Page 29 - Stadtmagazin "es Heftche"® | Homburg, Ausgabe Nr. 139, März 2024
P. 29

 Homburgerin gründet Selbsthilfegruppe für seltene Erkrankung
Beigeordneter Manfred Rippel sagt Unterstützung für die gute Sache zu
Anzeige
wie Doreen Ecker berichtet. Nicht zuletzt sei auch ihre Familie eine riesige Unterstüt- zung denn sie habe von mehreren Betroffe- nen erfahren, dass sie sich selbst mit ihren engsten Angehörigen nicht immer über ihre Situation austauschen könnten. „Ich bin froh, dass Sie so viele positiven Erfahrungen in den vergangenen Wochen machen konnten und bereits einen Starttermin für Ihr Vorha- ben gefunden haben. Wir helfen, wo wir können und hoffen, dass wir viele Betroffene dazu bewegen können, sich zu melden, um gemeinsam einen Austausch zu starten“, so Rippel. Ecker macht klar, dass „natürlich nicht nur Menschen aus dem Saarpfalz-Kreis willkommen sind, sondern jede und jeder, die und der sich angesprochen fühlt und ger- ne auch weitere Wege in Kauf nimmt. Ich würde mich freuen, wenn ein regelmäßiges Treffen zustande käme“, so Ecker abschlie- ßend.
 Im März ist es so weit: Die Hombur- gerin Doreen Ecker gründet ihre Selbsthilfegruppe für am Multiplen Myelom erkrankte Menschen. Die Stadt Homburg unterstützt die gelern- te Krankenschwester bei diesem Vor- haben, wie der Beigeordnete Manfred Rippel ihr bei einem Besuch im Rat- haus Anfang Februar versprach.
 Das erste Treffen findet am Freitag, 22. März 2024, um 17.00 Uhr in den Räumen des Malteser-Hilfsdienst in der Schwesternhausstraße 4 in Hom- burg statt.
Wer Fragen hat, kann sich vorab bei Doreen Ecker telefonisch oder per E- Mail (Tel.: 06841/973232, E-Mail: mul- tiples.myelom-hom@gmx.de) mel- den.
Flyer mit sämtlichen Infos liegen mitt- lerweile an mehreren zentralen Stel- len, nicht nur in Homburg, aus. Auch im Rathaus sind diese an der Infor- mation zu finden. © Stadt HOM
Im Jahr 2022 erhielt Doreen Ecker die Di- agnose Multiples Myelom – eine seltene Tu- morerkrankung des Knochenmarks. Ab die- sem Tag änderte sich für sie und ihre Familie einiges. Nicht nur, dass sie mit dieser Diag- nose Klarheit über ihre langanhaltenden Symptome erhielt. Sie bekam zudem mitge- teilt, dass sie nicht nur die Vorstufe, sondern eine erste Stufe der Krankheit erreicht habe. Damit nicht genug: In dieser Stufe gibt es noch keine Behandlung. Schwer zu verste- hen, noch schwerer zu verarbeiten, weshalb sich Doreen Ecker Hilfe suchte. Sie wird in der Klinik in Heidelberg und beim Onkolo- gen in Neunkirchen behandelt, muss alle drei Monate zur Untersuchung, was sie ebenfalls sehr belastet. Die Ungewissheit, Strapazen und auch unterschiedliche Ge- fühlslagen: Für all das sei für sie ein Aus- tausch mit weiteren Betroffenen hilfreich, wie sie bei ihrem Besuch der Stadtverwal- tung berichtete. „Es gibt eine Selbsthilfegrup- pe in Saarbrücken, die Zeiten sind für mich als Vollzeit-Arbeitskraft jedoch nicht mach- bar“, erzählte die 53-Jährige dem städtischen Beigeordneten. Deshalb kam sie nach Ge-
sprächen mit „KISS“, der Kontakt- und In- formationsstelle für Selbsthilfe im Saarland, auf die Idee, eine eigene Gruppe für Betrof- fene und Interessierte im Saarpfalz-Kreis zu gründen. Schnell stieß sie beim Malteser- Hilfsdienst auf offene Ohren und bekam für ihr Vorhaben vom Vorsitzenden Jan Huber direkt einen Raum zur Verfügung gestellt. In Manfred Rippel, Dezernent des Amtes für Jugend, Senioren, Soziales und Integration, fand sie nun einen weiteren Unterstützer, der ihr beim Treffen auch zahlreiche weitere Ratschläge aus seinem großen Netzwerk mit auf den Weg geben konnte. „Ich finde es toll und bemerkenswert, wie Sie das alles meistern und dass Sie sich selbst zu helfen wissen: Wenn es keine Gruppe gibt, gründe ich eine – das ist ein sehr guter Ansatz, der sicher nicht nur Ihnen, sondern hoffentlich auch weiteren Betroffenen beim Umgang mit ihrer Diagnose helfen kann“, zeigte sich Rippel beeindruckt vom Vorhaben Doreen Eckers. „Ich bin sehr dankbar für die Hilfe von so vielen Stellen. Ohne diese wäre ich nicht in der Lage, das alles auf den Weg zu bringen“, ging ein großer Dank von Ecker an Jan Huber und den Malteser-Hilfsdienst, an Manfred Rippel und die Verwaltung sowie an die Saarländische Krebsgesellschaft, „die viel für krebskranke Menschen anbieten“,
 SD2102
    SAPV IM ÜBERBLICK
• Das Ziel
Die Lebensqualität und die Selbstbestimmung unheilbar kranker Menschen zu erhalten und zu verbessern. Für ein erträgliches Le- ben bis zum Tod in vertrauter Umgebung.
• Die Aufgabe
Die palliativmedizinische, schmerztherapeutische Beratung und Versorgung. In Ergänzung zur medizinischen, pflegerischen und hospizlichen Versorgung.
• Die Leistung
Erkennen, behandeln und lindern der Schmerzen und Symptome nach individuellen Behandlungskonzept. Krisenintervention, psy- chosoziale Unterstützung, 24-Std. Rufbereitschaft
• Die Beratung
Für Patienten und Angehörige. In allen vorsorgenden, sozialrecht- lichen und psychosozialen Fragen.
www.stjakobushospiz.de saarpfalz@stjakobushospiz.de
St. Jakobus Hospiz
FÜR DAS LEBEN BIS ZULETZT
• Das Team
Palliativmediziner, spezialisierte Pflegekräfte und Sozialarbeiter
• Das Netzwerk
Kooperation mit dem ambulanten Hospizdienst, Ärzte, Kranken- häuser, Pflegedienste, Sozialdienste, Hospizdienste, Apotheker, Sanitätshäuser, Seelsorger und Beratungsstellen
• Die Kosten
SAPV-Leistungen werden ärztlich verordnet. Der Anspruch ist ge- setzlich geregelt. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.
  SAPV im Saarpfalz-Kreis:
 Talstraße 35–37 · 66424 Homburg
Tel. 06841/757832-10 · Fax 06841/757832-20
  ... mehr als nur ein Monatsmagazin Informativ, lehrreich und unterhaltsam
SPENDENKONTO:
IBAN DE925 919 0000 0001 6730 09 BIC SABADE5S
   Ausgabe 139 / März 2024
29
 Auch im Internet www.es-heftche.de





























































   27   28   29   30   31