Gemeinsam Zukunft gestalten 2026
Investitionen stärken Neunkirchens Entwicklung
Neunkirchen hat seinen Neujahrsempfang 2026 unter dem Leitmotiv „Investieren für die Zukunft unserer Stadt“ mit spürbarer Zuversicht und einem starken Gemeinschaftsgefühl gefeiert.
Rund 400 Gäste folgten der Einladung in die Neue Gebläsehalle, wo Oberbürgermeister Jörg Aumann nicht nur auf das vergangene Jahr zurückblickte, sondern vor allem den Blick nach vorn richtete – auf ein Neunkirchen, das wächst, sich erneuert und mutig in die Zukunft geht.
Aumann machte deutlich, wie viele Investitionen bereits ihren Weg in die Stadt gefunden haben und wie viele weitere folgen werden. Neue Schulen, moderne Einrichtungen, wirtschaftliche Ansiedlungen wie DB Schenker und innovative Projekte wie das Wasserstoffvorhaben von Purem by Eberspächer zeigen, dass Neunkirchen ein Standort ist, der Menschen und Unternehmen anzieht. Auch die Eröffnung der Bruch Brauerei, die neue Kita Parkfalken und das Stadtarchiv stehen sinnbildlich für eine Stadt, die sich weiterentwickelt und gleichzeitig ihre Identität stärkt. Selbst schwierige Themen wie die NVG sprach der Oberbürgermeister offen an – ein Zeichen dafür, dass Zukunftsgestaltung Ehrlichkeit und Mut braucht. Besonders bewegend war Aumanns Blick auf die Krankenhausplanung. Die Diskussion um mögliche Verlagerungen von Geburtshilfe und Pädiatrie trifft viele Familien ins Herz. Doch Aumann betonte, dass die geplanten Reformen langfristig die medizinische Versorgung sichern sollen. Der angekündigte dreistellige Millionenbetrag des Landes sei ein historisches Signal der Unterstützung. Noch nie zuvor sei so viel Geld in die Gesundheitsstandorte geflossen – ein Grund zur Hoffnung, auch wenn die politische Debatte 2026 intensiv weitergehen wird. Auch im Bereich Infrastruktur stehen große Schritte bevor. 24 Millionen Euro aus dem Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz fließen nach Neunkirchen und ermöglichen dringend notwendige Modernisierungen. Gleichzeitig setzt das Projekt „Zukunftsquartier“ ein starkes Zeichen gegen Armut. Mit einem ganzheitlichen Ansatz sollen Schrottimmobilien saniert oder ersetzt und Lebensräume verbessert werden. Aumann brachte es eindrucksvoll auf den Punkt: „Bekämpft werden nicht Arme, sondern Armut.“ Über 80 Maßnahmenvorschläge zeigen, wie breit und engagiert die Stadt, das Land und der Landkreis zusammenarbeiten. Insgesamt fließen rund 250 Millionen Euro in die Zukunft Neunkirchens – eine Summe, die zeigt, wie viele Menschen und Institutionen an die Stadt glauben. Aumann rief die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich einzubringen: nicht nur finanziell, sondern mit Zeit, Ideen und Herz. Das Projekt „Zukunftsbilder“ lädt dazu ein, gemeinsam darüber nachzudenken, was Neunkirchen ausmacht und wohin es sich entwickeln soll. 2026 wird zudem ein Jahr der Jubiläen: Der Zoo und die GSG feiern ihr 100-jähriges Bestehen, die Städtepartnerschaft mit Lübben wird 40 Jahre alt. Geplant sind Ausstellungen, Publikationen und eine große Festveranstaltung im November. Aumann nutzte die Gelegenheit, Dr. Norbert Fritsch für sein jahrzehntelanges Engagement im Zoo zu danken – ein Moment, der viele im Saal berührte, zumal der Weihnachtsmarkt im Zoo zuletzt einen Besucherrekord verzeichnete. Auch beim Thema Sicherheit wird die Zusammenarbeit weiter vertieft. Die Stadt arbeitet daran, Vollzugspolizei, Kreispolizeibehörde und Ortspolizeibehörde enger miteinander zu vernetzen – möglicherweise sogar räumlich. Sobald konkrete Ergebnisse vorliegen, soll die Öffentlichkeit informiert werden.
Der Neujahrsempfang 2026 machte deutlich: Neunkirchen steht vor großen Aufgaben, aber auch vor großen Chancen. Mit Mut, Zusammenhalt und dem Willen, gemeinsam zu gestalten, kann die Stadt eine Zukunft schaffen, die lebenswert, modern und menschlich ist. Aumanns Worte klangen nach – als Einladung, als Ermutigung und als Versprechen, dass Neunkirchen weiter wachsen wird, wenn alle ihren Teil dazu beitragen. © se

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