„Licht an“ für das Atelier Farbtupfer
Zahlreiche Gäste waren zur Neueröffnung der Lebenshilfe-Einrichtung in Elversberg gekommen
„Das war eine gelungene Vernissage.“ So lautete das einhellige Fazit der zahlreichen Gäste, die zur Neueröffnung des Ateliers Farbtupfer unter dem Motto „Licht an“ nach Elversberg gekommen waren. In wesentlich größeren Räumlichkeiten als in der ehemaligen Galerie in der Ortsmitte von Spiesen können die Lebenshilfekünstler*innen jetzt in den verschiedenen Malgruppen arbeiten und ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren.
„Besonders nachts ist es schön, an Licht zu glauben“, zitierte Thomas Latz, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Neunkirchen, in seiner Begrüßungsansprache den griechischen Philosophen Platon. Gerade in der heutigen Zeit mit Kriegen und Despoten sei auch eine Welt des Lichts sehr wichtig. Passend zum Motto des Abends hielt Thomas Latz seine Rede mit einer eingeschalteten Taschenlampe. Da in der Lebenshilfe-Einrichtung auch gearbeitet werde, habe man die frühere Galerie Farbtupfer in Atelier Farbtupfer umbenannt. Die Neueröffnung des Ateliers wertete Thomas Latz als Ausdruck der Inklusion.
„Kunst ist eine Möglichkeit, Gedanken und Gefühle auszudrücken, auch wenn dafür die Worte fehlen“, erklärte Bernd Huf, der Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg, in seiner Laudatio. Die Lebenshilfekünstler*innen zeigten, wie vielfältig Kunst sein könne. Die Galerie Farbtupfer, die die Lebenshilfe Neunkirchen 2009 eröffnet habe, sei schon immer mehr als ein Ausstellungsort gewesen. Die Lebenshilfekünstler*innen nutzten die Räumlichkeiten als Atelier. Hier könne man sich auch auf einen Kaffee treffen oder Bücher ausleihen. Inklusion sei für die Gemeinde Spiesen-Elversberg kein Schlagwort, sondern Teil ihres Handelns.
Der neue Standort biete auch neue Möglichkeiten, erklärte Julia Günnewig, die Leiterin des Ateliers Farbtupfer. So könnten die Lebenshilfekünstler*innen auf dem Außengelände beispielsweise Sprühtechniken ausprobieren. Julia Günnewig bedankte sich bei den Künstler*innen, den Leiter*innen der Malgruppen Margit Bauer, Sylvia Hoffmann und Christof Thome, den Hausmeistern Nik Campean und Martin Koch, der zuständigen Ressortleiterin Sonja Alt und Lebenshilfe-Geschäftsführer Thomas Latz für die Unterstützung bei der Eröffnung des Ateliers. Markus Ihl von der Gemeinde Spiesen-Elversberg habe stets als Ansprechpartner zur Verfügung gestanden. Julia Günnewig bedankte sich auch bei Bürgermeister Bernd Huf für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.
„Das neue Atelier gefällt mir richtig gut“, erklärte Lebenshilfekünstlerin Doris Buck. „Hier ist es besser, weil wir mehr Platz haben“, ergänzt Stefanie Arthur, die ebenfalls in einer Malgruppe der Lebenshilfe Neunkirchen gefördert wird.
Emotionen weckte der Auftritt des Duos Nimarie. Nima und Marie boten nicht nur „Gesang für jeden Moment“, wie es in der Einladung zur Vernissage hieß. Marie erinnerte auch an das Leid der Menschen im Iran, dem Heimatland ihres Ehemanns Nima.
Zu den Gästen der Eröffnung zählten Reiner Pirrung, der frühere Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg, der sich im Aufsichtsrat der Lebenshilfewerk im Kreis Neunkirchen gGmbH engagiert, Werner André, der Vorsitzende der Lebenshilfe Kreisvereinigung Neunkirchen, Klaus Häusler, Vorsitzender der Stiftung Lebenshilfe im Kreis Neunkirchen sowie Sebastian G. Albert als Vertreter der Feith-Stiftung, die schon etliche kulturelle Projekte der Lebenshilfe Neunkirchen finanziell unterstützt hat.
Das Atelier Farbtupfer in der St. Ingberter Straße 6a in Elversberg hat montags, mittwochs und freitags von 12 bis 19 Uhr sowie dienstags und freitags von 10 bis 18.30 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Nähere Auskünfte erteilt Einrichtungsleiterin Julia Günnewig unter Tel. 06821 793-2223 oder per Mail j.guennewig@lebenshilfe-nk.de © Lebenshilfe Neunkirchen/Christine Schäfer

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