Page 18 - Stadtmagazin "es Heftche"® Homburg | Ausgabe 151, März 2025
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UKS bekommt großes Zentralklinikum
Pläne beim Neujahrsempfang vorgestellt
hat das Potenzial, den hohen Ansprüchen der universitären Medizin gerecht zu wer- den und gleichzeitig eine optimale Logis- tik-, Ressourcen- und Personalplanung zu realisieren. Es wird ein Ort, an dem Patienten sich gut aufgehoben fühlen und an dem unsere Mitarbeitenden gerne arbeiten. Dabei steht es für modernste Ausstattung und ein entsprechend hoch- modernes Arbeitsumfeld, für kurze, effizi- ente Wege und für kluge Lösungen beim Einsatz der vorhandenen Ressourcen. All das wird ganz entscheidend den Patien- tinnen und Patienten zugutekommen“, erklärte Prof. Dr. Jennifer Diedler. Die Vorstandsvorsitzende ging in ihrer Rede auch auf den Versorgungsauftrag des UKS ein und stellte dabei Leistungen heraus, die in der Region einzigartig sind, etwa die Lungentransplantation, deren Anzahl
Strukturen schaffen, die es in den nächs- ten Jahrzehnten ermöglichen, auf medizi- nische und ökonomische Entwicklungen zu reagieren. Dafür ist jetzt ein klarer Weg entschieden. Gemeinsam mit dem UKS schaffen wir die Zukunft der klinischen Versorgung, auch wenn es ein heraus- fordernder Weg wird“, erläuterte Minister Dr. Magnus Jung. „Durch den Neubau könnte ein in Hinblick auf Funktionalität, Betriebskosten und medizinische Abläufe sowie Patientenversorgung optimales Kli- nikum entstehen, das die Leuchtturm- funktion des UKS innerhalb des Saarlandes
Das Universitätsklinikum des Saar- landes (UKS) soll ein großes Zentral- klinikum bekommen. Darüber in- formierten Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung und der UKS-Aufsichts- ratsvorsitzende und Chef der saar- ländischen Staatskanzlei David Lin- demann beim Neujahrsempfang des UKS. Das Bau-Projekt auf dem Ge- lände der ehemaligen Pneumologie und des früheren Hubschrauber- landeplatzes wird auf Dimensionen von mehreren hundert Millionen Euro geschätzt.
„Erstmals gibt es eine ganzheitliche Zu- kunftsvision für das UKS – und die Bereit- schaft aller Beteiligten, die großen Heraus- forderungen auf dem Weg gemeinsam anzugehen. Das Land übernimmt Ver- antwortung in nie gekannter Dimension. Die historisch bedingte Zersplitterung des UKS in weit über 100 Gebäude wird langfristig aufgelöst zum Wohle der Be- schäftigten und vor allem der Patientinnen und Patienten. Das wird nicht von heute auf morgen umgesetzt werden, aber wir
sind jetzt in einem strukturierten Prozess mit einem klaren Ziel, statt immer nur an Stückwerk zu flicken“, erklärte Staats- sekretär David Lindemann. Vor den rund 300 geladenen Gäste aus Wirtschaft, Politik, Medien und Gesundheitswesen bekräftigten die Ärztliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende des UKS, Prof. Dr. Jennifer Diedler, und der Dekan der me- dizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes, Prof. Dr. Matthias Hannig, die Pläne ausdrücklich. Am Konzept für ein Zentralklinikum waren neben Vorstand und Aufsichtsrat des UKS die für Gesund- heit, Bauen und Finanzen zuständigen Ministerien beteiligt. „Es macht keinen Sinn, erneut ein Krankenhaus der 1960er Jahre zu bauen. Wir wollen zukunftsfähige
David Lindemann,Prof. Dr. Jennifer Diedler, Bettina Rottke Kaufmännische Direktorin des UKS, Serhat Sari, Pflegedirektor des UKS, Dr. Magnus Jung, Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit Prof. Dr. Matthias Hannig, Dekan der medizinischen Fakultät der UdS (v.l.n.r.)
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und darüber hinaus für die kommenden 30 bis 40 Jahre sicherstellt.“ Angedacht ist der Bau des Zentralklinikums in drei Ab- schnitten. Für den ersten belaufen sich die Gesamtbaukosten zum jetzigen Stand und nach vorläufigen Schätzungen auf mehre- re hundert Millionen Euro. Ersetzt werden hierdurch der ehemals geprüfte dritte Bau- abschnitt der Chirurgie und der Neubau des Neurozentrums. Aktuell wird – auch im Hinblick auf den baufachlichen Be- darf – eine Marktabfrage vorbereitet zur Findung eines möglichen Private-Public- Partnership-Modells oder einer ebenfalls denkbaren Finanzierung über einen Groß- investor. „Das geplante Zentralklinikum
im Jahr 2024 in enger Zusammenarbeit den Teams der Thoraxchirurgie und der Pneumologie gesteigert werden konn- te. Als weitere Beispiele nannte sie das universitäre Tumorzentrum, die Kinder- onkologie, das Zentrum für seltene Er- krankungen und die Kinderherzchirurgie: „Wenn nicht wir Kinderherzen operieren und die notwendige Infrastruktur dafür bereitstellen – wie OP-Kapazitäten und hochspezialisierte Kinderintensivbet- ten – dann werden im Saarland keine Kinderherzen operiert“, so Prof. Diedler. „Diese Bereiche sind ressourcenintensiv und unterliegen strikten Strukturvoraus- setzungen. Umso wichtiger ist es, dass
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