Page 30 - Ausgabe 112 / Dezember 2021
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Auszeichnung mit „Freiherr-vom-Stein“-Medaille
Ehre für verdiente Kommunalpolitikerinnen und -politiker
auch als Mitglied der Verbandsversammlung Zweckverband Biosphäre Bliesgau.
Karl-Heinz Wack
Karl-Heinz Wack betätigte sich von 1979 bis 2010 als Vertreter der SPD
im Ortsrat Reinheim und engagierte sich von 1994 bis 2019 als Mitglied des Gemeinde- rates Gersheim. Er war Mitbegründer des SPD-Ortsvereins Reinheim in den 70er Jah- ren und bekleidete von 1987 bis 2018 die Position des Vorsitzenden. 10 Jahre lang war er zudem Vorsitzender des Tennisclubs Rein- heim (2000-2010).
Gerhard Wagner
Gerhard Wagner saß 20 Jahre lang für die SPD im Homburger Stadtrat (1999-2019); in den Jahren 2014 bis 2017 hatte er zusätzlich den Fraktionsvorsitz inne. Den Ortsverein der SPD Beeden führte der Geehrte als Vor- sitzender ebenfalls 20 Jahre lang. Von 1994 bis 2019 arbeitete er außerdem als Ortsver- trauensmann in Homburg-Beeden. Gerhard Wagner ist zudem nicht nur Mitorganisator des Festes zu St. Martin und des Beeder Weihnachtsmarktes, sondern auch Unter- stützer beim Biotop-Verein sowie der katho- lischen und evangelischen Kirche.
Zum Hintergrund:
Die „Freiherr-vom-Stein-Medaille“ ist eine Auszeichnung, die das Saarland an Bürge- rinnen und Bürger verleiht, die sich um die kommunale Selbstverwaltung verdient ge- macht haben. Die Auszeichnung wurde am 14. September 1989 vom saarländischen Mi-
Im Homburger Landratsamt wurden in einer Feierstunde fünf Kommunal- politikerinnen und -politikern aus dem Saarpfalz-Kreis mit „Freiherr-vom- Stein“-Medaille ausgezeichnet.
Herbert Keßler aus Mandelbachtal-Ommers- heim, Anni Schindler aus Homburg, Karl- Heinz Wack aus Gersheim-Reinheim sowie Gerhard Wagner aus Homburg haben von Innenstaatssekretär Christian Seel am Freitag, 7. Oktober 2021, im Homburger Landrats- amt für ihre Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung die „Freiherr-vom-Stein“- Medaille erhalten. Darüber hinaus wurde Jürgen Wack aus Gersheim-Reinheim post- hum mit der Auszeichnung geehrt, die seine Familie stellvertretend in Empfang nahm. Staatssekretär Christian Seel: „Der Namens- patron der Medaille hat die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung durch die Betätigung in der Kommunalpolitik oder - verwaltung als essentiellen Bestandteil des Staatswesens verstanden. Die Geehrten ha- ben in dieser Hinsicht vorbildliches Engage- ment bewiesen. Daher freue ich mich sehr darüber, ihre Arbeit mit dieser Auszeichnung würdigen zu dürfen.“
Die Geehrten:
Herbert Keßler
Herbert Keßler war von 1984 bis 1989 und von 1997 bis 2004 für die CDU im Ortsrat Ommersheim aktiv und betätigte sich von 1994 bis 2004 als Mitglied und Fraktions- vorsitzender im Gemeinderat Mandelbachtal; in den Jahren 1997 bis 2004 brachte er sich im Kreistag ein. Er engagierte sich darüber hinaus im Ausschuss für Umwelt, Raumord- nung und Bauwesen, im Verwaltung-Finanz- Personalausschuss, im Ausschuss für Bildung, Kultur sowie im Unterausschuss für Feuer- wehrangelegenheiten. 1989 trat er die Stelle als stellvertretender Ortsvorsteher an, 1997 übernahm er dann die Position des Ortsvor- stehers, die er bis 2004 innehatte. Im selben Jahr wurde er zum Bürgermeister der Ge- meinde Mandelbachtal gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis 2012. Neben seiner politi- schen Tätigkeit übt der Ommersheimer auch viele weitere ehrenamtliche Beschäftigungen aus. So war er beispielsweise von 1984 bis 1994 Vorsitzender des Musikvereins Om- mersheim, ist Aufsichtsratsmitglied bei der Kreissparkasse und bringt sich im Handball- verein Ommersheim ein.
Anni Schindler
Anni Schindler setzte sich von 1984 bis 2004 als CDU Mitglied im Gemeinderat Homburg für ihre Heimatkommune ein. Sie ist Schatz- meisterin im CDU Ortsverband Erbach-Reis- kirchen sowie Gründerin der Frauenunion Erbach-Reiskirchen. Seit 1996 arbeitet sie als Ortsvertrauensfrau und seit 1970 enga- giert sie sich im Vorstand des Reit- und Fahr- vereins Homburg-Erbach. Zudem betätigt sich die Geehrte als Schöffin am Landgericht Saarbrücken (Schwurgericht) sowie als eh- renamtliche Richterin beim Amtsgericht Neunkirchen.
Jürgen Wack (posthum)
Jürgen Wack hat als CDU-Mitglied 26 Jahre lang im Ortsrat Reinheim die kommunale Politik mitgestaltet (1989 bis 1990 und 1994 bis 2019). Von 1989 bis 2019 setzte er sich außerdem als Mitglied und ab 2010 auch als Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Gersheim ein; von 1999 bis 2004 arbeitete er als Beigeordneter. Ebenfalls 1999 trat er das Amt des Ortsvorstehers von Reinheim an, das er bis 2019 ausübte. In Jürgen Wacks Amtszeit als Ortsvorsteher fielen unter an- derem der Neubau der Kindertagesstätte, die Erweiterung der Grundschule und der Bau des Rasenplatzes der Sportfreunde Rein- heim, in deren Trikot er als aktiver Fußballer viele Jahre auflief. Ein Glanzpunkt in der Ära
Freudige Gesichter bei der Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Medaille im Homburger Forum. Foto: MIBS/F. Färber
von Jürgen Wack war die eindrucksvolle, mehrtägige 750-Jahr-Feier des Dorfes im Jahr 2017. Des Weiteren organisierte der Geehrte eine denkwürdige kulinarische Weinwande- rung und half bei der Organisation mehrerer Rosenmontagsumzüge. Im ehrenamtlichen Bereich betätigte er sich überdies in den Jah- ren 2009 bis 2019 sowohl als Aufsichtsrats- mitglied bei den Stadtwerken Blieskastel als
nisterpräsidenten gestiftet und am 16. Sep- tember 2002 von der damaligen Innenmi- nisterin in einem ergänzenden Erlass kon- kretisiert. Nur alle zwei Jahre werden Per- sönlichkeiten ausgezeichnet, die sich bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen kommunal- politischen Tätigkeit oder ihres Amtes be- sondere Verdienste um die kommunalpoli- tische Selbstverwaltung erworben haben. n
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