau an dieser Stelle, in der durch die vorhandene Römerstraße von Wiebelskirchen nach Tholey geprägten Landschaft, erscheint sie gerade als sinnvollste „Nachfolge“ der in ca. 400 Meter Entfernung Ende des 19. Jh. ausgegrabenen „Posthalterey“ aus der Römerzeit. Dort wurden bis in jüngste Zeit längs beider Seiten der Straße von Ottweiler nach Welschbach immer wieder römische Göttersteine und andere Kunstgegenstände ausgegraben. Eine Statio erfüllte in der römischen Antike mehrere Funktionen: Eine Wachstation, eine Art Straßenmeisterei und es wurden dort die Pferde gewechselt.“
Man darf gespannt sein auf dieses Projekt, das am 3. Mai starten soll. Wenn Sie den Bau der Statio unterstützen möchten, dann können Sie dies unter https://www.spendenseite.de/bau-einer-r-246-mischen-stra-223-enstation/-88134 gerne tun. Unter https://www.legio14.eu/ finden Sie alle Informatioen, sowie die Kontaktdaten zur Reenactment-Gruppe Legio XIIII Gemina e.V. © se






