Pflegeausbildung am Diakonie Klinikum gewinnt an Attraktivität
Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe startet mit drei Kursen
69 Schülerinnen und Schüler haben heute ihre Ausbildung an der Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe am Diakonie Klinikum in Neunkirchen begonnen. In zwei Kursen beginnt für 43 Schülerinnen und Schülern die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachperson. Weitere 26 Menschen starten ihre Ausbildung zur Pflegeassistenz.
Zum Ausbildungsstart zieht die Schule eine positive Bilanz: Die Zahl der Auszubildenden hat sich im vergangenen Jahr nahezu verdreifacht. Auch das Lehrkräfteteam ist kontinuierlich gewachsen und zählt mittlerweile 13 Mitglieder. „Wir sehen, dass sich immer mehr Menschen bewusst für einen Beruf entscheiden, der fachlich anspruchsvoll ist und gleichzeitig sehr viele Entwicklungsmöglichkeiten bietet“, fasst Schulleiter Damianos Koukas zusammen. Um die Rahmenbedingungen für die Pflegeausbildung attraktiver zu gestalten, hat das Team der Schule gezielte Maßnahmen ergriffen.
Einstieg in die Fachkraftausbildung ist vielfältig
Einen wichtigen Beitrag zu den steigenden Schülerzahlen leistet das seit 2025 bestehende Ausbildungsangebot zur Pflegeassistenz. Die Ausbildung ermöglicht den Einstieg in das Berufsfeld Pflege bereits mit einem Hauptschulabschluss, für die Ausbildung zur Pflegefachperson ist hingegen mindestens ein guter mittlerer Bildungsabschluss erforderlich. Die Pflegeassistenz ist dabei für viele nicht das Ende des Ausbildungsweges. Ein großer Teil der Absolventinnen und Absolventen entscheidet sich anschließend für die Ausbildung zur Pflegefachperson, beobachtet die Schulleitung. Unter den entsprechenden Voraussetzungen ist danach ein Einstieg in das zweite Ausbildungsjahr der generalistischen Pflegeausbildung möglich.
„Wir möchten Menschen unterschiedliche Wege in die Pflege eröffnen. Die Pflegeassistenz ist dafür ein sehr guter Einstieg und gleichzeitig eine Perspektive, sich
fachlich weiterzuentwickeln“, erklärt die Schulleitung. „Dass viele anschließend die Ausbildung zur Pflegefachperson beginnen, zeigt uns, dass dieser Weg funktioniert.“
Auch für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger gibt es Möglichkeiten in den Pflegeberuf überzugehen. Die Ausbildung kann unter bestimmten Voraussetzungen über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden. Die Schule am Diakonie Klinikum verfügt über die notwendige AZAV-Zertifizierung, ein staatlich anerkanntes Qualitätssiegel für Bildungsträger und Arbeitsmarktdienstleister.
Schule entwickelt sich zum Bildungsstandort
Neben der klassischen Ausbildung baut das Team den Fort- und Weiterbildungsbereich kontinuierlich aus. Angeboten werden inzwischen eine Weiterbildung zur Praxisanleitung sowie die 24-Stunden-Fortbildung, für interne du externe Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter. Weitere Module sind bereits in Planung. Auch die räumlichen und technischen Voraussetzungen wurden in den vergangenen Jahren erweitert. In den Diakonie Kliniken Fliedner steht ein eigener Schulungsraum zur Verfügung. Die ehemalige Intensivstation des Krankenhauses wurde zu einer Übungsstation für die Auszubildenden umgebaut. Im Diakonie Klinikum Neunkirchen kam ein weiterer praktischer Übungsraum hinzu. So können pflegerische Situationen unter realistischen Bedingungen trainiert werden, bevor die Schülerinnen und Schüler diese Verantwortung im Arbeitsalltag übernehmen.
Unterstützung über die gesamte Ausbildungszeit
Um Schülerinnen und Schüler während ihrer Ausbildung noch gezielter zu unterstützen, wurde außerdem die Funktion des Ausbildungslotsen eingeführt. Er steht bei Fragen und Problemen als zusätzliche Ansprechperson zur Verfügung, begleitet die Auszubildenden und hilft dabei, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden. Für Auszubildende mit internationaler Biografie wurde außerdem ein eigenes Angebot zur Sprachförderung aufgebaut. Im Rahmen eines entsprechenden Projektes des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge erhalten Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr innerhalb ihrer Arbeitszeit zusätzliche Unterstützung bei der Entwicklung ihrer deutschen Sprachkenntnisse. „Eine gute Ausbildung braucht mehr als guten Unterricht. Wir müssen auch die unterschiedlichen Voraussetzungen der Menschen berücksichtigen, die zu uns kommen“, erklärt Sabina Hasi, Lehrkraft an der Schule. „Wenn wir Auszubildende gezielt unterstützen, profitieren am Ende alle: die Schülerinnen und Schüler selbst aber vor allem die Menschen, die sie später pflegen.“
Interessierte können sich über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe informieren und sich per Mail bewerben: sgp-sl@kreuznacherdiakonie.de © Stiftung kreuznacher diakonie | Petra Jost


