Klare Forderung an die Politik
Jetzt muss gehandelt werden!
Erste offizielle „Ohr-Abstimmung“ in den saarländischen Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) zeigt die Unzufriedenheit mit der Einkommenssituation.
Erstmals wurde eine umfassende Umfrage in allen saarländischen Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) zu zentralen Themen wie z.B. der Einkommenssituation durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass 48 % der Befragten unzufrieden mit ihrer Einkommenssituation sind. Das macht deutlich, dass es hier einen dringenden Handlungsbedarf der Politik gibt. Seit Jahren sind diverse Reformvorschläge zur Verbesserung des Entgelts in der Diskussion. Die Werkstatträte Saarland fordern, dass nun endlich auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen. Die Vorsitzende von Werkstatträte Saarland, Laura Eckert, sagt hierzu: „Das ganze System sollte reformiert werden. Eine Erhöhung des Entgelts darf nicht
durch Kürzung von Sozialleistungen, wie z.B. der Eingliederungshilfe, dazu führen, dass sich die Einkommenssituation insgesamt noch verschlechtert. Die Beschäftigten der WfbM leisten wertvolle Arbeit und müssen endlich besser bezahlt werden.“ Dass dies keine Kritik an den Werkstätten ist, wird besonders deutlich darin, dass 85% aller Befragten angeben, dass sie gerne in der Werkstatt arbeiten - ein klares Zeichen für Verbundenheit und Engagement. Die Werkstätten sind für viele Beschäftigte mehr als nur ein Arbeitsplatz und deren Erhalt daher umso wichtiger. Insgesamt beteiligten sich 1.517 Werkstattbeschäftigte an der Umfrage – ein starkes Signal, das einer Teilnahmequote von über 40 Prozent entspricht und das große Interesse der Mitarbeitenden unterstreicht, Politik und Öffentlichkeit auf ihre Situation aufmerksam zu machen.
Über WERKSTATTRÄTE SAARLAND:
Die Werkstatträte Saarland sind der Zusammenschluss der Vorsitzenden der Werkstatträte aus allen Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) im Saarland. Wir vertreten die Interessen der Beschäftigten auf Landes- und Bundesebene und bringen ihre Anliegen in politische Gremien sowie in die Öffentlichkeit ein. Die WfbM im Saarland bieten derzeit rund 3.800 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. © Laura Eckert I Landesvorsitzende der Werkstatträte Saarland

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