Page 26 - Ausgabe 102 / Februar 2020
P. 26

Anzeige
 Der Wind hat sich komplett gedreht
Entsorger zeigt sich sehr besorgt über Entwicklung
gar in die Container geklettert, um Kleidung herauszunehmen, die dann andern Tags rund um den Container verstreut aufgesammelt werden muss. Die Wegnahme von Kleidung aus den Containern, beziehungsweise am Container ist Diebstahl! Sogar Sondermüll wie Farbeimer, Batterien usw. findet man
Traurige Gewissheit ist, dass die Menschen offensichtlich keinerlei Skrupel haben ihren Müll illegal zu entsorgen
hier vor, der dann von uns entsorgt werden muss. Hinzu kommt dann die Ablagerung von Hausmüll. Es gibt nichts, was hier nicht illegal entsorgt wird. Wir müssen mittlerwei- le nachweisen, dass wir gereinigt haben und haben schon einige der kleineren Standorte schließen müssen. Wir setzen auf größere Standorte mit mehreren Containern, die gut einzusehen sind, um somit der wilden Müll- ablagerung entgegenzuwirken.“ erklärt der Entsorger, „Grundsätzlich ist die wilde Müll- ablagerung ein Problem aller Kommunen, wir arbeiten da eng mit den Baubetriebshö- fen und den Verantwortlichen zusammen, denn hier liegt einiges im Argen. Man kann nur an die Vernunft der Mitbürger appellie-
 Für den Bexbacher Peter Rühmkorff, der seit über 22 Jahren mit seiner Ent- sorgungsfirma RTE im ganzen Saarland und der angrenzenden Pfalz unter- wegs ist, haben sich die Zeiten grund- legend geändert. Grund hierfür ist un- ter anderem auch die zunehmende Vermüllung der Containerstandorte.
  „Bereits seit einigen Jahren wird es immer deutlicher, die Vermüllung von Container- standorten und Altkleidercontainern nimmt immer mehr zu“, erläutert Peter Rühmkorff, der in Bexbach seit 1998 seine Entsorgungs- firma leitet, „mittlerweile lohnt sich das Ge- schäft mit den Altkleidern so gut wie nicht mehr.“ Grund für diese Misere ist die Tatsa- che, dass viele Menschen die Container und
Leider ist dies der tägliche Anblick
an den Containerstandorten
und das nicht nur bei den Altkleidern, sondern auch an Papier- und Glascontainern
Standorte für illegale Müllentsorgungen nut- zen und der Betreiber des Containerdienstes für die Entsorgung verantwortlich ist. „Hinzu kommt, dass meist nur noch sehr minder- wertige Kleidung entsorgt wird und diese auch noch durch den Unrat verschmutzt wird, somit bleiben wir darauf sitzen“, erklärt der Geschäftsmann, „wir haben sehr viele soziale Projekte durch den Verkauf der Kleidung unterstützen können, dies mussten wir nun leider zurückfahren. Aufgrund der geringeren Einnahmen können wir das schlichtweg nicht mehr leisten.“ Mittlerweile müssen sogar Container abgebaut werden, da Miete plus Entsorgungskosten schlichtweg zu teuer geworden sind. „In dem Bereich der Altkleiderverwertung mussten schon vie- le Betriebe aufgeben, dies ist eine sehr trau-
rige Entwicklung und ich möchte die Gele- genheit nutzen, die Bevölkerung darauf auf- merksam zu machen, dass Containerstand- orte für Altkleider, Glas und Papier keine Müllhalden sind, auf denen man seinen Haus- und Sperrmüll abladen kann. Hierfür gibt es die Wertstoffhöfe!“ Leider ist es so,
Umweltverschmutzung ist kein Kavaliersdelikt
dass die Plätze grundlegend zugemüllt sind und so müssen diese noch öfter angefahren werden. „Wir fahren viele Standorte jeden zweiten Tag an und trotzdem kommen im- mer wieder Anrufe, dass wir nicht oft genug die Plätze säubern würden. Quasi über Nacht sieht es überall wieder richtig schlimm aus. Sollte ein Container voll sein, dann bit- ten wir die Bürger darum, nichts neben den Containern abzulagern, sondern andere Standorte anzufahren. Stellenweise wird so-
   Ausgabe 102 / Februar 2021
 26


















































































   24   25   26   27   28