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CJD Homburg entwickelt Prüfungsmodul für E-Bike-Diagnose

Ausbildungsbereiche arbeiten gewerkeübergreifend an einem praxisnahen Prüfungsmodul

Was als konkrete Herausforderung aus der Ausbildung begann, ist im CJD Homburg zu einem besonderen gewerkeübergreifenden Projekt geworden: Die Ausbildungsbereiche Fahrradtechnik, Elektrotechnik, Metall und Zerspanung haben gemeinsam einen funktionsfähigen Prototyp für die praxisnahe Fehlerdiagnose an E-Bikes entwickelt und gefertigt. Hintergrund ist die zunehmende technische Komplexität moderner E-Bikes. 

„Bei einer Prüfung kann ein technischer Fehler gezielt im E-Bike-System hinterlegt werden“

Für angehende Fahrradmonteure und Zweiradmechatroniker wird es damit immer wichtiger, Fehler nicht nur zu erkennen, sondern deren Ursache systematisch zu ermitteln und fachgerecht zu beheben. Genau hier setzt das neu entwickelte Prüfungs- und Diagnosemodul an: „Bei einer Prüfung kann ein technischer Fehler gezielt im E-Bike-System hinterlegt werden. Der Prüfling weiß zunächst nicht, welcher Fehler vorliegt. Seine Aufgabe ist es, das System systematisch zu überprüfen, die Ursache einzugrenzen und anschließend die fachgerechte Lösung umzusetzen“, erklären die verantwortlichen Mitarbeitenden im CJD Homburg. Damit wird nicht allein theoretisches Wissen abgefragt. Entscheidend ist vielmehr, ob die angehenden Fachkräfte ein technisches Problem selbstständig analysieren und lösen können. „Wir wollten eine möglichst realistische Situation schaffen, wie sie auch im späteren Berufsalltag vorkommen kann“, erklärt Sebastian Fath, Ausbilder im Bereich Fahrradmonteur im CJD Homburg. Fath gab den fachlichen Impuls für das Projekt und trieb dessen Umsetzung maßgeblich voran.

Für die Entwicklung des Prototyps wurden die Kompetenzen mehrerer Ausbildungsbereiche gebündelt. Fahrradtechnik, Elektrotechnik, Metall und Zerspanung haben einen funktionsfähigen Prototyp für die praxisnahe Fehlerdiagnose an E-Bikes entwickelt und gefertigt. Auch Auszubildende waren in die Entwicklung eingebunden. Eine zentrale Rolle spielte dabei Aaron Priester, Auszubildender im zweiten Lehrjahr. Durch die Mitarbeit an dem Projekt konnte er Erfahrungen sammeln, die über die klassischen Inhalte seines Ausbildungsberufs hinausgehen: Von der Entwicklung einer technischen Lösung über die Zusammenarbeit mit anderen Gewerken bis hin zur praktischen Erprobung des Prototyps war er unmittelbar am Entstehungsprozess beteiligt.

 

Ein Projekt mit Nutzen über das CJD Homburg hinaus

Entstanden ist dabei keine vorgefertigte Konstruktion, die lediglich nachgebaut wurde. Die beteiligten Fachbereiche mussten eine eigene Lösung entwickeln, einzelne Komponenten konstruieren und fertigen, die elektrotechnische Umsetzung realisieren sowie das System testen und weiter optimieren. Damit wurde das Projekt selbst zu einer praktischen Lernaufgabe. Eine wichtige Grundlage dafür war die großzügige Unterstützung von Panasonic. Der fertige Prototyp soll nun auch über das CJD Homburg hinaus eingesetzt werden. Das entwickelte Prüfungs- und Diagnosemodul wurde dem Trainingszentrum des Saarländischen Kfz-Verbandes in Saarbrücken zur Verfügung gestellt. Dort kann es künftig für die Ausbildung und Prüfung angehender Fahrradmonteure und Zweiradmechatroniker genutzt werden. © CJD

Schenk, Silvia
28. Sep 2026