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Hitzeschutz im Saarland

Hohe Temperaturen erfordern gezielten Hitzeschutz im Alltag

Mit Blick auf die andauernde Hitzewelle bekräftigt das saarländische Gesundheitsministerium seine bereits in der letzten Woche veröffentlichten Empfehlungen zum Hitzeschutz.

Das Ministerium warnt vor gesundheitlichen Risiken und ruft die Bevölkerung zu besonderer Achtsamkeit und angepasstem Verhalten auf. Ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr verliert der Körper wichtige Salze und Mineralien, was im schlimmsten Fall zu Kreislaufversagen oder Austrocknung führen kann. An heißen Tagen ist es daher besonders wichtig, darauf zu achten, genügend Wasser und ungesüßte Getränke zu trinken.

Besonders bei Hitze gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder sowie ältere und kranke Menschen. Zu letzteren sollten Angehörige täglich den Kontakt suchen, auf ausreichendes Trinken, kühlende Maßnahmen und eine sichere Lagerung von Medikamenten achten. Treten Symptome wie Verwirrtheit, hohes Fieber (über 39 Grad), Bewusstseinstrübung oder wiederholtes Erbrechen auf, muss sofort der Notruf 112 verständigt werden.

Allgemein wird der Bevölkerung empfohlen regelmäßig schattige Orte, Parks, Grünanlagen oder klimatisierte Innenräume aufzusuchen. Zur Kühlung von Innenräumen sollten Fenster, Vorhänge und Rollläden tagsüber geschlossen zu halten und nur in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu lüften. 

Aufenthalte im Freien sowie körperliche Aktivitäten sollten, wenn immer möglich, in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden, da die Mittagshitze den Kreislauf stark beanspruchen kann. Für Abkühlung und sommerliche Erlebnisse sorgen Freibäder, Badeseen und Wasserspielplätze ebenso wie schattige Wald- und Wanderwege. Leichte Speisen wie Obst oder Salate sind an heißen Tagen besonders zur Verpflegung geeignet. 

Arbeitgeber haben hinsichtlich des Hitzeschutzes der Beschäftigten eine besondere Verantwortung. Hitzebelastungen können die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz erheblich beeinträchtigen. Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, Maßnahmen zum Hitzeschutz zu ergreifen. Dazu zählen z. B. flexible Arbeitszeiten, Beschattung, ausreichende Trinkangebote und Ventilation.

Zudem weist das Ministerium darauf hin, niemals Menschen oder Tiere in aufgeheizten Fahrzeugen zurückzulassen, da dort sehr schnell lebensgefährliche Temperaturen entstehen können.

Weitere Informationen unter www.saarland.de/hitzetipps © Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit

Schenk, Silvia
23. Jun 2026