Strahlkraft des Günter Rohrbach Filmpreises
Geschichten voller Emotionen und großer Momente
Der 15. Günter Rohrbach Filmpreis brachte Glanz und Tiefe nach Neunkirchen und zeigte, wie sehr Film gesellschaftliche Fragen berühren kann. Kunst und Leidenschaft trafen hier auf Erinnerungen und Hoffnungen, auf das, was uns alle verbindet. Es war ein Abend, der nicht nur gefeiert, sondern auch gespürt wurde – ein Abend, der bleibt. Die Neue Gebläsehalle, einst Symbol der Industriekultur, verwandelte sich in eine Bühne für große Gefühle und bewegende Geschichten.
„In die Sonne schauen“ gewann den Hauptpreis und berührte Publikum wie Jury gleichermaßen. Regisseurin Mascha Schilinski und die Produzenten Lucas Schmidt, Lasse Scharpen und Maren Schmitt nahmen die Auszeichnung entgegen. Der Film erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Zeiten, deren Leben auf geheimnisvolle Weise miteinander verwoben sind. Ein abgeschiedener Hof in der Altmark wird zum Schauplatz, wo Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen. Unausgesprochene Ängste und verdrängte Traumata ziehen sich wie Schatten durch die Generationen. Leonie Benesch erhielt den Preis für die beste Schauspielleistung. In „Heldin“ verkörpert sie eine Pflegerin, die unter enormem Druck arbeitet. Ihre Darstellung war so authentisch, dass man das Gefühl hatte, selbst Teil der Klinik zu sein. Jeder Handgriff, jede Bewegung spiegelte die Last der Verantwortung wider. Ihr Spiel machte den Film zu einem intensiven Erlebnis. Der Saarländische Rundfunk ehrte „Köln 75“. Produzenten Sol Bondy und Fred Burle sowie Schauspielerin Mala Emde nahmen den Preis entgegen. Der Film erzählt von Vera Brandes, die 1975 ein Konzert rettete, das später legendär wurde. Mut und Energie prägten dieses Werk, das Musikgeschichte lebendig machte. Die Schauspielleistung von Mala Emde sprühte vor Energie. Cosima Vellenzer und Sabrina Krämer erhielten den Preis der Ministerpräsidentin. Ihre Ausstattung und Kostüme für „In die Sonne schauen“ überzeugten durch Detailtreue. Sie meisterten die Herausforderung, verschiedene Epochen authentisch darzustellen. Das düstere Wohnhaus, die Scheune und der Kornspeicher wirkten lebendig. Ihre Arbeit verband Räume und Kleidung meisterhaft mit den Zeitebenen. Christian Klandt und Benedikt Gollhardt wurden mit dem Preis des Oberbürgermeisters geehrt. „Sterben für Beginner“ erzählte eine Geschichte von Freundschaft und Abschied. Basierend auf einem autobiografischen Buch entstand ein Werk voller Menschlichkeit. Ein junger Mann begleitet seinen sterbenden Freund auf dessen letztem Weg. Die Tragikomödie berührte und schenkte zugleich Hoffnung. Adrian Goiginger und Voodoo Jürgens nahmen ihre Preise aus dem Vorjahr persönlich entgegen. „Rickerl – Musik is höchstens a Hobby“ hatte sie bereits 2024 ausgezeichnet. Peter Lohmeyer führte charmant durch die Gala. Carmen Seibel und Armin Schneider sorgten für musikalische Umrahmung. 74 Filme wurden eingereicht, acht erreichten die Endrunde. Am Vorabend wurden die Drehbuchpreise verliehen. In der Stummschen Reithalle erhielten Angelo Wemmje, Miriam Würtz und Melina Lay ihre Auszeichnungen. Ihre Stoffe „Schwester Lee“, „Mein Bruder Alfred lebt in mir“ und „Marder des Monats“ überzeugten die Jury. 500, 1000 und 1500 Euro ermöglichen dramaturgische Beratung. Die masterschool drehbuch und VeDRA begleiten die Gewinner. Ein Sonderpreis ging an Joela Günther, eine 19-jährige Schülerin aus Hamburg. Ein Schreibkurs im Wert von 250 Euro fördert ihr Talent. 68 Exposés waren eingereicht worden, eine deutliche Steigerung. „Wir freuen uns über die Resonanz“, sagte Jürgen Fried. Die Jury las, prüfte und diskutierte spannende Stoffe. Angela Heuser, Marga Boehle, Thomas Wöbke und Zoltan Spirandelli bildeten die Jury. Ihre Erfahrung und Leidenschaft spiegelten sich in der Auswahl wider. Sabrina Boncourt begleitete musikalisch. Chris Ignatzi moderierte mit Leichtigkeit. Ein Abend voller Inspiration und Zukunft.
Mehr Eindrücke, Hintergründe und aktuelle Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite: www.guenter-rohrbach-filmpreis.de © Günter Rohrbach Filmpreis/se

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