Stolpersteinverlegung
Am 8. Mai in Neunkirchen
Am Freitag, 8. Mai, dem Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa, findet in Neunkirchen die sechste Verlegung von Stolpersteinen zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus statt.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, den Verlegungen beizuwohnen. Startpunkt ist um 8.45 Uhr am Marienplatz. Von dort fährt ein Bus zu den verschiedenen Verlegungsorten. Um 13.30 Uhr findet in der Aula der Ganztagsgemeinschaftsschule Haspelstraße eine abschließende Gedenkveranstaltung statt. Dort erwarten die Teilnehmenden Ansprachen, kulturelle Beiträge sowie Gelegenheit zum Austausch.
An sechs Standorten im Stadtgebiet werden insgesamt 19 Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an den Gewerkschafter Hermann Petri und seine Familie (Hüttenbergstraße 43 und Knappschaftsstraße 1), an die Brüder Reinhold und Ferdinand Ruth sowie Alma Ruth, geborene Glaser (Irrgartenstraße 14), an Hermann Simon (Philippstr. 5), an Albert Hoppstädter (Bexbacherstraße 50) sowie an die jüdische Familie um Paul Singer und Anna Singer, geb. Merser (Goethestraße 9).
Grundlage der Stolpersteine sind umfangreiche Recherchen der Arbeitsgruppe „Stolpersteine gegen das Vergessen Neunkirchen“, die mit Unterstützung der Neunkircher Stadtverwaltung die Lebensgeschichten der Opfer aufgearbeitet hat. Die Ausbildungsklasse für Baugeräteführer des Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrums Neunkirchen (TG BBZ) verlegt die Stolpersteine.
Mit dem europaweiten Stolperstein-Projekt des Künstlers Gunter Demnig wird die Erinnerung an die Verfolgten des NS-Regimes lebendig gehalten. Dabei werden kleine Messingtafeln – sogenannte Stolpersteine – vor den letzten selbst gewählten Wohnorten der Opfer in den Boden eingelassen. Sie tragen Namen und Lebensdaten und machen die Schicksale der Menschen im Alltag sichtbar. So setzen die Gedenksteine ein Zeichen gegen das Vergessen. Sie zeigen, dass Verfolgung und Entrechtung auch vor Ort stattfanden, und mahnen zugleich, sich für Demokratie, Menschenwürde und ein respektvolles Miteinander einzusetzen. © Stadt NK

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