Page 32 - Ausgabe 112 / Dezember 2021
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Zurück im Heimathafen Kiel
Das Minenjagdboot HOMBURG ist heimgekehrt
tock an. Dort traf der aus Schiffen und Boo- ten von sieben NATO-Nationen bestehende Verband unter Führung eines US-amerika- nischen Stabs das erste Mal so richtig zu- sammen. Anfang Oktober wurde die Füh- rung der NATO-Group dann an Polen über- geben. Kurz darauf stand das erste Manöver vor der Tür und so konnten in der Eckern- förder Bucht eine alte Grundmine sowie eine alte Granate lokalisiert werden. Eine Spren- gung unterlieb aufgrund der aktuellen um- weltschutzrechtlichen Auflagen und so wur- den die beiden explosiven Kontakte lediglich kartographiert und den zuständigen Behör- den gemeldet. Weiter ging es über Däne- mark nach Norwegen und anschließend von dort aus in die deutlich unruhigere und raue- re Nordsee. Die ersten „Brecher“ mussten weggesteckt werden und auch dem letzten „Frischling“ waren nun Seebeine gewachsen. Erneuter Stopp wurde im französischen Cherbourg eingelegt, wo auch der Komman- dantenwechsel stattfand. Anschließend ging es wieder auf See, um dieses Mal vor der französischen Nordseeküste nach den ge- fährlichen und rostenden Altlasten zu su- chen. Insgesamt konnten durch den NATO- Verband drei alte Minen unschädlich ge-
Pünktlich um 10 Uhr am 26. Oktober 2021 passiert das Patenboot der Kreis- stadt Homburg, das Minenjagdboot HOMBURG der Deutschen Marine, die Molenköpfe des Marinestützpunk- tes an der Kieler Förde. Damit kehrt die HOMBURG (M 1069) des 3. Mi- nensuchgeschwaders nach 107 Tagen aus einer sogenannten einsatzgleichen Verpflichtung, dem Ständigen NATO Minenabwehrverband 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1), aus der Nord- und Ostsee in ihren Heimathafen Kiel zurück.
Es hat aufgeklart und sogar die Sonne lässt sich blicken, als das Minenjagdboot unter dem Kommando von Korvettenkapitän Flo- rian Holzhüter zu den Klängen des Marine- musikkorps Kiel an der Scharnhorstbrücke festmacht. Neben den Angehörigen und Freunden der Besatzung sind zahlreiche Sol- datinnen und Soldaten des 3. Minensuch- geschwaders auf der Pier angetreten, um die HOMBURG gebührend zu empfangen. Aus Homburg sind dazu Achim Müller, Paten- schaftsbeauftragter der Kreisstadt Homburg und Dietrich Peter Kleine, zweiter Vorsitzen- der der Marinekameradschaft Homburg e. V. sowie MK-Mitglied Jürgen Koßmann als Empfangsdelegation nach Kiel gereist. Kom- mandant Holzhüter und die HOMBURG- Besatzung werden von Fregattenkapitän Ter- je Schmitt-Eliassen, Kommandeur des 3. Mi- nensuchgeschwaders, begrüßt: „Vielen Dank, liebe Gäste, dass sie die „Hauptper- son“ des heutigen Tages, die Besatzung des Minenjagdbootes HOMBURG, aus der ein- satzgleichen Verpflichtung unter der NATO- Flagge hier in Kiel begrüßen und damit den- jenigen, die für uns zur See fahren und die für uns die Entbehrungen auf sich nehmen, den Empfang bieten, den sie verdienen. Ich möchte auch an dieser Stelle den Familien, Angehörigen und Freunden danken, denn sie machen diese Einsätze erst möglich. Nur ihre Unterstützung erlaubt es meinen Sol- datinnen und Soldaten, in den Einsatz zu fahren und dort ihren Beruf täglich auf so hohem Niveau auszuüben. Vielen Dank für ihre Unterstützung und seien Sie stolz auf ihre Seefrauen und Seemänner, denn stolz auf sie können sie zurecht sein. Ich freue mich auch sehr darüber, eine Delegation aus Homburg beim Einlaufen ihres Patenbootes begrüßen zu können. Sie sind ja irgendwie auf wundersame Weise schon an Bord ge-
raten. Ein tolles Zeichen der Verbundenheit mit ihren Patenkindern. Sie haben als Besat- zung in den letzten Monaten den Beitrag Deutschlands in einem der ständigen Ein- satzverbände dargestellt und dort einen sehr guten professionellen Eindruck hinterlassen“. Für die 44-köpfige Besatzung begann die Reise am 12. Juli in Kiel unter der Führung von Kapitänleutnant Finn Fritz, der norma- lerweise das Kommando über das Minen- jagdboot DILLINGEN innehat. Der ursprüng- lich vorgesehene Kommandant, Korvetten- kapitän Florian Holzhüter, schaute seiner Be- satzung beim Auslaufen von der Pier aus zu. Der Grund dafür war allerdings kein unbe- deutender, denn die Geburt des ersten Kindes stand bevor und so hieß es zunächst für Ka- pitänleutnant Fritz: „Leinen los und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“. Zunächst verblieb das Boot im bekannteren Gewässer der Ostsee und steuerte als erstes den Marinestützpunkt Hohe Düne in Ros-
Neben Angehörigen und Freunden der Besatzung sind zahlreiche Soldatinnen und Soldaten des 3. Minensuchgeschwaders und das Marinemusikkorps Kiel auf der Pier angetreten, um die HOMBURG gebührend zu empfangen
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Die Gemeinde Kirkel wünscht Ihnen allen in dieser nicht einfachen Zeit
ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches „Neues Jahr“.
Bleiben Sie gesund! Frank John (Bürgermeister)
Die Ortsvorsteher:
Peter Voigt Hans-Dieter Sambach Max Limbacher
(Kirkel-Altstadt) (Kirkel-Neuhäusel) (Kirkel-Limbach)
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