Mehr Sicherheit im Alltag
Positive Bilanz nach einem Jahr Messerverbotszonen
Die Zahlen zeigen, dass die Waffenverbotszonen in Neunkirchen und Saarbrücken wirken – und zwar genau dort, wo Menschen unterwegs sind, einkaufen, zur Schule gehen oder abends den öffentlichen Raum nutzen.
Von Februar 2025 bis Februar 2026 wurden über 1.300 Personen kontrolliert und dabei zahlreiche Verstöße festgestellt; parallel zeigt sich, dass die überwiegende Mehrheit regelkonform handelt. Das ist ein deutlicher Hinweis auf die präventive Wirkung der Kontrollen und auf das Vertrauen, das die Menschen in diese Sicherheitsmaßnahmen setzen. Die sichtbare Präsenz der Polizei hat viele Alltagssituationen sicherer gemacht – vom entspannten Spaziergang im Bürgerpark bis zum gefahrlosen Pendeln am Hauptbahnhof. Jeder einzelne Tag, an dem mögliche Konflikte frühzeitig verhindert werden, zeigt: Prävention schützt Leben und stärkt das Sicherheitsgefühl.
Innenminister Reinhold Jost: „Die Bilanz der vergangenen 12 Monate bestätigt, dass wir mit den Waffenverbotszonen einen verantwortungsvollen, vorausschauenden Schritt gemacht haben. Sie sind ein klarer Ausdruck von Fürsorge, Bürgernähe und der gemeinsamen Verantwortung für ein sicheres Miteinander. Gleichzeitig prüfen wir kontinuierlich, wie die Maßnahme weiter verbessert und angepasst werden kann – für noch mehr Wirksamkeit und Vertrauen im Alltag.“
Oberbürgermeister Uwe Conradt: „Die weiter steigende Passantenfrequenz in unserer City bestätigt: Saarbrücken ist eine attraktive Stadt zum Einkaufen, Arbeiten und Verweilen. Zur Aufenthaltsqualität in unserer Stadt trägt auch das subjektive Sicherheitsempfinden bei. Die Waffenverbotszonen sind hier ein Baustein einer umfassenden Sicherheitsarchitektur – sie ermöglichen Prävention durch gezielte Kontrollen.“
Oberbürgermeister von Neunkirchen, Jörg Aumann: „Die Einrichtung der Waffen- und Messerverbotszonen im Zentrum von Neunkirchen hat zu einer verstärkten sichtbaren Präsenz der Vollzugspolizei geführt, die für die Durchsetzung zuständig ist.
Die häufigere Anwesenheit uniformierter Polizeibeamtinnen und -beamten verringert Tatgelegenheiten – auch in anderen Deliktfeldern – und verbessert außerdem das Sicherheitsempfinden."
Die Zahlen im Detail
Kenngröße Wert
Kontrollmaßnahmen gesamt 357
Kontrollierte Personen gesamt 1.375
Verstöße gesamt (~9 % der kontroll. Personen) 122
Anzeigen gesamt (Owi/Straftat) 102 / 20
Tatmittel Messer gesamt 65
Verbotene Gegenstände gesamt 29
Schreckschusswaffe 1
Verbotene Messer gesamt 23
Hintergrund
Die Einrichtung von Waffenverbotszonen im Saarland erfolgte im Februar 2025 als Reaktion auf verschärfte Sicherheitslagen, insbesondere im Bereich der Messerkriminalität. Grundlage ist eine landesrechtliche Verordnung, die nach Abstimmung zwischen Innenministerium, Kommunen und Polizei erlassen wurde.
Voraussetzung für die Einrichtung ist eine belastbare Gefahrenprognose, gestützt auf kriminalpolizeiliche Lageanalysen. Die Zonen umfassen klar definierte geografische Bereiche, in denen das Führen von Waffen und Messern grundsätzlich untersagt ist – unabhängig von der Klingenlänge.
Ausnahmen bestehen u. a. für Berufsgruppen mit berechtigtem Interesse (z. B. Handwerker, Gastronomie), Sicherheitsbehörden sowie Inhaber bestimmter waffenrechtlicher Erlaubnisse.
Die Vollzugspolizei ist für die Umsetzung zuständig und erhält erweiterte Eingriffsbefugnisse, insbesondere zur Durchführung verdachtsunabhängiger Kontrollen. Verstöße können als Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten verfolgt werden. © Ministerium für Inneres, Bauen und Sport

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