„Chancen für Alle im Arbeitsleben“
Verleihung des 23. Saarländischen Inklusionspreises
Der Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Magnus Jung, hat den 23. Saarländischen Inklusionspreis „Chancen für Alle im Arbeitsleben“ verliehen. Erstplatzierter wurde die Eisenbarth GmbH aus Wadern.
„Der Inklusionspreis wird jedes Jahr an Unternehmen und Dienststellen im Saarland vergeben, die genau das tun, was selbstverständlich sein sollte. Sie nutzen die vielfältigen Potentiale und Perspektiven von Menschen mit Behinderungen und integrieren sie in ihr Team. Indem wir die Preisträger öffentlich auszeichnen, möchten wir die Belange von Menschen mit Behinderungen erneut in den öffentlichen Fokus rücken und zugleich die vielen Vorteile aufzeigen, die eine gelungene Inklusion mit sich bringt“, betonte Sozialminister Magnus Jung.
Der Preis wird jedes Jahr an drei private Arbeitgeber und einen öffentlichen Arbeitgeber verliehen. Im Hinblick auf die 2026 im Saarland stattfindenden Special Olympics wird dieses Jahr zusätzlich ein Sportverein ausgezeichnet.
Die Preisträger sind folgende private Arbeitgeber:
Drittplatzierter ist die SIS Saar Gebäudeservice GmbH aus Völklingen. Hier werden Menschen mit Behinderung in unterschiedlichster Weise fest in die Arbeitsabläufe integriert und dabei von persönlichen Ansprechpartnern im Unternehmen unterstützt. Dadurch steht das Unternehmen auch im ständigen Austausch mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderung und gewährleistet so, dass sie sich wohlfühlen.
Zweitplatzierter ist das Café Genusswerkstatt aus Homburg. Dieses Café beschäftigt zwei Menschen mit Behinderung, die sich als vollwertige Mitglieder im Team mit ihren individuellen Fähigkeiten einbringen können. Dabei spielte die inklusive Ausrichtung von Anfang an eine zentrale Rolle im Konzept der Begegnungsstätte, weshalb sie auch barrierefrei gestaltet ist.
Erstplatzierter ist die Eisenbarth GmbH aus Wadern. Der Geschäftsführer zeigt besonderes Engagement, indem er eine Auszubildende mit Behinderung im Büromanagement einstellte und ihr auf eigene Kosten eine Fortbildung im Webdesign ermöglichte. Nach der Ausbildung wurde sie im Betrieb in Vollzeit eingestellt. Die Einrichtung ihres Arbeitsplatzes sowie ihre flexiblen Arbeitszeiten ermöglichen ihr ein Arbeitsumfeld, das auf ihre individuellen Bedürfnisse angepasst ist.
Als öffentlicher Arbeitgeber wurde der Bauhof der Stadt Lebach stellvertretend für den Mitarbeiter Detlef Martin ausgezeichnet, der in seiner Zusammenarbeit mit einem gehörlosen Mitarbeiter zeigt, wie Inklusion durch eine intuitive Art der Verständigung gelingen kann.
Der Preisträger des Sonderpreises „Sport“ ist der Schwimmverein Malstatt-Burbach 1984 e.V., in dem Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam in Gruppen trainieren können.
Hintergrund:
Mit dem Inklusionspreis werden Unternehmen, Betriebe und Dienststellen, in denen mit vorbildlichem Engagement gute Arbeitsbedingungen und ein gutes Miteinander für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit und ohne Behinderung geschaffen worden sind, öffentlich ausgezeichnet. Der Preis würdigt das Engagement der privaten Arbeitgeber neben einer Urkunde auch mit einem Preisgeld (1. Platz 3000€, 2. Platz 2000€, 3. Platz 1000€, Sonderpreis Sport 500€). Für Dienststellen ist kein Preisgeld vorgesehen. © Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit

.webp)
