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Internationaler Frauentag

Gesundheitliche Chancengleichheit stärken

Der Internationale Frauentag am 8. März steht weltweit im Zeichen von Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Solidarität. Er erinnert an die Errungenschaften der Frauenbewegung und macht zugleich deutlich, wo weiterhin Handlungsbedarf besteht. Die saarländische Landesregierung nutzt diesen Tag, um Impulse für mehr Geschlechtergerechtigkeit zu setzen und den neuen Gleichstellungsmonitor vorzustellen.

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger: „Gleichstellung ist kein Selbstläufer. Sie braucht Transparenz, klare Ziele und den gemeinsamen politischen Willen, Frauen und Männern die gleichen Chancen in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Das gilt auch für die Gesundheit von Frauen: Noch immer werden Krankheiten bei Frauen zu häufig später erkannt oder anders bewertet, weil medizinische Forschung und Versorgung lange vor allem am männlichen Körper ausgerichtet waren. Wir brauchen eine Medizin, die die unterschiedlichen biologischen und sozialen Lebensrealitäten von Frauen stärker berücksichtigt“
Sozial- und Frauenminister Magnus Jung: „Gleichstellung bedeutet mehr als gleiche Rechte – sie bedeutet auch gesundheitliche Chancengleichheit. Deshalb setzen wir innerhalb unserer saarländischen Gleichstellungsstrategie einen klaren Schwerpunkt im Bereich Frauengesundheit. Das gemeinsame Ziel muss sein, Prävention, Versorgung und Forschung geschlechtersensibel weiterzuentwickeln und bestehende Versorgungslücken gezielt zu schließen. Denn: Gesundheit ist Grundlage für Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität.“

Ein wichtiger Impuls geht dabei auch von der Wissenschaft aus: So hat die Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes 2023 das Centrum für geschlechtsspezifische Biologie und Medizin (CGBM) gegründet. Das interdisziplinär ausgerichtete Zentrum vernetzt Grundlagenforschung mit klinischen Fragestellungen und untersucht unter anderem, warum bestimmte Erkrankungen bei Frauen und Männern unterschiedlich häufig auftreten oder verschieden verlaufen.

Die Gleichstellungsstrategie des Saarlandes, die im März 2025 unter dem Motto „Gleichstellung GANZ GROß“ vorgestellt wurde, befindet sich seit einem Jahr in der aktiven Umsetzung. Im Rahmen der Gleichstellungsstrategie will die Landesregierung den Ist-Stand der Gleichstellung von Männern und Frauen im Saarland aufzeigen und hat dafür zum Internationalen Frauentag einen Gleichstellungsmonitor veröffentlicht. Damit werden erstmalig systematisch Daten und Informationen zur Gleichstellung der Geschlechter in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, wie z.B. Alleinerziehendenquoten oder Arbeitszeitkonstellationen, gesammelt, analysiert und auf der Homepage des Frauenministeriums dargestellt. So können alle Bürgerinnen und Bürger sehen wie es in bestimmten Bereichen um die Gleichstellung im Saarland steht. 

Neben der Transparenz dient das Monitoring der langfristigen Bewertung der Effektivität von durchgeführten Gleichstellungsmaßnahmen. Das Gleichstellungsmonitoring ermöglicht es, Ressourcen effektiv einzusetzen und damit nachhaltig Fortschritte zu erzielen. Für die Strategie an sich wurde nach einem Jahr eine erste Bilanz gezogen die auf der Website einzusehen ist. Flankierend zum Strategieschwerpunkt Frauengesundheit informiert außerdem die neue Broschüre „Gesunde Zukunft für Frauen – Für mehr Gerechtigkeit in Gesundheit und Versorgung“ über zentrale Aspekte der Frauengesundheit – von Prävention über Schwangerschaft und Geburt bis hin zu Fragen des Älterwerdens. Sie sensibilisiert für spezifische Gesundheitsrisiken, vermittelt fundiertes Wissen und zeigt Unterstützungsangebote im Saarland auf. 

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger abschließend: „Es ist ein wichtiges Signal, dass der Bund die Frauengesundheit mit einer neuen Forschungsförderung stärkt und gezielt Projekte unterstützt, die Versorgungslücken schließen und geschlechtersensible Medizin voranbringen. Auch im Saarland machen wir uns entschlossen daran, Prävention, Behandlung und Gesundheitsversorgung stärker an die individuellen Bedürfnisse von Frauen anzupassen.“

Zum Thema geschlechtersensible Medizin nimmt Rehlinger am Montag, 9. März, an der Universität des Saarlandes am Vortragsabend „Geschlechtergerechte Grundlagenforschung – Schlüssel für eine bessere Medizin“ statt. Die Veranstaltung richtet sich an eine breite Öffentlichkeit und beleuchtet, warum die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der medizinischen Forschung entscheidend für bessere Prävention, Diagnostik und Therapie ist.

Den Gleichstellungsmonitor sowie die beiden Publikationen finden Interessierte unter www.saarland.de/gleichstellung. © Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit

Schenk, Silvia
06. Mär 2026