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Fit und gesund durch den Winter

Wie wir unseren Körper in der kalten Jahreszeit optimal unterstützen können

Für den ersten Artikel in unserer neuen Rubrik „Gesundheitsbeitrag“ möchten wir thematisch ein bisschen an die aktuelle Jahreszeit anknüpfen und berichten daher über Tipps und Tricks, wie wir alle gesund und fit durch die letzten Wochen des Winters kommen können. Sicherlich kennen Sie auch die ein oder andere Person, der die kälteren Temperaturen des Winters nichts ausmachen und die auch weder mit gedrückter Stimmung noch mit immer wiederkehrenden Erkältungen in dieser hälfte des Jahres zu kämpfen hat. Das mag wohl ein Stück weit typabhängig sein, aber für all diejenigen, denen es nicht so geht, haben wir im Folgenden ein paar einfache Dinge, die dabei helfen können, die Zeit bis zum nächsten Frühjahr etwas angenehmer zu gestalten.

Beginnen wir mit der Ernährung: Die Auswahl unserer Speisen hat großen Einfluss darauf, ob unser Körper ausreichend Wärme produzieren kann. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird daher auch von wärmenden und kühlenden Lebensmitteln gesprochen. Eine wärmende Wirkung haben zum Beispiel Fenchel, Lauch, Rosenkohl, Kürbis, Chili, Ingwer, gegrilltes Fleisch sowie viele Fischsorten und Meeresfrüchte, während Joghurt, Tomaten, Zitrusfrüchte, Industriezucker und Produkte aus Weizenmehl den Körper eher auskühlen lassen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung kann also sein, die Ernährung während der Wintermonate anzupassen, überwiegend warme Mahlzeiten zu sich zu nehmen und dabei vor allem mit Kräutern und Gewürzen zu arbeiten. Neben dem bereits genannten Chili und Ingwer haben auch Oregano, Basilikum, Rosmarin und Curcuma wärmende Eigenschaften. In der TCM wird davon ausgegangen, dass ein Zusammenspiel aus richtiger Ernährung und Atmung die strömende Lebensenergie, das sogenannte Qi, hervorbringt. Dieses ist wiederum verantwortlich für die Gesundheit unserer Organe, die nicht nur im Winter höchste Priorität für uns haben sollte. Aber nicht nur die Ernährung selbst, sondern auch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, können unser Immunsystem im Winter stärken. An oberster Stelle sei hier das Vitamin D genannt, das der Körper, bei ausreichender Sonneneinstrahlung, über die Haut selbst herstellen kann. Da Vitamin D auch für die geistige Gesundheit eine wichtige Rolle spielt und die Sonne, vor allem im Winter, in unseren Breitengraden nicht lange genug scheint, damit unser Körper eine ausreichende Eigensynthese betreiben kann, sollten wir dieses unbedingt durch hochwertige Präparate von außen zuführen. Auch Tageslicht hat einen nicht unerheblichen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Gerade im Winter, wo die Tage kurz und häufig auch eher grau sind, ist es wichtig, den Körper am besten schon in der Früh dem Tageslicht auszusetzen. Das Fehlen von Licht führt zu einer vermehrten Bildung des Hormons Melatonin, das neben einer Reihe weiterer Hormone dafür sorgt, dass wir gegen Abend langsam müde werden und schließlich einschlafen. Dieser ursprünglich nützliche Effekt, ist für uns, die wir in Zeiten von Elektrizität und künstlichen Lichtquellen leben, natürlich weniger erfreulich, denn wer kann schon um 16 Uhr alles stehen und liegen lassen und einfach schlafen gehen. Wer seinen Tag aber mit ein paar Minuten an der frischen Luft startet, egal ob mit einer Tasse Tee auf dem Balkon, im Garten oder bei einem kleinen Spaziergang, der kann dieser Müdigkeit zumindest ein wenig entgegenwirken. Denn auch, wenn der Himmel mit Wolken bedeckt ist, reicht die Lichtmenge aus, um sich positiv auf unseren Biorhythmus auszuwirken und uns besser über den Tag kommen zu lassen. Nicht zuletzt spielt auch Bewegung eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, fit durch den Winter zu kommen. Das Zauberwort lautet hier eindeutig „Regelmäßigkeit“. Wer sich regelmäßig an der frischen Luft bewegt, stärkt sein Immunsystem und die Abwehrkräfte. Durch die frische Luft wird der Körper außerdem mit genügend Sauerstoff versorgt, was sich insbesondere auf die Leistung unseres Gehirns positiv auswirkt. Egal wie grau und regnerisch es draußen sein mag, wer sich trotzdem überwindet und eine halbe Stunde spazieren geht, wird feststellen, dass man sich danach nicht nur wacher fühlt, sondern auch die Konzentration besser ist.

Fassen wir also noch einmal zusammen: Wärmende Lebensmittel im Sinne der TCM, Vitamin D, ausreichend Tageslicht und regelmäßige Bewegung können einen großen Beitrag dazu leisten, dass wir sowohl physisch als auch psychisch gesund durch den Winter kommen. Neben dem bereits genannten Vitamin D kann auch die zusätzliche Einnahme von hochwertigen Omega 3 Fettsäuren, Zink und Vitamin C sinnvoll sein. Dies sollte jedoch immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Das Wichtigste aber zum Schluss; der Winter ist fast vorbei, denn am 20. März beginnt offiziell der Frühling. Die letzten Winterwochen sollten wir unter Beachtung der oben genannten Tipps also unproblematisch bewältigen können, um dann gesund und munter in die wärmere Hälfte des Jahres zu starten.

Schappé, Emilia
14. Feb 2023