Flächenbrand bedroht Häuser und Wald
Feuerwehreinsatz zwischen Neunkirchen und Wiebelskirchen
Ein Flächenbrand oberhalb des Biedersbergweges in Neunkirchen drohte am Sonntagnachmittag, 12. Juli auf eine Gebäudegruppe und das weitläufige Waldstück rund um Kuchenberg und Eberstein überzugreifen.
Bei herausfordernden meteorologischen Bedingungen breitete sich der Brand binnen kurzer Zeit auf eine Fläche von rund 5.100 Quadratmetern aus. Die vom Feuer bedrohten Gebäude konnte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen erfolgreich schützen und eine Ausbreitung des Brandes auf den Wald in Richtung Wiebelskirchen verhindern.
Zahlreiche Menschen aus Neunkirchen und Wiebelskirchen wählten am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr den Notruf, als sie eine bedrohliche Rauchsäule über dem Kuchenberg und dem benachbarten Eberstein aufsteigen sahen. Aus den umliegenden Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen und Hangard rückten nach dem Alarm Löschfahrzeuge aus. Auch das speziell auf die Bekämpfung von Waldbränden ausgelegte Tanklöschfahrzeug aus dem Löschbezirk Münchwies machte sich auf den Weg. Zunächst war der genaue Einsatzort in dem weitläufigen Waldgebiet nicht bekannt. Erst wurde das Feuer im Bereich des von Wiebelskirchen aus zu erreichenden Ebersteins vermutet. Schnell konnte der Brand aber auf einer Fläche oberhalb des Biedersbergweges am Rande der Neunkircher Innenstadt lokalisiert werden.
Dort hatte sich der Brand auf einer offenen Wiesenfläche am Waldrand rasant ausgebreitet. Auf der einen Seite bedrohte das Feuer eine kleine Gebäudegruppe rund um ein Wohnhaus, auf der anderen Seite das sich zwischen der Innenstadt und Wiebelskirchen erstreckende Waldgebiet. Angetrieben wurde das Feuer durch den teils sehr böigen Wind. Aber auch die Lufttemperatur von über 30 °C und die niedrige Luftfeuchtigkeit von deutlich unter 30 % begünstigten das Feuer. Diese drei Faktoren sorgen in Kombination dafür, das die Vegetation noch schneller austrocknet und damit noch leichter Feuer fangen kann. Während diese Faktoren den Brand begünstigen, stellen sie für die Einsatzkräfte eine zusätzliche Belastung dar.
An zwei Flanken attackierten die Neunkircher Feuerwehrleute den sich ausbreitenden Vegetationsbrand um sowohl die bedrohte Häusergruppe, als auch den Wald zu schützen. Auf der einen Seite der Brandfläche stoppten die Feuerwehrleute die Flammen quasi am Gartenzaun und bewahrten so das Wohnhaus und seine Nebengebäude vor Schäden. Auf der gegenüberliegenden Seite des Brandes hatte sich das Feuer bereits bis hinter die ersten Baumreihen ausgebreitet, aber noch brannte hier nur der Waldboden. Auch hier gelang es den Feuerwehrangehörigen eine weitere Ausbreitung der Flammen zu stoppen und den Wald zu schützen.
Verstärkt wurden die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen über den Einsatz hinweg durch weitere Feuerwehreinheiten aus dem gesamten Landkreis Neunkirchen. Die Drohneneinheit der Feuerwehr Eppelborn versorgte die Einsatzleitung mit Luftbildern zur besseren Planung der taktischen Maßnahmen. Zwei interkommunal aufgestellten Fachzüge brachten zudem weiteres Material und Personal für die Wasserförderung über lange Wegestrecken und die Vegetationsbrandbekämpfung vor Ort.
Diese frischen Kräfte lösten im weiteren Einsatzverlauf die Neunkircher Feuerwehrleute teilweise ab und übernahmen die finalen Nachlöscharbeiten. Dabei spüren Feuerwehrleute auf der Brandfläche letzten Glutnestern nach und löschen diese ab, um einen erneuten Brandausbruch ausschließen zu können.
In der Spitze waren rund 150 Einsatzkräfte in den Einsatz im Biedersbergweg und im oberhalb gelegenen Waldstück eingebunden. Neben der Feuerwehr Neunkirchen befanden sich auch die Feuerwehren Eppelborn, Illingen, Merchweiler, Ottweiler, Schiffweiler und Spiesen-Elversberg im Einsatz. Zur Absicherung der durch die hochsommerlichen Witterungsbedingungen belasteten Einsatzkräfte stand über den ganzen Einsatz hinweg ein Rettungswagen bereit. Der zuerst im Einsatz befindliche Rettungswagen der Feuerwehr Neunkirchen wurde später durch einen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Illingen abgelöst. Mit dem Voranschreiten der Nachlöscharbeiten konnte die Zahl der Einsatzkräfte schrittweise verringert werden. Gegen 18 Uhr konnte die Feuerwehr ihren Einsatz schließlich komplett beenden. © Christopher Benkert

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