Page 28 - Ausgabe 110 / Oktober 2021
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war lange der größte Produzent von Blu- mensaatgut in Deutschland. Ein Slogan lau- tet: „Aus kleinen Samen kann Großes wach- sen.“ Auch „Beetgeschichten“, ein Honig-
Kunstobjekte im Egapark: Giraffen als Recyclingprodukt aus Flipflops
haus, ein Bienengarten, eine Waidmühle, ein Schulgarten und ein Bauernhof werden auf der Buga präsentiert. Eine Tafel informiert über „Tiere in unserem Stall“. Erwartungs- gemäß wird der Umwelt- und Pflanzen-
Der Erfurter Dom (links) und die Severikirche
schutz nicht vernachlässigt. An einer kleinen Rasenfläche hing ein Schild mit der Auf- schrift: „Ich brauche mal ein paar Tage Ruhe. Danke – dein Rasen.“ Natürlich ist auch die Kirche auf der Buga präsent – mit dem Motto
Auf der Krämerbrücke, dem Wahrzeichen Erfurts
„Ins Herz gesät“. In der ehemaligen Peters- kirche auf dem Petersberg findet die Ausstel- lung „Gartenparadiese – Paradiesgärten“ ein begeistertes Publikum. Die thüringische Lan-
deshauptstadt hat aber noch viel mehr zu bieten als die Bundesgartenschau. Ihr Wahr- zeichen und ein Publikumsmagnet ist die Krämerbrücke, die längste und älteste durch- gehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas. Sie ist benannt nach den mittelalterlichen Kleinhändlern, die vor Ort einen Kramladen besaßen – vergleichbar mit einem Tante-Emma-Laden.
Das Standbild der „Dichterfürsten“ Goethe und Schiller vor dem traditionsrei- chen Deutschen Nationaltheater in Weimar
Die weitläufige und gut erhaltene Altstadt wird von dem Domhügel mit dem imposan- ten Dom St. Marien und der Severikirche überragt. Häufig besucht wird auch das Au- gustinerkloster, in das Luther 1505 nach sei-
Das Augustinerkloster zu Erfurt,
in das Luther 1505 nach seinem Gewitter-Erlebnis als Novize eintrat
nem Gewitter-Erlebnis als Novize eintrat. Zudem ist man stolz auf jüdische Bauwerke wie die Alte Synagoge, die als die älteste er- haltene Synagoge Europas gilt, und die mit- telalterliche Mikwe (jüdisches Ritualbad). In der Umgebung Erfurts befinden sich zahl-
Eberhard Jung, der Autor dieses Beitrags, im Innenhof der Wartburg (oberhalb von Eisenach)
reiche Burgen, die gerne besucht werden und um die sich spannende Legenden ran- ken. Sehr lohnenswert ist ohnehin ein Ab- stecher in die Nachbarstädte, ganz beson- ders nach Eisenach, am Fuße der Wartburg, und in die Kulturmetropole Weimar, einst Wirkungsstätte von Herder, Wieland, Goethe und Schiller („Weimarer Klassik“) sowie Na- mensgeberin der „Weimarer Republik“ (1918-1933). Diese kulturelle Hochburg ver- lor im Dritten Reich (1933-1945) jedoch ihre Unschuld und entwickelte sich zu einer Stadt der Unkultur, der nationalsozialisti- schen Barbarei. In unmittelbarer Nähe, auf dem Ettersberg, befindet sich die düstere Ge- denkstätte Buchenwald, die an eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden erinnert. Dort war zu Beginn des Jah- res 1945 auch der Holocaust-Überlebende Alex Deutsch (1913-2011) inhaftiert, der im Saarland wohlbekannt ist.
      Wer Blumen mag, wird von der Bun- desgartenschau in Erfurt begeistert sein. Sie kann noch bis zum 10. Ok- tober 2021 besucht werden. Danach dürfen sich die Blumen- und Pflan- zenliebhaber freuen auf die nächsten Großveranstaltungen, die internatio- nale Gartenschau „Floriade“ 2022 in den Niederlanden und die Bundes- gartenschau 2023 in Mannheim.
Eberhard Jung
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