Image
Image
Display Image
array(1) { [0]=> array(3) { ["image"]=> object(Cms\Media)#50 (2) { ["cache":protected]=> array(0) { } ["id":protected]=> int(119315) } ["title"]=> string(161) "Landrat Dr. Gallo (r.) und Patrick Weiten, Präsident des Département de la Moselle (l.), stehen an der Spitze des Vereins „VITA FUTURA Bliesbruck-Reinheim“" ["copyright"]=> string(14) "Sandra Brettar" } }

Viele Projekte in Planung

Deutsch-französischer Verein „VITA FUTURA Bliesbruck-Reinheim“

Zu ihrer zweiten Ordentlichen Vollversammlung haben sich am 25. März die Mitglieder des Vereins „VITA FUTURA Bliesbruck-Reinheim“ im Foyer Communal in Bliesbruck getroffen. Gründungsmitglieder sind das Saarland, der Saarpfalz-Kreis, das Département de la Moselle, die Communauté d´Agglomération Sarreguemines Confluences, die Gemeinden Gersheim und Bliesbruck sowie die touristischen Akteure Saarpfalz-Touristik und Moselle Attractivité. 

Gemäß dem Prinzip der deutsch-französischen Kooperation übernahm Landrat Dr. Theophil Gallo das Amt des Präsidenten. Der vorige Präsident, Patrick Weiten, Präsident des Département de la Moselle, fungiert weiterhin als Vizepräsident. Landrat Dr. Gallo bedankte sich bei seinem Vorgänger für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit seit der Vereinsgründung am 15. September 2022. In seinem Tätigkeitsbericht zum vergangenen Jahr berichtete Patrick Weiten von entscheidenden Schritten für die nachbarschaftliche deutsch-französische Zusammenarbeit bereits im ersten Jahr nach Gründung des Vereins. Dazu zähle die gemeinsame Organisation der Großveranstaltung Vita Romana durch das Département de la Moselle und den Saarpfalz-Kreis, die sich nunmehr zu einem wahrhaftigen deutsch-französischen Highlight entwickelt. „Ich möchte allen Mitgliedern des Vereins danken, die hier als Multiplikatoren auf der Ebene der Kommunikation gewirkt haben. So war die Berichterstattung in den Medien sowohl auf französischer als auch auf deutscher Seite beachtenswert. Weiterhin konnten wir Dank der konstruktiven Arbeit mit der Arbeitsgruppe ‚Tourismus & Marketing‘ des Vereins sowie mit dem Wirtschaftsministerium und der Staatskanzlei eine Raumanalyse des deutsch-französischen Raums des Europäischen Kulturparks erstellen. Auch hier zeigt sich, dass das Engagement aller Akteure eine neue Dynamik zugunsten des Standorts bringt“, so Patrick Weiten. Eine Raumanalyse, eine Strategie zu diesem Raum sowie ein grenzüberschreitendes Verwaltungsorgan sind die Bedingungen, um sich als sogenannter funktionaler Raum beim europäischen Förderprogramm INTERREG VIA Großregion zu bewerben. Diese Bedingungen konnte der deutsch-französische Verein durch die gut funktionierende Partnerschaft erfüllen und dokumentieren. Demnächst soll eine Kooperationsvereinbarung mit der Verwaltungsbehörde INTERREG VIA Großregion unterzeichnet werden. Landrat Dr. Gallo stellte anschließend das ambitionierte Arbeitsprogramm für 2024 vor. Die Besetzung der Stelle des Direktors/der Direktorin wird abgeschlossen und das Verfahren für die Rekrutierung auf einer zweiten Stelle eingeleitet. Die Arbeiten an der Tourismusstudie werden fortgesetzt und sollen im Sommer abgeschlossen werden. Diese Studie beinhaltet einen Maßnahmenkatalog, mit dem die Attraktivität des Parks gesteigert werden kann. Es wird dabei auch um eine zielgruppenorientierte Angebotsausrichtung gehen, damit verbunden die Neuausrichtung der Besucherlenkung. Im Anschluss an die Tourismusstudie soll eine umfassende Kommunikationsstrategie für den gesamten Europäischen Kulturpark aufgebaut werden. Das beinhaltet auch mit der Vorstellung aufzuräumen, es gäbe zwei Kulturparks – einen auf der französischen und einen auf der deutschen Seite. Ursprünglich hatten beide Seiten unterschiedliche thematische Ausrichtungen gewählt, was sich in ihren Benennungen widerspiegelt: Archäologischer Park auf Französisch, Kulturpark auf Deutsch.  „Der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim soll zukünftig aber als eine Einheit wahrgenommen werden. Als eine Einheit im Kleinen, wie wir sie in Europa im Großen sehen und unterstützen müssen. EU-Bürgerinnen und Bürger haben die Freiheit, überall in Europa zu leben und zu arbeiten – und beeindruckende Projekte wie den Europäischen Kulturpark zu realisieren.  Das ist sicher auch ein Aspekt, der Europa so faszinierend macht und den Wert einer starken EU sollten wir uns auch immer vor Augen halten. Ich freue mich auf den Dialog und die gemeinsame Arbeit mit den Partnerinnen und Partnern von „VITA FUTURA Bliesbruck-Reinheim“ und ich bin überzeugt, dass wir für unseren Europäischen Kulturpark noch vieles erreichen werden“, betont Landrat Dr. Theophil Gallo. Alle Vereinsmitglieder waren sich einig, dass seit der Gründung des Vereins wichtige Schritte für eine spannende Umsetzung der innovativen Möglichkeiten des Aachener Vertrages getan wurden und sie freuen sich auf die weitere, enge Partnerschaftsarbeit. 

Hintergrund

Das Département de la Moselle und der Saarpfalz-Kreis haben vor 30 Jahren die Zusammenarbeit beim Aufbau des grenzüberschreitenden Kulturparks initiiert und dessen Entwicklung bis heute erfolgreich gewährleistet. 

Auf Grundlage des Aachener Vertrages vom 22. Januar 2019 sollen nun dem in dieser Form einmaligen Standort Bliesbruck-Reinheim in einer neuen Kooperationsstruktur unter Einbindung weiterer Partnerinnen und Partner aus Deutschland und Frankreich neue Chancen und Möglichkeiten der Weiterentwicklung gegeben werden. Übergeordnetes Ziel wird sein, die Attraktivität des Parks für die Öffentlichkeit durch die Erweiterung des Angebotes zu steigern. Der Verein darf als Ideenschmiede für ein integriertes und grenzüberschreitendes Managementmodell verstanden werden und wird die Rolle des Europäischen Kulturparks als Referenzort für die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Großregion noch stärker herausstellen. © Saarpfalz-Kreis

Schenk, Silvia
11. Apr 2024