Herzenssache Inklusion: Wenn Homburg die Arme weit öffnet
Pressekonferenz zu den Special Olympics in Homburg
Es gibt diese Momente, da spürt man ganz genau: Hier passiert gerade etwas, das weit über den Tellerrand des Alltags hinausreicht.
Ein solches Gefühl der puren Vorfreude lag vier Wochen vor Beginn der Spiele schon in der Luft, als sich das Schlossberghotel oben auf unserem Homburger Schlossberg am 11. Mai füllte. Die Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026 werfen ihre langen, bunten Schatten voraus und unsere Kreisstadt mittendrin wird im Juni zum pulsierenden Herzschlag dieses wunderbaren, größten inklusiven Multisport-Events Deutschlands. Laut Homburgs Bürgermeister Manfred Rippel geht es hier nicht um bloße Pflichttermine. "Für Homburg war schnell klar, dass wir nicht nur Austragungsort sein möchten, sondern auch Teil des Host-Town-Programms werden wollen", betonte er sichtlich stolz. Es geht um Werte, die uns allen am Herzen liegen: Teilhabe, echte Begegnung auf Augenhöhe und ein Zusammenhalt, der nicht nur auf dem Papier existiert, sondern gelebt wird. Bevor dann vom 15. bis 20. Juni rund 4.300 Athletinnen, Athleten und Unified Partner das ganze Saarland in ein sportliches Sommermärchen verwandeln, mit 12 internationalen Delegationen, zirka 2.500 Volunteers, bei 27 Sportarten an 23 Sportveranstaltungsstätten und geschätzten 100.000 Besucherinnen und Besuchern aus ganz Deutschland, darf Homburg als "Host Town" eine Delegation aus Italien bei uns begrüßen. Geplant sind emotionale und fröhliche Begegnungen mit einem Hauch von "Bella Italia" in umliegenden Vereinen und inklusiven Einrichtungen. (Wir bitten jetzt schon um Verständnis, dass redaktionsbedingt wegen zeitlicher Überschneidungen mit den Sport-Events nicht alles eine Veröffentlichung bei uns im Printmedium Beachtung finden kann. (Anmerkung der Redaktion). Man wird aufzeigen, wie offen und herzlich die Menschen hier bei uns im Saarland sind. Dass das prächtig funktioniert, hat übrigens schon das erste inklusive Sportfest im Sportzentrum Erbach bewiesen, wo die Kids der Grundschulen Langenäcker und Luitpold zusammen mit den Förderschulen Oberlin und Siebenpfeiffer ein echtes Fest des Miteinanders gefeiert haben. Das absolute Highlight für uns alle im Terminkalender wird aber Samstag, der 13. Juni, gewesen sein: Das große "Stadtfest der Inklusion" in der Homburger Innenstadt! Rund 35 Vereine und Institutionen werden die City in eine bunte Meile voller Mitmachangebote, Musik und Leben verwandelt haben. Mit einer sogenannten "Blaulichtmeile", einem offiziellen Fackellauf durch unsere Straßen und laut Bürgermeister einer Überraschung, die weit über die Stadtgrenzen hinaus für Aufsehen sorgen könnte, wird man wohl noch lange dieses große Ereignis in Homburg in Erinnerung behalten. Wir dürfen also mehr als gespannt sein! Während der Spiele selbst wird Homburg zum Mekka der Judo-Wettkämpfe, die im Erbacher Sportzentrum vom 15. bis 19. Juni ausgetragen werden. Sportminister Reinhold Jost brachte es bei der Pressekonferenz im Schlossberghotel wunderbar auf den Punkt: "Solche Spiele haben etwas mit Haltung und Charakter zu tun. Das Land investiert kräftig und nachhaltig in die Barrierefreiheit unserer Sportstätten, damit dieses Event noch lange nachwirkt." Ein riesiges Dankeschön ging in diesem Zuge auch an den Unternehmer Giuseppe Nardi, der als großzügiger Sponsor und Gastgeber der Konferenz einmal mehr zeigte, wie sehr er sich für die Region engagiert. Neben dem Sport wird auch die Gesundheit großgeschrieben: Mit Unterstützung unseres Universitätsklinikums des Saarlandes läuft das großartige Programm "Healthy Athletes", bei dem die Sportler kostenlose Gesundheitschecks von Kopf bis Fuß erhalten. Im Gespräch mit einer der vielen Anwesenden bei der Pressekonferenz sagte die AWO-Kreisvorsitzende und SPD-Stadtverbandsvorsitzende Sevim Kaya-Karadag: "Als waschechte Homburgerin bin ich immer noch geflasht und ich freue mich wahnsinnig drauf!" Mit Leib und Seele ist ihr ein Miteinander statt Nebeneinander sehr wichtig. Und genau dieses Leuchten in den Augen sah man auch bei der Homburger Basketballerin Louise Rohrer. Sie brennt darauf, im Juni selbst auf dem Platz zu stehen, alte Freunde wiederzusehen, neue zu finden und natürlich sportlich alles zu geben. Genau das ist es, was die Special Olympics ausmacht. Es geht um das pure, unverfälschte Glück am Sport und am gemeinsamen Erleben. Homburg ist bereit, die Arme weit zu öffnen.
Gehen wir also alle hin, feuern wir die Olympioniken im Sportzentrum Homburg-Erbach an und setzen wir gemeinsam ein unübersehbares Zeichen für gelebte Inklusion! Text: Chris Ehrlich

.webp)







.jpg)

