Page 34 - Ausgabe 102 / Februar 2020
P. 34
Anzeige
Schwierige Zeiten auch bei den Fechtern
Portrait der Homburger Fechttrainer zum Ende letzten Jahres
men und Fechten jeder gegen jeden auf 3 Treffer) der Jugend. Danach noch einige Jah- re Landesjugendfachwart. Von 1988 bis 1994 war er Bundesjugendfachwart Friesen- kampf beim Deutschen Turnerbund. In sei- nem Zuständigkeitsbereich lag die Ausrich- tung der Deutschen Friesenkampfmeister- schaften. In seine Amtszeit fiel auch die In- tegrierung der Jahnkämpfer, ein fechterischer Mehrkampf aus der damaligen DDR in den Deutschen Turnerbund. 1990 nahm er beim Besuch der Jahnkämpfe in Freyburg/Unstrut als erster „Wessi“ an den Wettkämpfen teil und wurde DDR Vizemeister. 1984 absol- vierte er die Jugendleiterausbildung beim LSVS. 1986 trat er die Trainerausbildung an der Sportschule an. 2006 bis 2011 war er Lehrwart des Saarl. Fechterbundes. Von 1984 bis 1995 war er 1. Beisitzer im Schiedsge- richt des Saarl. Fechterbundes. Seit 1988 war
Ute Dort
er bereits im Trainerteam als Springer tätig. Seit 1995 bis heute ist er Vorsitzender des Schiedsgerichtes beim FBS. Als Auszeich- nung erhielt er 1993 die Goldene Ehrenna- del des FBS und des TV Homburg. 2006 be- kam er die höchste Auszeichnung des FBS, den Ehrenteller. 2011 erhielt er den Ehren- amtspreis des Stadtverbandes für Sport aus den Händen von Christian Weber, der diesen Preis über die Karlsbergbrauerei auslobte. 2012 wurde er mit der Ehrenamtsplakette der Saarl. Landesregierung von Ministerin Monika Bachmann ausgezeichnet. 2018 wurde er zum Ehrenmitglied des Fördervereins ausge- zeichnet. Norbert Feß hat auf über 850 Tur- nieren gefochten und konnte 30 Landesmeis- tertitel im Florett- und Degenfechten, sowie im Friesenkampf erringen. An 7 Europameis- terschaften konnte er starten und als Höhe- punkt wurde er für die Senioren WM 2007 in Sydney in Australien nominiert, wo er in das Hauptfeld der besten 24 gelangen konnte.
Er hat über 100 Turniere gewonnen von den Stadtmeisterschaften bis Überregional. Vier- mal wurde er Deutscher Vizemeister im Frie- senkampf und stand mehrmals auf dem Treppchen. Einmal wurde ihm der Deutsche Meistertitel geklaut, weil er angeblich beim Schwimmen einen Wendefehler produzierte,
Zurzeit stehen noch drei Trainer zur Verfügung (Stand Dezember 2020), die die Arbeit durch die Ausfälle von Wal- ter Jung und Jürgen Kelm zusätzlich übernehmen mussten. Norbert Feß als verantwortlicher Trainer nahm die Tä- tigkeit im Januar 2019 als Nachfolger von Jens Dörrenbächer, der beruflich in die Vorderpfalz wechselte, auf.
Er kam 1968 auf Initiative von Walter Jung zum Fechten und legte im selben Jahr noch die Anfängerprüfung ab. Davor spielte er bei Palatia Limbach Fußball und turnte beim TV Limbach. Geboren 1950 in Wattweiler Kreis
Norbert Feß
Zweibrücken. Im Alter von 4 Jahren zog er mit seinen Eltern nach Limbach ins damalige Saargebiet, weil sein Vater dort eine neue Arbeit aufnahm. Die Anfangszeiten beim Fechten waren schwer, da er als Querein- steiger mit 18 erst seine Erfahrungen sam- meln musste. Meistens schied er bereits in
Lars Imbsweiler
der 1. Runde aus, da er gleich bei den alten Hasen der Aktiven Mitfechten musste. Er gab aber nicht auf, vor allem weil der Zusam- menhalt der Homburger unter Trainer Udo
Unsere Kandidaten für die 2x ausgefallene Anfängerprüfung durch die Pandemie, stehend v.l. Ahmet Zant, Ute Dort, Feline Diehl, Lars Imbsweiler, Olivia Schäfer. sitzend v.l. Cristina Orza und Huler Alhasan
bis 1978 das Amt des Jugendwartes bei den Homburger Fechtern. 1978 übernahm er den Vorsitz der Fechtabteilung als Nachfolger von Dieter Reichert und war auch für die Pressearbeit bis 1986 zuständig. Bis zum Jahr 2001 hatte er dieses Amt inne. In seiner Amtszeit besuchte er selbst nicht nur Turniere, sondern war auch ständig mit den Jugend- fechtern unterwegs. Dieter Dörrenbächer be- gleitet seit diesem Zeitpunkt den Vorsitz bis heute. Ab 2001 war Norbert Feß dann noch im Turnrat bis 2011 als Beisitzer tätig.
Lucas sehr eng war. Mit seinen Vereinska- meraden war er bei vielen Turnieren in Lu- xemburg, Frankreich und Belgien unterwegs. 1969 trat er seinen Wehrdienst bei der Luft- waffe an, wo er 1970 mit der 1. Mannschaft der Luftwaffe Deutscher Militärmeister der Florettfechter in Wilhelmshaven wurde. Zu- rück vom Wehrdienst übernahm er von 1972
Ute Dort mit den Kleinsten
Von 1985 bis 2001 begleitete er das Amt des stellvertr. Landesfachwartes Fechten un- ter Jürgen Kelm beim Saarl. Turnerbund in Zuständigkeit für Friesenkampf (fechterischer Mehrkampf mit Schießen 10 Schuss mit Luft- gewehr, Kugelstoßen, Laufen je nach Alters- klasse von 50 m bis 1000 m, 100 m Schwim-
Ausgabe 102 / Februar 2021
34

