Display Image

YOUNIWORTH im Homburger Rathaus eröffnet

Interaktive Ausstellung lädt bis zum 24. September zu Begegnung und Perspektivwechsel ein

Es sind Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt: Wie fühlt sich das Leben in Deutschland an? Was ist jungen Menschen wichtig? Und wie wollen wir eigentlich miteinander leben? Antworten darauf sucht die interaktive Wanderausstellung YOUNIWORTH, die am Dienstagabend im Homburger Rathaus eröffnet wurde. Bis zum 24. September lädt sie im Foyer dazu ein, sich auf spielerische und multimediale Weise mit Jugend, Migration und dem Zusammenleben in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Zur offiziellen Eröffnung begrüßte der städtische Beigeordnete und Schirmherr der Ausstellung, Philipp Scheidweiler, zahlreiche Gäste. Für ihn ist die Ausstellung YOUNIWORTH vor allem eines: eine Einladung zum Perspektivwechsel. „Das Besondere an YOUNIWORTH ist für mich, dass die Ausstellung nicht einfach sagt: ,So ist es richtig.‘ Stattdessen lädt sie dazu ein, selbst aktiv zu werden, Dinge auszuprobieren, zuzuhören und vielleicht auch einmal die eigene Sichtweise zu hinterfragen“, sagte Scheidweiler.

An sieben multimedialen Stationen können Besucherinnen und Besucher genau das tun. Kurzfilme, Spiele und Mitmachaktionen machen die Themen greifbar und bieten Raum für Austausch. „Wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft. Auch Homburg ist vielfältig. Menschen mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten, Erfahrungen und Vorstellungen vom Leben gehören zu unserer Stadt“, betonte Scheidweiler. Unterschiedliche Hintergründe müssten dabei kein Hindernis sein: „Wir müssen nicht alle gleich denken oder den gleichen Hintergrund haben. Entscheidend ist, dass wir miteinander ins Gespräch kommen und einander respektieren.“

Dass dieser Austausch nicht nur etwas für junge Menschen ist, ist dem Beigeordneten besonders wichtig. „Ich hoffe natürlich, dass nicht nur Schulklassen und Jugendliche die Ausstellung besuchen, sondern Menschen jeden Alters“, sagte Scheidweiler. Denn Vorstellungen und Vorurteile über andere Menschen trügen viele in sich. Die entscheidende Frage sei, ob man bereit sei, diese auch einmal zu hinterfragen.

Wie aus den Themen der Ausstellung ganz persönliche Geschichten werden können, zeigte sich an diesem Abend auch auf der Bühne. Mit dem interkulturellen Theaterprojekt „Steps and Stories“ wurde das Publikum auf eine besondere Reise mitgenommen. In sechs Szenen erzählen Menschen mit Migrationsgeschichte von ihren Lebenswegen – von der Heimat vor der Ausreise über Flucht und Ankunft in Deutschland bis hin zur heutigen Situation und ihren Zukunftsperspektiven. Was sonst häufig in Zahlen, Begriffen oder politischen Debatten beschrieben wird, bekam an diesem Abend Gesichter, Stimmen und ganz persönliche Geschichten.

Damit ergänzte das Theaterprojekt die Ausstellung auf besondere Weise: Während YOUNIWORTH dazu einlädt, sich mit unterschiedlichen Perspektiven auseinanderzusetzen, machte „Steps and Stories“ diese Perspektiven unmittelbar erlebbar. Entstanden ist das Stück in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bund Homburg, ARTefix Homburg e.V. und freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ergänzt wurde die Aufführung durch Beiträge des Bürgerinnen- und Bürgerchors des Saarländischen Staatstheaters.

Dass solche Begegnungen möglich werden, ist auch das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit vor Ort. Nach Homburg geholt wurde YOUNIWORTH vom Jugendmigrationsdienst Homburg des Internationalen Bundes in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendbüro der Stadt Homburg. Annette Kerfin, Bereichsleiterin beim Internationalen Bund Saarland, hob bei der Eröffnung insbesondere die gute Zusammenarbeit mit der Stadt hervor.

Auch Scheidweiler dankte den Beteiligten für ihr Engagement: „Mein herzlicher Dank geht an den Jugendmigrationsdienst Homburg und den Internationalen Bund, die YOUNIWORTH nach Homburg geholt haben. Ebenso möchte ich mich bei unserem Kinder- und Jugendbüro und ganz besonders bei allen städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, die die Ausstellung mit vorbereitet und organisiert haben.“

Dass YOUNIWORTH ausgerechnet im Rathaus zu sehen ist, hat für den Beigeordneten eine besondere Bedeutung. „Gerade deshalb passt YOUNIWORTH auch so gut hierher in unser Rathaus. Denn hier kommen Menschen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven zusammen. Es ist ein Ort für unsere gesamte Stadtgesellschaft – und damit auch ein guter Ort für Begegnung, Austausch und Miteinander.“ Und genau dazu solle die Ausstellung in den kommenden Tagen einladen: stehen bleiben, mitmachen, zuhören, nachdenken – und vielleicht die eigene Perspektive ein kleines Stück verändern.

YOUNIWORTH ist noch bis Donnerstag, 24. September, während der Öffnungszeiten des Homburger Rathauses zu sehen: Montag bis Donnerstag von 8 bis 17.30 Uhr sowie Freitag von 8 bis 13.30 Uhr. Besonders Schulklassen sind eingeladen. Anmeldungen für Führungen nimmt der Jugendmigrationsdienst unter JMD-Homburg@ib.de entgegen. Bei Fragen zur Kooperation und zur Ausstellung steht auch das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Homburg unter den Telefonnummern 06841/101-124 und -125 oder per E-Mail (sandra.schatzmann@homburg.de oder tanja.trenkler@homburg.de) zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.youniworth.de. © Stadt HOM

Schenk, Silvia
17. Sep 2026