Ausstellung „Mahbuba Maqsoodi | glaubhaft“
Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 29. März 2026, 15.00 Uhr
Erstmals präsentiert die international renommierte Künstlerin Mahbuba Elham Maqsoodi eine umfassende Auswahl ihrer ausdrucksstarken Werke im Saarland.
Die aus Afghanistan stammende und seit 1994 im Exil in München lebende Künstlerin erlangte insbesondere durch ihren monumentalen Fensterzyklus in der Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey aus dem Jahr 2021 große Bekanntheit. Die Städtische Galerie Neunkirchen zeigt nun einen repräsentativen Ausschnitt ihres aktuellen Schaffens in Malerei, Zeichnung, Glasmalerei und Wandinstallationen der letzten Jahre. Im Zentrum ihrer Arbeiten stehen stets der Mensch sowie das Nachdenken über das alle Menschen Verbindende.
Die architekturgebundene Kunst, meist mit Glas, ist eines der wichtigen Betätigungsfelder der Künstlerin. Expressiv und dynamisch, häufig in einer wirbelnden Bewegung bannt Mahbuba Maqsoodi ineinander verwobene Farbformen und Figuren auf die Bildfläche. Ihre besondere Wirkkraft entfalten diese Arbeiten im durchscheinenden Licht der Fenster. Figuren, Gesichter, Körper verdichten sich in der Farbflut, lösen sich wieder in abstrakte Formen auf und finden erneut zusammen. Die Künstlerin zieht die Betrachtenden in diese Bilddynamik hinein und lädt zugleich zur stillen Kontemplation über grundlegende Fragen des Seins und der Welt ein. Existentielle menschliche Fragestellungen verschmelzen dabei mit religiösen Themen, Überlegungen zur Vielfalt im Leben und Reflexionen über das aktuelle globale Weltgeschehen.
Auch in ihrer Malerei erscheinen häufig nur angedeutete Figuren, die sich in strudelnden Bewegungen über die Bildfläche ziehen, mit ihr verschmelzen und an anderer Stelle wieder auftauchen. Ausgehend von ihrer eigenen Biographie thematisiert Maqsoodi das Unterwegssein – aufgespannt zwischen den Polen Flucht und Wanderschaft zwischen den Welten.
Ihre intensiven Zeichnungen sind dem gegenüber von einem klaren, kraftvollen und dynamischen Duktus geprägt. Mit präzisen Strichen umreißt die Künstlerin Kompositionen, hält markante Details wie Hände und Köpfe fest. Meist als Studienskizzen für ihre architekturgebundenen Arbeiten gedacht, gelingt es ihr, mit der Ausdrucksstärke der Zeichnungen die Menschen zu berühren.
MAHBUBA MAQSOODI
geb. 1957 in Herat/Afghanistan
Lebt und arbeitet in München.
Ausbildung in persischer Miniaturmalerei, Herat-Schule für Miniaturkunst.
Kunststudium in Sankt Petersburg, Staatliche Stieglitz-Akademie für Kunst und Design, Abschluss Diplom, anschließend Dissertation (Ph.D. in Kunstgeschichte)
Seit 1994 freischaffende Künstlerin
Ausstellungen u.a.:
Johanniskapelle, Bamberg; Klostermuseum Hirsau, Calw; Glasmuseum Frauenau; Kunstverein Wörth; Maximilianeum, München; Rheinisches Landesmuseum, Bonn
Kunst am Bau-Projekte u.a.:
St. Cosmae et Damiani, Dörverden; St. Josef, Cham; Missio München; Benediktinerabtei St. Mauritius, Tholey
ÖFFNUNGSZEITEN
Mittwoch-Freitag 10.00-18.00 UhrⅼSamstag 10.00-17.00 Uhr
Sonntag und Feiertage 14.00-18.00 UhrⅼKarfreitag geschlossen

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