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Nachwuchs gesucht

Die „Grünen Damen und Herren“ helfen mit Herz und Zeit

Das Ehrenamt „Grüne Damen und Herren“ gibt es am Universitätsklinikum des Saarlandes seit 1991. Ihre Erkennungsmerkmale sind in erster Linie die grünen Kittel – daher der Name „Grüne Damen“ – und natürlich der offizielle Dienstausweis.

Die Grünen Damen und Herren stehen den Patientinnen und Patienten, die besonders hilfebedürftig sind oder keine Angehörigen mehr haben, liebevoll zur Seite. Sie besuchen die erkrankten Menschen, lesen aus Zeitschriften oder Büchern vor oder hören einfach nur zu und haben ein offenes Ohr. Sie machen auch kleine Botengänge oder Besorgungen innerhalb des Klinikgeländes, wenn beispielsweise Artikel des täglichen Gebrauchs benötigt werden, und organisieren bei Bedarf für Not leidende Menschen Kleidungsstücke aus der Kleiderkammer des UKS. 

Die Grünen Damen übernehmen jedoch keine professionellen Tätigkeiten wie medizinische oder pflegerische Versorgung, Seelsorge oder Reinigungsarbeiten. Dennoch stehen sie mit den Pflegefachkräften und der Seelsorge in engem Austausch und sind an die Regelungen im Krankenhaus gebunden, beachten die hygienischen Vorschriften und vor allem die Schweigepflicht. Marita Waas, die beispielsweise Krebspatientinnen und -patienten auf der KMT-Station/ Innere I besucht, muss genauso wie das Fachpersonal des UKS durch die Schleuse und Schutzkleidung und Mundschutz anlegen. „Das ist jetzt in der Erkältungszeit besonders wichtig“, erklärt Marita Waas. „Ich war gerade selbst etwas angeschlagen, und konnte daher nicht auf die Station gehen.“

Die Grünen Damen üben ihr Ehrenamt im UKS in der Regel einmal in der Woche von 9.00 bis 12.00 Uhr auf den ihnen zugeteilten Stationen aus, wo sie als feste Ansprechpartnerinnen bekannt und stets willkommen sind. Durch diese Kontinuität wird mit der Zeit eine Vertrauensbasis zum Pflegepersonal und den Patienten aufgebaut. „Die Grünen Damen und Herren sind für Patientinnen und Patienten, die einsam sind, sich selbst nicht mehr helfen können, keine Angehörigen mehr haben oder nicht so oft Besuch bekommen, unverzichtbar“, sagt Pflegedirektor Serhat Sari. „Sie unterstützen empathisch von Mensch zu Mensch und sind daher eine wertvolle Ergänzung zu unserer pflegerischen Versorgung.“ 

Die Ehrenamtlichen treffen sich regelmäßig zum Mittagessen und gemeinsamen Austausch im Personalkasino des UKS. Die Verköstigung ist in diesem Fall für die Grünen Damen kostenfrei.

Wie so oft im Ehrenamt, gibt es auch bei den Grünen Damen und Herren Nachwuchssorgen. Von den ursprünglich über zwanzig ehrenamtlich Tätigen im UKS sind zurzeit leider nur noch vier Grüne Damen aktiv – die fünfte im Bunde, Maria Mathei, die seit 2008 als Grüne Dame im UKS unterstützt hat, musste das Ehrenamt nun aufgrund ihres hohen Alters – sie ist stolze 86 Jahre alt – niederlegen. Dennoch trifft sie sich gerne weiterhin mit den anderen: „Den ehrenamtlichen Gedanken kann man so schnell nicht ablegen“, sagt Maria Mathei. „Ich schätze die nette Gemeinschaft in unserer Gruppe, wir kennen uns immerhin schon eine sehr lange Zeit.“ Genau wie ihre noch aktiven Kolleginnen würde sie sich wünschen, dass sie wieder mehr junge Damen oder auch Herren in ihren Kreis aufnehmen könnten. Der jüngste Neuzugang ist Ellen Krippner, die sich seit August letzten Jahres in der Neurochirurgie und Neurologie des UKS engagiert.

Haben Sie Interesse, sich als Grüne Dame oder Grüner Herr zu engagieren?

Wem es Freude macht, in einer solchen Gruppe mitzuwirken und ehrenamtlich für kranke Menschen da zu sein, kann sich bei Britta Conrad, der Koordinatorin der Grünen Damen, Stabsstelle Pflegedirektion des UKS, melden.

„Als Grüne Dame oder Herr muss man selbstverständlich keine gelernte Fachkraft sein, sie dürfen ja keine professionellen Tätigkeiten ausführen, aber Erfahrungen im sozialen Bereich sind hilfreich“, erklärt Britta Conrad. „Dieses Ehrenamt im Umgang mit Patientinnen und Patienten setzt eine gewisse Charakterstärke voraus, da die Grünen Damen mit vielen Notlagen und Leid konfrontiert werden. Mit jedem, der sich engagieren möchte, führen wir daher zunächst ein ausführliches Gespräch.“

Die Motivation zu dieser ehrenamtlichen Tätigkeit kann dabei sehr unterschiedlich sein. Manche haben in ihrem aktiven Berufsleben bereits in Kliniken oder sozialen Einrichtungen gearbeitet und bringen die entsprechenden Einblicke und Erfahrungen mit, andere haben etwa durch selbst erlebte Krisen- oder Krankheitsfälle in der Familie Zugang zum klinischen Umfeld gefunden und möchten sich nun gerne helfend einbringen.

Kontakt: Britta Conrad, Koordinatorin Grüne Damen und Herren, Stabsstelle Pflegedirektion des UKS, Gebäude 90, 5. Stock, Zimmer 535, Tel. (0 68 41) 16 – 2 23 93, E-Mail: britta.conrad@uks.eu © UKS

Schenk, Silvia
26. Feb 2026