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Gemeinsam feiern im Zeichen der Tulpe

12. Deutsch-Türkisches Tulpenfest im Homburger Stadtpark

Die Tulpe ist in Deutschland ebenso beliebt wie in der Türkei, von wo aus sie im 16. Jahrhundert nach Mitteleuropa gelangte. Sie steht damit sinnbildlich für die vielfältigen, oft ganz selbstverständlichen Verbindungen zwischen beiden Kulturen. Gefeiert wird dieses verbindende Symbol auch in diesem Jahr wieder beim Deutsch-Türkischen Tulpenfest im Homburger Stadtpark – am Sonntag, 26. April, bereits zum 12. Mal und nach wie vor als einzigartiges Fest dieser Art. Von 11 bis 19 Uhr sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, ein Fest der Kulturen und der Gemeinschaft zu erleben – bei freiem Eintritt.

Die offizielle Eröffnung findet um 13 Uhr statt. Oberbürgermeister Michael Forster begrüßt gemeinsam mit der Schirmherrin Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes, sowie dem Schirmherrn Mehmet Akif Inam, Generalkonsul der Türkei für das Saarland und Rheinland-Pfalz, die Gäste im Homburger Stadtpark.

Das Tulpenfest hat sich längst als besonderer Treffpunkt für Jung und Alt etabliert. Auch bei seiner 12. Auflage erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm: Kulinarische Spezialitäten aus der deutschen und türkischen Küche, Mitmachangebote für Groß und Klein sowie ein vielseitiges Bühnenprogramm mit Musik, Tanz und Folklore sorgen für Unterhaltung und laden zum Verweilen ein. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen – ganz im Sinne des Festmottos.

In diesem Jahr erfährt das Tulpenfest eine besondere Würdigung: Es wurde in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes des Saarlandes aufgenommen. „Diese Auszeichnung ist eine große Ehre für unsere Stadt und eine besondere Würdigung des langjährigen Engagements aller Initiatoren und Beteiligten“, betonte Oberbürgermeister Michael Forster. Zugleich sei sie ein sichtbares Zeichen für das lebendige und offene Miteinander, das Homburg auszeichne.

Kostenlose Parkmöglichkeiten stehen im Bereich L120/Brunnenstraße auf dem Gelände der Karlsberg Brauerei zur Verfügung (Nutzung auf eigene Gefahr).

Hintergrund zum Tulpenfest von Klaus Friedrich:

Die Tulpe verbindet Kulturen – und blickt auf eine lange, bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich im Osmanischen Reich beheimatet, gelangte sie im 16. Jahrhundert über den kaiserlichen Gesandten Ogier Ghislain de Busbecq nach Mitteleuropa und eroberte von dort aus ganz Europa.

Bis heute hat die Tulpe in der Türkei eine besondere Bedeutung. Als „Nationalblume“ steht sie für Leben und Fruchtbarkeit und ist fest in der Kultur verankert. Ihren Höhepunkt erlebte sie während der sogenannten „Tulpenzeit“ im Osmanischen Reich (1718–1730), einer Epoche, die für ihre prachtvollen Feste und ihre kulturelle Blüte bekannt ist.

Diese Tradition lebt in modernen Tulpenfesten weiter – etwa in Istanbul, wo seit 2005 jedes Frühjahr groß gefeiert wird. Von dort brachte Klaus Friedrich die Idee nach Homburg. Gemeinsam mit dem städtischen Integrationsbeauftragten Nurettin Tan, dem damaligen Ortsvertrauensmann Markus Emser und zahlreichen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern wurde das erste Deutsch-Türkische Tulpenfest 2013 ins Leben gerufen.

Heute ist es das erste und nach wie vor einzige Fest seiner Art, das historische Wurzeln mit regionalem Engagement verbindet und den interkulturellen Austausch in den Mittelpunkt stellt. Jahr für Jahr pflanzen engagierte Helferinnen und Helfer gemeinsam mit der städtischen Grünflächenabteilung tausende Tulpenzwiebeln im Stadtpark – und schaffen damit die farbenprächtige Kulisse für ein Fest, das Menschen zusammenbringt.

Das detaillierte Programm ist auf der Homepage der Stadt Homburg unter www.homburg.de/veranstaltungen/ abrufbar. © Stadt HOM

Schenk, Silvia
15. Apr 2026