Rettungsaktion am Steinberg
Spaziergänger schützen Froschlaich vor dem Austrocknen
Ein Sonntagsspaziergang im Waldgebiet am Karlsbrunnen nahm einen unerwarteten, aber naturschutzfachlich bedeutsamen Verlauf. Eine Familie aus Oberbexbach entdeckte bei ihrem Rundgang am Steinberg in einem flachen Wassergraben rund 25 bis 30 Laichballen von Grasfröschen.
Aufgrund der aktuellen Witterung bestand die akute Gefahr, dass der Graben austrocknet und der Froschlaich sowie die bereits geschlüpften Kaulquappen absterben. Die Spaziergänger, beide Diplom-Biologen, entschieden sich daher, umgehend Maßnahmen zum Schutz der Tiere zu ergreifen. In Abstimmung mit den zuständigen Stellen siedelten sie den Laich und die Jungtiere in zwei etwa 50 Meter entfernte, tiefere Wasserflächen um, die dauerhaft Wasser führen.
Da Amphibien in Deutschland unter besonderem Schutz stehen, ist ein solches Vorgehen genehmigungspflichtig. Aufgrund der Dringlichkeit der Situation konnte die erforderliche Genehmigung kurzfristig durch die zuständige Naturschutzbehörde erteilt werden. Auch der zuständige Revierförster wurde in die Maßnahme eingebunden und unterstützte die Rettungsaktion ausdrücklich.
Die gelungene Umsiedlung zeigt, wie wichtig fachkundiges Handeln, schnelle Abstimmung und die Zusammenarbeit zwischen engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie den Behörden für den praktischen Naturschutz vor Ort sind. © Ralf Döllgast

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