Nachhaltige Stärkung der saarländischen Polizei
Höhere Attraktivität des Polizeiberufs dank konsequentem und stetigem Personalaufwuchs, Entlastungen und verbesserten Arbeitsb
Gerade wurden mit der Einführung des @rtus-Programms und der P20-App bedeutende Meilensteine in Bezug auf die Digitalisierung der saarländischen Polizei erreicht. Für eine
erfolgreiche Polizeiarbeit ist eine zeitgemäße technische Ausstattung jedoch nur ein wichtiger Baustein von vielen. Um auch in den anderen Bereichen bestmögliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, hat die Landesregierung umfangreiche Maßnahmen umgesetzt.
Fortsetzung der erfolgreichen Nachwuchsgewinnung sowie Entlastung des Personals
Mit den zum 1. Oktober eingestellten neuen 132 Kommissaranwärterinnen und -anwärtern nähert sich die Landesregierung weiter dem Ziel von 2.900 Planstellen bis 2032 an. Seit 2022 gab es dank ihrer erfolgreichen Maßnahmen einen Zuwachs von 119 weiteren Stellen, sodass aktuell bereits ein Wert von insgesamt 2.743 entsprechenden Stellen erreicht ist. Auch bei den Tarifbeschäftigten zeigen sich deutliche positive Entwicklungen: dort ist seit 2022 ein Zuwachs von 30 Kräften zu verzeichnen, der 2026 voraussichtlich auf 50 gesteigert werden kann.
Eine Besonderheit in diesem Jahr besteht darin, dass unter den Vereidigten auch erstmals 18 Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule (FOS) Polizei zu finden sind. Die FOS Polizei dient der Unterstützung des Personalaufwuchses; sie richtet sich speziell an junge Menschen mit Mittlerem Bildungsabschluss, denen im Rahmen des Bildungsgangs „Fachoberschule Wirtschaft – Fachrichtung Polizei“ in zwei Schuljahren praktische und theoretische Grundlagen des Polizeialltags gleichermaßen vermittelt werden. Nach erfolgreichem Abschluss sowie Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen erfolgt die prüfungsfreie Übernahme in den Vorbereitungsdienst des gehobenen Polizeivollzugsdienstes
bei der saarländischen Polizei. Ein wesentlicher Aspekt der Attraktivität des Polizeiberufs sind adäquate Beförderungsaussichten. Alleine 2025 gab es 230 Beförderungen, also wie bereits in den Vorjahren eine konstant hohe Zahl über 200. Dieses Niveau soll auch in Zukunft gehalten werden. Entlastungen der Polizistinnen und Polizisten gab es im März dieses Jahres zum Beispiel durch die Einstellung von 10 neuen Tarifkräften für den Polizeilichen Ordnungsdienst. Die PODlerinnen und PODler können bei Streifendiensten und Abschiebungen bzw. Rückführungen unterstützen sowie eigenständige Geschwindigkeitskontrollen und Absicherungen von Gebäuden durchführen. Außerdem unterstützen sie auch bei größeren Einsätzen. Eine weitere bedeutende Maßnahme, um Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte von polizeifremden Verwaltungsaufgaben zu befreien und ihnen somit die Arbeit zu erleichtern, ist die Tarifoffensive 50+2. Durch das Prinzip ,,Tarif vor Polizei’’ entstehen also mehr Kapazitäten für originäre polizeiliche Aufgaben. Die Tarifoffensive dient darüber hinaus der Gewinnung von Spezialistinnen und Spezialisten. Mittlerweile sind bereits 38 der 52 Stellen besetzt. Topmoderne Infrastruktur für optimale Arbeitsbedingungen Anfang des Jahres eröffnete die in der vergangenen Legislatur auf den Weg gebrachte neue Groß-Polizeiinspektion in der Landeshauptstadt. Bei dem Projekt handelt es sich um die größte Infrastruktur-Investition für die Polizei in der Geschichte des Saarlandes (Baukosten: 44,6 Millionen Euro). Die neue Liegenschaft bietet ein ansprechendes und exzellent ausgestattetes Arbeitsumfeld. Drei Dienststellen aus Saarbrücken wurden dort zusammengelegt und so die Arbeit erleichtert. Denn Personal, Ausrüstung und Gebäudelogistik sind nun an einem Ort untergebracht und Absprachen können schneller getroffen werden. Dies ermöglicht schnelleres und effizienteres Handeln - im Falle eines Ernstfalls gewinnt man so wertvolle Zeit. Ein zusätzlicher Mehrwert entsteht durch die Erschließung der nicht von der Groß-PI belegten Fläche der ehemaligen Ulanenkaserne als „neues“ City-Quartier.
Erhebliche Investitionen in zeitgemäße Ausstattung
Ein weiterer besonderer Fokus lag in diesem Jahr erneut auf Investitionen in moderne Ausrüstung und damit auch in die Stärkung der Sicherheit von Beamtinnen und Beamten der Polizei. Dazu gehören etwa notfallmedizinisches Equipment, neue Dienstpistolen, Taschenlampen, Schnittschutzergänzungen für Schutzwesten, Waffensicherungskabel und verbesserte Holster. Außerdem wird es neue Fahrzeuge für den Fuhrpark der saarländischen Polizei geben.
Innenminister Reinhold Jost betont: „Mit diesem umfassenden Maßnahmenpaket, das auf die stetige Weiterentwicklung der Infrastruktur, den Ausbau des Personals sowie die Anschaffung angemessener Ausrüstung abzielt, stärken wir die Polizei im Saarland nachhaltig. Ergänzend mit Projekten wie der Einführung des @rtus-Programms bringen wir außerdem die technischen Arbeitsgrundlagen auf den neuesten Stand und verbessern die Einsatzfähigkeit unserer Beamtinnen und Beamten spürbar. Damit schaffen wir genau die Voraussetzungen, die wir für eine effektive und zukunftsorientierte Polizeiarbeit brauchen. Diesen Weg werden wir auch weiterhin mit großem Einsatz verfolgen, um den Menschen, die jeden Tag für unsere Sicherheit sorgen und dafür Dank, Anerkennung und Respekt verdient haben, bestmögliche Bedingungen für die Ausübung ihres Berufs herzustellen.” © Ministerium für Inneres, Bauen und Sport

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