Page 31 - Ausgabe 118 / Juni 2022
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Musikalische Hilfe für die Ukraine
Klavierimprovisationsmarathon im Homburger Saalbau
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  Gymnasium Johanneum siegt
Bundesweiter Wettbewerb „Chante ton AbiBac“
 Bei dem bundesweiten Wettbewerb „Chante ton AbiBac“ haben die Schü- lerinnen und Schüler der Klasse 10eu des Gymnasiums Johanneum in Hom- burg den Publikumspreis gewonnen.
Mit ihrem Musikvideo „Nous sommes la classe bilingue“ setzten sie sich mit mehr als 1.500 likes und über 11.000 Aufrufen auf youtube gegen die zweitplatzierte Schu- le, ein Gymnasium aus Sindelfingen, durch. Beim Jury-Preis, der am Mittwoch den 18. Mai in Lille verliehen wurde, erzielte das Gymnasium Johanneum für seinen Beitrag den 3. Platz. „Diese bundesweite Auszeich- nung ist ein schönes Kompliment für die Ar- beit der Lehrerinnen und Lehrer und ihrer Schüler im EU-Zweig unserer Schule“, kom- mentierte Oliver Schales, der Schulleiter des Gymnasium Johanneum, den Wettbewerbs- erfolg. Der Wettbewerb „Chante ton AbiBac“ wird in Deutschland und Frankreich durch- geführt. Zu den Schirmherren des Wettbe- werbs gehören neben dem Ernst-Klett-Verlag und dem Deutsch-Französischen Jugend- werk das französische Erziehungsministeri-
Die Klasse 10eu hat den Publikumspreis bei „Chante ton AbiBac“ gewonnen
© Anne Hahn, Johanneum
um sowie der Bevollmächtigte der Bundes- republik Deutschland für kulturelle Angele- genheiten. Zu den Jury-Mitgliedern des Wettbewerbs zählte auch die bekannte Hip- Hop-Gruppe Zweierpasch sowie Maik Böing, der Vorsitzende der Arbeitsgemein- schaft LIBINGUA. Für Maik Böing war klar: „Das Johanneum hat einen richtigen Ohr- wurm beigetragen, von dem man nicht ge- nug bekommen kann“.
 Das Siegervideo im Internet: https://www.youtube.com/watch?v=- HWO4SftnAI n
  Am ersten Wochenende im Mai 2022 startete im Homburger Saalbau ein besonderes Hilfsprojekt für die Ukrai- ne. Auf Initiative von Christoph Thie- lemann taten sich zahlreiche Musiker zusammen, um gemeinsam einen 48 Stunden dauernden Klavierimprovisa- tionsmarathon zu bestreiten, dabei Geldspenden für die Ukraine zu sam- meln und den Menschen mit ihrer Mu- sik eine Freude zu machen.
 Gedanken zum Ausdruck bringen – Auf die- se Weise ist das Grundprinzip einer musi- kalischen Improvisation sicher gut getroffen. Wenn man die Fähigkeit zu improvisieren gut beherrscht, können von einem Moment auf den anderen interessante, neuartige und vor allem besondere Melodien entstehen, die eine Momentaufnahme musikalischer
Als Steinmetz gestaltete Christoph Thiele- mann auch den Eingang zum Konzertsaal
Gedanken ohne Frage widerspiegeln. Doch wie weit reichen die Gedanken, um sie in Musik umzusetzen? Diese Frage stellte sich aktuell der Christoph Thielemann aus Blies- kastel. Um diese Frage zu beantworten, wag- te der Hobbymusiker ein spannendes Expe- riment. Er lud am ersten Wochenende im Mai alle Musiker aus Homburg und Umge- bung zu einem 48stündigen Klavierimpro- visationsmarathon in den Homburger Saal- bau ein. Hierbei sollten die Teilnehmer von Freitag- bis Sonntagnachmittag ihr improvi- satorisches Können unter Beweis stellen. Um dem Experiment einen besonderen Anreiz zu verleihen, wurden während der komplet- ten Veranstaltung Spenden für die Ukraine-
Improvisation geht auch gemeinsam
Hilfe gesammelt, die auf einem Spenden- konto der Organisation „Deutschland hilft“ verbucht wurden. Während des Marathons wurde sogar in der Nacht musiziert. Eine Teilnahme war nicht an das Klavier gebun- den. Sänger, Gitarristen, Schlaginstrumenta- listen waren hierbei genauso willkommen.
Christoph Thielemann (links) hier gemeinsam mit dem Gitarristen und Sänger Sebastian Döll
So stand einem musikalischen Wochenende im Homburger Saalbau nichts mehr im Weg. Die teilnehmenden Musiker zeigten sich in- teressiert und vielseitig. Ein gutes Beispiel hierfür war der Initiator des Projekts Chris- toph Thielemann. Nach einer umfangreichen Improvisation auf dem Flügel wechselte der Steinmetz schnell das Instrument und be- gleitete einen Gitarristen und Sänger auf der Cajon, wovon sich die Zuhörer sehr angetan zeigten. Am ersten Sonntag im Mai ging der
Christoph Thielemann initiierte den Klaviermarathon
Marathon nachmittags zu Ende. Rückbli- ckend kann man festhalten, dass hier eine Vielzahl an tollen Melodien entstanden sind, bei denen die improvisatorischen Gedanken nicht verloren gegangen sind und eigentlich nicht mehr so schnell vergessen werden soll- ten. Wenn noch durch die bei diesem Event zusammengekommenen Spenden ein Bei- trag zur Ukraine-Hilfegeleistet werden kann, war der Klavierimprovisationsmarathon ein echter Erfolg und sollte einen festen Platz im Homburger Kulturkalender finden.
       Ausgabe 118 / Juni 2022
Weitere Informationen zu den Veran- staltungen im Kulturzentrum Saalbau in Homburg finden Sie im Internet un- ter www.homburg.de fs
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