Page 13 - Stadtmagazin "es Heftche"® Homburg | Ausgabe 163, März 2026
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Haushalt 2026
beschlossen
Gesamtvolumen von 136,7
Millionen Euro
Oberbürgermeister Michael Forster:
„Verzicht auf Steuererhöhungen ist
wichtiges Signal, dass wir die Haus-
aufgaben mit Blick auf Sparsam-
keit und Wirtschaftlichkeit gemacht
haben“ Der Homburger Stadtrat
hat, bei vier Enthaltungen von Bünd-
nis90/Die Grünen, einstimmig den
Haushalt für das laufende Jahr be-
schlossen. Die Stadt hat für 2026 im
Finanzhaushalt ein Gesamtvolumen
von rund 136,7 Mio. Euro ver-
anschlagt. Dabei entfallen 110,1 Mio.
Euro auf den Verwaltungshaushalt.
Die Hauptkostenfaktoren im Ausgaben-
bereich sind dabei der drastische Anstieg
der Kreisumlage auf fast 43 Mio. Euro, die
hohen Personalkosten von knapp 34 Mio.
Euro und die erforderlichen Sachkosten
und sonstigen Kosten von 22 Mio. Euro.
Für die Zinsen der Investitionskredite und
der Kassenkredite werden 4,3 Mio. Euro
veranschlagt. Bevor sich die Vorsitzenden
der im Rat vertretenen Parteien in ihren
Haushaltsreden mit dem rund 1.000 Sei-
ten starken Zahlenwerk beschäftigten,
hatte Oberbürgermeister Michael Forster
die Eckdaten des Haushaltsplanes präsen-
tiert sowie die in diesem Jahr geplanten
Investitionen umrissen. Dafür seien ins-
gesamt 26,6 Mio. Euro veranschlagt.
Forster sagte: „Die Schwerpunkte der In-
vestitionen liegen auf der Verbesserung der
Bildungseinrichtungen, der kommunalen
Ausgabe 163 / März 2026
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Infrastruktur insbesondere auch Brand-
und Katastrophenschutz und der Stadt-
entwicklung insgesamt. Dabei sind 6,4
Mio. Euro für Schulen und Kindergärten
vorgesehen. Für den Ausbau von Verkehrs-
flächen werden 5,2 Mio. Euro, weitere
5 Mio. Euro in die Sanierung des Wald-
stadions, für kommunale Pflichtaufgaben
(Digitalisierung, Fuhrpark etc.) und rentier-
liche Maßnahmen 3,1 Mio. Euro sowie für
den Brand- und Katastrophenschutz 1,8
Mio. Euro eingeplant.“ In der weiteren
Stadtentwicklung (Baukostenzuschüsse für
Sportvereine, Sportzentrum Erbach und
Römermuseum, touristische Erschließung
Schlossberg, Grundvermögen etc.) wür-
den 5,1 Mio. Euro veranschlagt. Grund-
sätzlich freute sich der Verwaltungschef,
„dass es uns wieder gelungen ist, einen ge-
nehmigungsfähigen Haushalt zu erstellen“.
In dem Zusammenhang dankte er ins-
besondere dem städtischen Kämmerer Mi-
chael Braß, der den Etat mit seinem Team
zusammengestellt, diesen im vergangenen
Herbst bei der Haushaltsklausurtagung
sowie in der Folge in allen beteiligten Gre-
mien präsentiert hatte. Mit Blick darauf,
dass die Stadt trotz angespannter Finanz-
lage auf eine Erhöhung der Realsteuer-
hebesätze (Grund- und Gewerbesteuer)
verzichtet habe, sagte Forster: „Dies ist
ein wichtiges Signal an die Bürgerinnen
und Bürger, dass wir als Verwaltung unse-
re Hausaufgaben in Sachen Sparsamkeit
und Wirtschaftlichkeit gemacht haben.“
Da allerdings zugleich die Zuweisungen
aus dem kommunalen Finanzausgleich um
fast 5 Mio. Euro gekürzt wurden, führt dies
in der Folge zu einem realen Fehlbetrag
von 11,5 Mio. Euro im Finanzhaushalt der
laufenden Verwaltung. Die Konsequenzen
liegen damit auf der Hand: Homburg be-
nötige – wie alle anderen Kommunen auch
– auf Sicht deutlich mehr Geld. „Sonst
können wir als Stadt irgendwann unseren
Aufgaben nicht mehr nachkommen“, er-
neuerte Forster einmal mehr den Hinweis
auf das sogenannte Konnexitätsprinzip
und die Zusage des Innenministers und
den von ihm in Aussicht gestellten kom-
munalen Finanzausgleich. Weitere Details
zum Haushalt: Strukturell hält der Etat
auch für das Jahr 2026 die zulässige De-
fizitobergrenze von 5,1 Mio. Euro nach
den Vorgaben des Saarlandpaktgesetzes
(Sanierungsauflagen) ein. Insoweit spiegelt
die Finanzsituation der Stadt die strukturel-
le Unterfinanzierung der Kommunen in der
Bundesrepublik Deutschland insbesondere
aber im Saarland wider. Die vorgesehenen
Investitionen werden überwiegend durch
Kredite (ca. 19,3 Mio. Euro) finanziert. Die
Tilgung der bisherigen Investitionskredite
erfordert für 2026 knapp 3 Mio. Euro. Aus
dem Sondervermögen Infrastruktur (LU-
KIFG) werden der Stadt im Zeitraum von
zwölf Jahren 21,8 Mio. Euro zur Verfügung
gestellt.
Weitere Informationen über die Uni-
versitäts- und Kreisstadt erhalten Si
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