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jöh“ lokalpatriotisch, humorvoll und sozial- kritisch in Szene setzte. Seine Zeitgenossen nannten ihn „Pinsel-Heinrich“. Viele Straßen und Plätze Berlins sind weltbekannt: der Kur- fürstendamm („Kudamm“) mit der Kaiser- Wilhelm-Gedächtniskirche, der Alexander- und Potsdamer Platz, die Friedrichstraße, die Bernauer Straße u.v.a. - allesamt mit einer beeindruckenden Geschichte!
von Berlin. Das sagt schon alles! Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte die Tyrannei der SED-Herrschaft. Nicht nur diejenigen, die während der DDR-Zeit in Berlin die Schre- cken des Staatssicherheitsdienstes (Stasi) und die Menschenrechtsverletzungen an der Mauer (1961-89) erlebt haben, sind heutzu- tage begeistert von dem angenehmen Wan- del: Die pulsierende Weltmetropole strahlt seit dem Mauerfall am 9. November 1989 und der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 Freiheitsliebe, Lebensfreude und Dy- namik aus und präsentiert ein florierendes Kulturleben – wie in den Goldenen Zwan- zigern des 20. Jahrhunderts! Im „Kabarett- Theater Distel“ in der Friedrichstraße 101, dem zurzeit größten deutschen Ensemble- Kabarett, steht seit September 2021 die Vor-
Reiterstatue von Friedrich dem Großen in der Prachtstraße „Unter den Linden“
stellung „Deutschland in den Wechseljah- ren. Von Zuständen und Abständen“ auf dem Spielplan, das die gegenwärtigen politischen Verhältnisse im Umfeld der Bundestagswahl 2021 und Zeitprobleme mit viel Esprit aufs Korn nimmt. Gute Unterhaltung ist da ga- rantiert – mit tiefsinnigem Wortwitz, Paro-
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dien, Musik und Gesang. Der Werbeflyer vermittelt bereits einen ersten Eindruck von dem zeitkritischen Stück: „Die Kanzlerin
Albrecht der Bär, der erste Markgraf von Brandenburg, am Eingang der Touristenattrak- tion „Berlin Dungeon“, das „Folterfakten und Schauergeschichten“ präsentiert
Die Stadt war mehrfach Mittelpunkt deut- scher Freiheitsbewegungen, Zentrum des na- tionalen Hochmuts im Kaiserreich und Drit- ten Reich, Metropole der wilden Goldenen Zwanziger (1924-1929) in der Weimarer Re- publik und gestaltete den Aufbruch zur li- beralen Demokratie nach den beiden Welt- kriegen. Beklemmend ist der zweimalige Ab- sturz in die Abgründe von Diktaturen – so- wohl im Dritten Reich (1933-1945) als auch in der DDR (1949-1990). Die Berliner Be- völkerung hatte viel zu ertragen. Joseph Goebbels war von 1928 bis 1945 Gauleiter
Mahnmal gegen den Krieg:
die vom Zweiten Weltkrieg gezeichnete evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis- kirche auf dem Breitscheidplatz
geht – das Virus bleibt. Wir fragen uns: Wie heißt die neue Mutante nach der Bundes- tagswahl? Für viele wird es ein Erreger sein. Aber wer spricht noch über zündelnde Poli- tiker, die wahlweise Menschenrechte oder den Regenwald verbrennen? Über die Men-
Werbetafel im Eingangsbereich des „Kabarett-Theaters Distel. Der Stachel am Regierungssitz“ in der Friedrichstraße 101
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