IG Metall Neunkirchen ehrt langjährige Mitglieder
„Solidarität zählt mehr denn je“ – Jahrzehnte gewerkschaftlichen Engagements gewürdigt
Mit einer feierlichen Jubilarehrung hat die IG Metall Neunkirchen insgesamt 283 langjährige Mitglieder für ihre jahrzehntelange Treue zur Gewerkschaft ausgezeichnet. Gemeinsam bringen die Geehrten mehrere tausend Jahre gelebter Solidarität, gewerkschaftlichen Zusammenhalts und gesellschaftlichen Engagements auf sich.
Zu der Veranstaltung waren die Jubilare ausdrücklich gemeinsam mit ihren Partnerinnen, Partnern oder Begleitpersonen eingeladen. Die Ehrung sollte nicht nur die langjährige
Verbundenheit zur IG Metall würdigen, sondern auch den Menschen danken, die die Jubilare über viele Jahre auf ihrem beruflichen und gewerkschaftlichen Weg begleitet haben. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Neunkirchen, Simon Geib, die anwesenden Jubilare, ihre Begleitpersonen sowie zahlreiche Gäste. Besonders willkommen hieß er die Regionsgeschäftsführerin des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, Fabienne Wolfanger.
In seiner Begrüßung würdigte Geib die besondere Leistung der Geehrten: „Unsere Jubilare haben in ihren Betrieben Verantwortung übernommen, Solidarität gelebt und dazu beigetragen, dass Mitbestimmung, Tarifverträge, faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen keine Selbstverständlichkeit sind, sondern immer wieder gemeinsam erkämpft und verteidigt werden mussten. Dafür gebührt ihnen unser größter Respekt und unsere Anerkennung.“ Auch Fabienne Wolfanger richtete ein Grußwort an die Anwesenden und dankte den Geehrten für ihre langjährige Treue zur IG Metall und damit zugleich zur gesamten DGB- Gewerkschaftsfamilie. Sie betonte, dass starke Gewerkschaften ohne Menschen, die über Jahrzehnte hinweg für Solidarität, Demokratie und soziale Gerechtigkeit einstehen, nicht denkbar wären.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Festrede des 1. Bevollmächtigten der IG Metall Neunkirchen, Jörg Caspar. Er würdigte die Jubilare als Menschen, die Gewerkschafts- und Zeitgeschichte nicht nur erlebt, sondern vielfach selbst mitgestaltet haben.
Geehrt wurden:
• 91 Mitglieder für 25 Jahre Mitgliedschaft
• 86 Mitglieder für 40 Jahre Mitgliedschaft
• 58 Mitglieder für 50 Jahre Mitgliedschaft
• 25 Mitglieder für 60 Jahre Mitgliedschaft
• 6 Mitglieder für 65 Jahre Mitgliedschaft
• 11 Mitglieder für 70 Jahre Mitgliedschaft
• 6 Mitglieder für 75 Jahre Mitgliedschaft
Insgesamt standen damit 283 Frauen und Männer im Mittelpunkt, die über Jahrzehnte
hinweg für die Werte der Gewerkschaftsbewegung eingetreten sind und die Entwicklung
der Arbeitswelt in der Region begleitet haben. In seiner Rede spannte Caspar den Bogen über die vergangenen Jahrzehnte saarländischer Geschichte. Er erinnerte an die Zeit des Wiederaufbaus, die Volksabstimmung von 1955, die Hochzeit von Kohle und Stahl, die tiefgreifenden Strukturkrisen der Montanindustrie sowie den Wandel hin zu modernen Industrie- und Technologiestandorten. Viele der Geehrten hätten diese Entwicklungen nicht nur miterlebt, sondern durch ihre tägliche Arbeit erst möglich gemacht. „Wenn wir heute auf die Mitgliedsjahre unserer Jubilare schauen, dann schauen wir zugleich auf die Geschichte des Saarlandes“, erklärte Caspar. „Der Wohlstand unseres Landes wurde in den Betrieben geschaffen, von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die jeden Tag Verantwortung übernommen haben.“
Besonders hob Caspar hervor, dass das Saarland in den vergangenen Jahrzehnten einen
Strukturwandel erlebt habe wie kaum eine andere Region Deutschlands. Zahlreiche
Arbeitsplätze in Bergbau und Stahlindustrie seien verloren gegangen. Gleichzeitig seien
neue industrielle Perspektiven entstanden. Gerade in diesen Umbruchzeiten habe sich
gezeigt, wie wichtig Solidarität, Mitbestimmung und starke Gewerkschaften seien. Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen durch Transformation, Klimawandel, Digitalisierung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz machte Caspar deutlich, dass die Interessen der Beschäftigten auch künftig im Mittelpunkt stehen müssten. „Die Transformation darf nicht dazu führen, dass die arbeitenden Menschen unter die Räder kommen. Gute Industriearbeitsplätze, soziale Sicherheit und Mitbestimmung müssen auch in Zukunft die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolgs bleiben. Zugleich unterstrich er die Rolle der Gewerkschaften beim Gestalten des Wandels:
„Die IG Metall sind nicht Verwalter der Vergangenheit. Wir sind Gestalter der Zukunft.“
Im Anschluss an den offiziellen Teil stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt des Abends. Bei einem festlichen Essen, guten Getränken und musikalischer Begleitung nutzten die Jubilare, ihre Begleitpersonen sowie die Gäste die Gelegenheit, Erinnerungen
auszutauschen und über gemeinsame Erlebnisse aus Betriebs-, Gewerkschafts- und Lebensgeschichte zu sprechen. Viele der Geehrten trafen ehemalige Kolleginnen und Kollegen wieder, mit denen sie über Jahrzehnte hinweg gemeinsam gearbeitet und Gewerkschaftsgeschichte erlebt hatten. Die festliche Atmosphäre machte deutlich, dass die Jubilarehrung weit mehr ist als die Würdigung langjähriger Mitgliedschaften. Sie ist zugleich Ausdruck von Gemeinschaft, Zusammenhalt und gelebter Solidarität über Generationen hinweg. Bis in die Abendstunden hinein wurde in geselliger Runde gefeiert, diskutiert und an gemeinsame Erfahrungen erinnert. Zum Abschluss dankte die IG Metall Neunkirchen allen Jubilarinnen und Jubilaren für ihre langjährige Verbundenheit und Unterstützung. „Solidarität ist keine Floskel. Solidarität ist eine Haltung. Unsere Jubilare haben diese Haltung über Jahrzehnte gelebt. Dafür gebührt ihnen unser Respekt, unsere Anerkennung und unser herzlicher Dank.“
Weitere Infos können Sie unter www.igmetall-neunkirchen.de abrufen. © IG Metall Neunkirchen


