Nachruf auf Marlies Krämer
Saarländische Landesregierung würdigt außergewöhnliche Lebensleistung
Am 4. Februar ist die Feministin, Autorin und Kommunalpolitikerin Marlies Krämer verstorben.
Dazu erklärt Ministerpräsidentin Anke Rehlinger: „Ihr ganzes Leben lang hat Marlies Krämer mit Mut, Beharrlichkeit und großer persönlicher Überzeugung für die Gleichberechtigung gekämpft – oft gegen Widerstände. Sie hat gesellschaftliche Debatten angestoßen und vorangebracht – insbesondere dort, wo es um die Sichtbarkeit und Anerkennung von Frauen in unserer Sprache und in unserem Alltag ging. Ihr Einsatz hat weit über die Grenzen unseres Landes hinaus Wirkung gezeigt und vielen Frauen Mut gemacht, für ihre Rechte einzustehen. Ihr Wirken wird in Erinnerung bleiben und uns auch für die Zukunft eine Verpflichtung sein.“ Sozialminister Magnus Jung betont: „Mit Marlies Krämer verliert das Land eine der engagiertesten und beharrlichsten Fürsprecherinnen für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern – auch, aber nicht nur in der Sprache. Sie war Feministin aus tiefster Überzeugung und setzte sich auf ihre ganz eigene, sympathische Art unermüdlich für die Gleichstellung von Frau und Mann ein. Sie wusste, wofür sie stand, und sie hatte den Mut, ihre Stimme zu erheben, wenn es darauf ankam, obwohl ihre Vorhaben und sie persönlich immer wieder auch viel Kritik aushalten mussten. In ihrem ganzen Wesen war sie eine echte Saarländerin: bodenständig, herzlich, direkt und voller Lebensnähe. Ihre Sprache, ihre Haltung, ihr Humor – alles an ihr war 'saarländisch' im besten Sinne. Sie blieb immer nahbar und ehrlich. Die Lebensleistung von Marlies Krämer inspiriert nicht nur Frauen und Mädchen, sondern uns alle, entschlossen für eine gerechtere Gesellschaft einzutreten. Ihr Mut, ihre Überzeugungen und ihre unverwechselbare Art werden uns fehlen – und in dankbarer Erinnerung bleiben. Mein tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und ihren Freunden.“
Hintergrund
Marlies Krämer hat sich für die Werte eingesetzt, die für eine lebendige Demokratie unverzichtbar sind: Sie hat über viele Jahrzehnte für Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit und Frieden sowie das Recht auf einen respektvollen Umgang miteinander gekämpft. Marlies Krämer wurde im Jahr 2024 von der saarländischen Landesregierung mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Der Nachruf wurde auf Wunsch der Angehörigen erst am Tag der Beerdigung, die im engsten Kreis stattfand, versendet. © Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit

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